Unsere Welt: Afrika – Beispiel eines Kontinents (beinahe) ohne Chance – Die düsteren Prognosen von 1992 sind eingetroffen! Die Politiker haben nicht gehandelt – und wir haben nicht protestiert, sie nicht abgewählt, keine besseren hervorgebracht: kurz: unsere demokratischen Pflichten nicht wahrgenommen – die Kosten trugen die Menschen im armen Teil der Welt – und jetzt verstehen viele nicht, warum sie in ihren Ländern keine Hoffnung mehr haben und zu uns kommen!

Afrika – Beispiel eines Kontinents (beinahe) ohne Chance

Als gesichert gilt heute, daß Afrika die „Wiege der Menschheit“ ist. In mehrfachen, wellenartigen Wanderbewegungen nomadisierte der „Homo australopithecus“ nach Osten und Norden und erschloß sich im Verlauf einiger zehntausend Jahre den eurasischen Doppelkontinent. Gemutmaßt werden kann darüber, ob es vornehmlich klimatische Bedingungen waren, die den indoeuropäischen Menschen schneller zum „Homo technicus“ werden ließen, als den afrikanischen. Tatsache ist, daß die heute aus den Fortschritten der letzten 4000 Jahren abgeleitete „Überheblichkeit“ der kaukasischen (weißen) Rasse gegenüber den schwarzen Bewohnern Afrikas völlig fehl am Platz ist. An die Traditionen und Kulturen Afrikas reicht der Europäer bei weitem nicht heran. Aber völlig ungeachtet aller anthropologischen Gesichtspunkte haben wir in der heutigen Zeit auch mit den heutigen Verhältnissen zu leben und uns – was die Zukunft anbelangt – darüber Gedanken zu machen, wie es mit der Gattung „Mensch“ weitergehen wird. Hierzu die folgenden Fakten, die heute 52 Staaten (inzwischen 54) Afrikas betreffend: – In keinem Kontinent – mit Ausnahme Nordamerikas – sind die relativen Unterschiede bezüglich der einzelnen Kriterien geringer, als in Afrika. – Die absoluten Zahlen hingegen weisen Afrika als den wohl gefährdetsten unter allen Kontinenten aus. Die drohende Bevölkerungsexplosion allein in Afrika, das Erwachen eines neuen, mutmaßlich von sehr viel Wut getragenen Selbstverständnisses wird sich Bahn brechen. Hier werden Hunderte von Millionen bislang unterprivilegierter Menschen ihr Recht einfordern, auch zu leben und am Wohlstand partizipieren zu können. Sollten die Europäer der irrigen Ansicht sein, noch weiter zu negieren, was heute schon deutlich sichtbar ist, wird dies nicht ohne arge wirtschaftliche, vor allem jedoch soziale Probleme abgehen. Der afrikanische Kontinent gleicht einem Bullen, den ein kleines Mädchen am Nasenring durch das Dorf zum Schlachthaus führt; wäre sich der Bulle nämlich seiner Kraft bewußt und hätte er nicht Angst vor dem stechenden Schmerz, den ein kleiner Ruck am Nasenring verursacht, hätte das „kleine Mädchen“ – nennen wir es „Europa“ – nicht den Hauch einer Chance. Die Küstenwachen und Armeen von Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Malta und der Türkei hätten keine Chance, dem Einfall eines Heeres von zig-Millionen wütender Afrikaner Paroli zu bieten. Wer glaubt, Afrika dem „freien Wettbewerb“ überlassen zu dürfen, wird eine schreckliche und blutige Quittung erhalten. Noch vor dem Ende dieses Jahrzehntes werden wir in vielen Ländern Afrikas ein Aufbegehren erleben, welches auch jeden Europäer unmittelbar betreffen wird. Den Anfang dürfte hierbei Südafrika machen. Viele Wirtschafts-„Experten“ sehen in Südafrika – nach einer Teilung in eine „weiße“ und eine „schwarze“ Republik – den „Subkontinent der Zukunft“. Wir prognostizieren genau das Gegenteil: Die dort lebende schwarze Bevölkerung vermehrt sich zehn- bis fünfzehnmal schneller als die (noch) dort lebende asiatische und die weiße Bevölkerung. Den fünf großen und etwa 200 kleinen Stammesgruppierungen kann die weiße Bevölkerung nichts mehr entgegensetzen. Mit der Übernahme der – bislang „weißen“ – Logistik wird die schwarze Bevölkerung Südafrikas zum Vorreiter des gesamten „schwarzen Kontinents“ – wirtschaftlich wie sozialpolitisch. Südafrika wird sicherlich die Vormacht im gesamten afrikanischen Kontinent werden, jedoch nicht nach europäischen Vorstellungen und Wünschen. Ob es dann zu einer Auseinandersetzung zwischen den islamischen und den „christianisierten“ Staaten Afrikas kommen wird und sich die religiös noch unentschiedenen Staaten dann wechselweise auf die eine oder andere Seite schlagen werden – ähnlich wie dies in Nordamerika im 18. Jahrhundert geschah –, kann beinahe dahingestellt bleiben. Im Endeffekt droht ein afrikanischer Kontinentalkrieg, der zig-Millionen Leben kosten und auch Europa nicht ungeschoren davonkommen lassen wird. Unsere Welt 1992 Kontinente 2 © 1992, Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt und DBSFS e.V. (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.), Feringastraße 12a, 87554 Unterföhring Neben 100 Millionen Toten in Afrika, Vorderasien und Osteuropa droht damit auch ein geplanter Einsatz von Atomwaffen sowie bakteriologischen und chemischen Kampfstoffen, wie sich dies die Militärstrategen der Nato in ihren kühnsten Träumen nicht hätten vorstellen können. Der mögliche Einwand, dafür seien die Entfernungen in Afrika bei gleichzeitig völlig unterentwickelter Infrastruktur zu groß, kann im Zeitalter von Jagdfliegern, die von Tunis nach Kapstadt weniger als drei Stunden benötigen, nicht überzeugen. Und auch der zweite Einwand, dafür gebe es in Afrika zuviele – und zu gegensätzliche – Stämme, ist nur ein „Argument auf Zeit“; wie schnell – entsprechend populistisch propagiert – ein „starker Mann Afrikas“ entstehen kann, haben wir nicht nur in reichen, sonder vor allem in armen Ländern mehrfach erlebt. Da zudem die wirtschaftlichen und finanziellen Machtmittel Gesamt-Afrikas auf einige wenige Potentaten konzentriert sind, bedarf es nur der entsprechenden Argumentation, diese alles entscheidenden Machtmittel zu kompatibilisieren. Für die Tatsache, daß Afrika incl. der arabischen Nahost-Staaten der erste „Schauplatz“ des Aufbegehrens der „Dritten Welt“-Länder werden wird spricht folgendes: a) Nirgendwo ist der Unterschied zwischen arm und reich so groß, wie in Afrika. b) Nirgendwo wird die Ursprünglichkeit, die „Urkultur“ der Eingeborenen-Bevölkerung so vehement, so konsequent und seit so langer Zeit unterdrückt, wie in Afrika. c) In keinem anderen Kontinent ist der Druck aus der Bevölkerung – wenngleich bislang zu diversifiziert und zu wenig kanalisiert – so groß, wie in den 52 Staaten Afrikas. d) Kein anderer Kontinent bietet ein derart „ideales Spielfeld“ für die technischen und industriellen, aber auch die religiösen „Experimente“ der „zivilisierten“ Länder Europas und Nordamerikas. e) Die Afrikaner lernten in den letzten Jahrzehnten immer mehr – und noch im Gegensatz zu den asiatischen Nationen –, sich als Einzelwesen zu artikulieren. Sie finden vom Gruppen/ Stammesdenken ursprünglicher Zeiten immer mehr zu einer individualistischen Sicht, was in Europa in etwa in den Beginn der Neuzeit fiel – insofern war die Zeit für einen „Jesus Nazarenus“ tatsächlich günstig. Was heute in Afrika geschieht, wird in Asien jedoch noch einige Jahrzehnte dauern (am längsten in den konfuzianistisch und hinduistisch/buddhistisch geprägten Staaten), dann jedoch auch dort zu ungeheuren (sozial-)politischen „Eruptionen“ führen. f) Nirgendwo sind Hunger und Armut so groß und geballt, wie in Afrika. Der Afrikaner – so pauschal dies klingen mag – hat genügend lange gelitten und stillgehalten. Er will und wird dies nunmehr auch artikulieren, und wir Europäer sollten tunlichst die Ohren aufsperren Aber auch die ärmsten Länder Asiens und Südamerikas werden – letztere ein wenig eher – zu einem „zivilisations-typischen“ Selbstbewußtsein finden. Daß dies noch einige Jahre dauern wird, möge den Ländern des Nordens/Westens kein Trost sein, sondern vielmehr eine Möglichkeit, die „Zeichen an der Wand“ als Warnung zu verstehen. Die „Diabolik“ heutiger Wirtschafts- und Entwicklungshilfe wird deutlich, wenn man wagt, „nicht- öffentliche“ Gedanken auszusprechen: – Steckt nicht ein System dahinter, jeweils beide Seiten einer kriegsführenden Nation mit Waffen zu beliefern, um damit dieses Volk in Angst und Elend, Hunger und Not zu ersticken, also nicht stark werden zu lassen? Bewußte Beihilfe zum Genozid? Hier rangieren die USA an allererster Stelle! – Steckt nicht ein System dahinter, die Lebensumstände (und damit die Lebenserwartung) der Menschen in den sog. Entwicklungsländern nicht nachhaltig zu erhöhen (Begründung s. oben)? Unsere Welt 1992 Kontinente 3 © 1992, Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt und DBSFS e.V. (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.), Feringastraße 12a, 87554 Unterföhring – Steckt nicht ein System dahinter, die Menschen der „Dritten Welt“-Länder ihrer Kultur zu berauben und statt dessen zu „ver-zivilisieren“; die Verlockungen des modernen Lebens, die gezielte Unterwanderung der Moral dieser Länder durch Korruption und Verbeamtung, Prostitution und westliche Kriminalität sowie Rauschgift und Alkohol minimieren deren Chancen, autark und autonom zu werden! Damit begannen die Franzosen im 18. Jahrhundert in der Hälfte aller afrikanischen Staaten. – Steckt nicht ein System dahinter, die Säuglingssterblichkeitsrate dieser Länder (ebenso die Analphabetenrate) hochzuhalten, da sonst die Bevölkerungszuwachsrate noch weitaus mehr steigen und die – für westlich/nördliche Länder – „unbequemen“ Fragen und Forderungen immer lauter würden? Da baut dann der Staatspräsident der Elfenbeinküste, Houphued-Boigny, die künstliche Stadt Abijan auf – vorgeblich mit „eigenen“ Mitteln in Milliardenhöhe. Er läßt sich hierfür als „Wohltäter des Volkes“ feiern. In Wirklichkeit kassiert besagter Präsident von jedem Exportgut 10% in die eigene Privatschatulle. Gestützt wird dieser „Wohltäter des Volkes“ von westlichen Konzernen und Politikern. Nicht anders funktioniert es in Dutzenden anderer Staaten – weltweit. Für Auslandsinvestitionen plant heute jeder Konzern ein festes Kontingent an Schmiergeldern ein, die natürlich regelmäßig in die Taschen der Beamten und Präsidentenfamilien fließen. Die Höhe richtet sich nach dem Rang in der Hierarchie. Nicht anders rechnen Firmen, die sich in Entwicklungsländern mit Projekten aller Art engagieren. So ist es bei einem der größten Elektronik-Konzerne der Welt ein offenes Geheimnis, daß jedes Land seinen unterschiedlichen „Bakschisch“-Faktor hat. Für Afrika liegt dieser durchschnittlich bei 30 bis 35 Prozent, Lateinamerika ist etwas „günstiger“ – bei 20 bis 25 Prozent –, und für Asien rechnen die Verkäufer dieses Konzerns jeweils 15 bis 20 Prozent des gesamten Auftrags-Volumens von vornherein mit ein. Aber auch in Europa blüht das „Geschäft mit der offenen Hand“: Zwischen fünf und zehn Prozent muß man kalkulieren, um Aufträge zu ergattern. Natürlich sind diese Schmiergelder steuerlich absetzbar. Aufgrund von Subventionen und durch staatliche Bürgschaften abgesichert gehen diese Konzerne kaum ein wirtschaftliches Risiko ein. Aber selbst ohne diese „Vermittlungsgelder“ ist das Thema „Entwicklungshilfe“ ein heißes Eisen. Zu Zeiten des „kalten Krieges“ erhielten ca. 60 Staaten weltweit Geld- und Sachzuwendungen als politischmotiviertes Treuepfand. Vor allem betraf dies die Länder in Mittel- und Lateinamerika, Asien und Afrika. Im Gegenzug – Stichwort „Sozialistische Bruderhilfe“ – waren dafür Voten in der UNO, anderen internationalen Organisationen und Export-/Import-Vorzüge zu erkaufen. Nachdem nun dem sozialistischen „Gummisaurier“ die Luft ausgegangen ist, fehlt nicht nur das „stabilisierende“ Feindbild, vielmehr konzentriert sich die „Hilfsbereitschaft“ der reichen westlichen Länder auf den – mehr Absatz versprechenden – Osten. Der vormals wichtige Faktor „Dritte Welt“ trat seit 1989 immer mehr in den Hintergrund. Wenn Anfang Juli 1992 ein maskierter Chef der kolumbianischen Drogen-Mafia öffentlich – vor laufenden Kameras und einem Millionenpublikum – die USA verhöhnte und freimütig erklärte, die Entwicklungshilfe käme ausschließlich den Kokain-Organisationen zugute („die USA sollen uns nur weiter finanzieren“), spricht dies Bände und beweist immer deutlicher, daß wirtschaftliche Entwicklungshilfe in bisheriger Form kompletter Unsinn ist. Solange die Analphabetenrate weltweit immer mehr steigt – da speziell die „unterentwickelten“ Länder mit hohen Analphabetenraten den größten Bevölkerungszuwachs haben – und hierzu Oberhirte Karol Woityla nicht nur seinen päpstlichen Segen erteilt, sondern diesen Wahnsinn auch noch propagiert, wird die Schere zwischen armen und reichen Ländern, Überflußgesellschaften und millionenfachem Hungertod immer dramatischer. Wir alle – als Steuerzahler – finanzieren diesen Wahnsinn mit. Unser Schweigen und unser Desinteresse lassen uns – täglich – mitschuldig werden. Unsere Welt 1992 Kontinente 4 © 1992, Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt und DBSFS e.V. (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.), Feringastraße 12a, 87554 Unterföhring Fast möchte man meinen – verzeihen Sie, wenn dies etwas zynisch klingt –, daß der herrschenden, satten Minorität auf unserem Planeten die Stammesfehden und Bürgerkriege, das permanente Hungern von ca. 500 Millionen Menschen (ca. 1,2 Mrd. 2014), zunehmender Rassismus, aber auch das Unheil, was von Drogen- und Waffenhandel, steigender Kriminalität und Verelendung in Megastädten ausgeht, gar nicht so unlieb ist – verzögert es doch die Integration der Hungernden und Armen auf dieser Welt, der sich die reichen Staaten ansonsten in gefährlicher Weise gegenübersähen. Lassen Sie uns, ohne uns des „Zynismus“ zu zeihen, folgende Horrorvision zeichnen: 1. Schritt: Der aufbegehrenden schwarzen Bevölkerung Südafrikas können die bisherigen Inhaber der Schaltstellen der Macht nicht länger Paroli bieten. Die zahlenmäßig überlegene schwarze Bevölkerung besetzt die Logistik in Kapstadt und Johannisburg; zur Gründung eines eigenen, unabhängigen weißen Staates in Südafrika ist es zu spät. 2. Schritt: Schwarz-Südafrika wird zum Vorreiter des gesamten afrikanischen Kontinentes mit einer mächtigen Sogwirkung auf Zentral-, Ost- und Westafrika. Dem können die Maghreb-Staaten Nordafrikas nicht tatenlos zusehen. Bereits weitestgehend (und fundamentalistisch) islamisiert setzen sie nun – mit Unterstützung der islamischen Staaten Vorderasien und Arabiens – Technik und Truppen, Berater und Bomber, Geld und Gewehre in den Ländern Zentralafrikas ein. 3. Schritt: Die Bevölkerung West-, Zentral- und Ostafrikas schlägt sich – ähnlich den Indianerstämmen Nordamerikas im 18. Jahrhundert – wechselseitig auf die Seite Südafrikas und/oder die Seite der nordafrikanisch-islamischen Staaten. Uralte, im Nebel der Geschichte schwelende „Erinnerungen“ führen dabei zu wechselnden „Bündnissen“, die oftmals weder nachvollziehbar noch vorhersehbar sein werden. 4. Schritt: In Afrika tobt ein Kontinentalkrieg, in den rund 750 Millionen Menschen verwickelt sind – mehr als im zweiten Weltkrieg. „Alte Rechnungen“ – auch mit den ehemaligen Kolonialherren – werden beglichen. Ethnische Gräben werden vertieft. Religiöser Fanatismus – hauptsächlich (tödlich) verfeindeter Muslimgruppen – tobt. 5. Schritt: Je mehr dieser Krieg an Heftigkeit zunimmt, liefern Europäer und Nordamerikaner Waffen – natürlich an beide Seiten –, während die osteuropäischen Staaten ihr veraltetes Kriegsgerät und erfahrende Afghanistan-Kämpfer liefern. Unkontrollierbar – nach jugoslawischem Muster – eskaliert dieser Krieg rasch. Genozide ungeahnten Ausmaßes drohen. 6. Schritt: Die Türkei isoliert sich in der NATO durch seine Politik gegenüber den Kurden und anderen moslemischen Nachbarländern, wird danach zur „islamisch-türkischen Volksrepublik“ und stellt damit den religiös-ideologischen Schulterschluß zu denjenigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion her, in denen seit Jahrhunderten Turkvölker überwiegen. Mit der Aussicht, ein „großtürkisches Reich“ wiedererstarken lassen zu können, schlägt sich diese „Großtürkei“ auf die Seite der arabisch-islamischen Staaten. Afrika – aufgrund der „Rückständigkeit“ seiner Bevölkerung (aus westlich-„zivilisatorischer“ Sicht) und durch die Armut seiner Bevölkerung ohnehin dafür prädestiniert – wird islamisiert. 7. Schritt: Ein Heer von 50 bis 100 Millionen Afrikanern flüchtet nach Süd- und Nordamerika, Europa und nach Osten, gen Australien/Ozeanien. Die Asylanten- und Ausländerproblematik wird zum Weltproblem, da gleichzeitig in Osteuropa ein Millionenheer nach Westen emigriert. Vielleicht 50 Millionen Menschen sind weltweit in Umsiedlung und Flucht begriffen. Die Sozialsysteme sowie die (innen-)politischen Strukturen der reichen Länder brechen zusammen. Not und Elend emigrieren mit den Flüchtenden, Kriminalität und Rassenhaß wachsen rapide, (sozial-)politische Ordnungen lösen sich auf. Die Welt brennt! (*) * Buchtip: Doris Lessing, ‚Die Memoiren einer Überlebenden‘, Verlag: S. Fischer GmbH, Frankfurt Unsere Welt 1992 Kontinente

 

Kontinent der Gegensätze Schon weit deutlicher als in Afrika klaffen die Unterschiede zwischen den jeweils „führenden“ und den „schwächsten“ Ländern in Asien auseinander. Dazu komme, daß in Asien nicht nur die beiden volkreichsten Länder (VR China und Indien) vertreten sind, sondern auch der weltweit größte Anteil an „Schwellenländern“ – also Länder, die auf dem „Sprung“ zum (hoch-industrialisierten) Land stehen. Gleichzeitig finden wir in Asien jedoch auch die wirtschafts- und sozialpolitisch kritischsten Länder. So stehen die typischen Ölländer, die heute noch mit einem hervorragenden Wirtschaftsrating glänzen, nicht nur sozialpolitisch in großen Nöten. Vielmehr droht ihnen nämlich eine wirtschaftliche Katastrophe, wenn sie keine Chancen erhalten, sich aus der zwanghaften Abhängigkeit ihrer Mono-Ökonomie zu lösen und ihre Volkswirtschaft auf weitere „Beine“ zu stellen. Asien hält die größten Gegensätze in faktisch allen Belangen und bei allen verglichenen Kriterien. In Asien wirken – mehr als in jedem anderen Kontinent – sämtliche Religionen und Weltanschauungen. Asien ist der weitläufigste Kontinent mit jeglichen auf der Erde vorkommenden Ressourcen, allen nur denkbaren klimatischen Verhältnissen und den größten ethnischen Gegensätzen. Driften arme und reiche Länder – wie dies absehbar ist – weiterhin derart auseinander, droht Asien zum Schauplatz Dutzender von größeren und kleineren Kriegen zu werden. Standen sich ehemals die Volksrepublik China und Taiwan, Nord- und Südkorea, Israel und seine arabischen Nachbarn, der Norden und der Süden des Jemen, die Mongolei und Rotchina, der Iran und der Irak, Indien und Pakistan, die verfeindeten Nachbarn Kambodscha und Laos oder Nord- und Südvietnam feindselig gegenüber, so drohen in der Zukunft ethnische Konflikte und – alle nationalen (staatlichen) Grenzen sprengende – Auseinandersetzungen. Das Auseinanderbrechen der GUS ist klar abzusehen; zu unterschiedlich sind nämlich die ethnischen Wurzeln der unter Stalin zusammengefügten künstlichen „Nation“ (ehem. Sowjetunion). Der „Griff in die Historie“ bietet genügend Argumentation für jedwede – mitunter noch so kleine – ethnische Gruppe, sich auf sich selbst zu besinnen, territoriale Ansprüche geltend zu machen und – fernab von jeder „Demokratie“ – Ansprüche durchzusetzen. Analog zum „Szenario Afrika“ wird es in Asien von kleinen Stammesfehden bis zu großen und dramatischen „Religionskriegen“ kommen, die – fernab jeder Vernunft und unter Inkaufnahme aller Opfer – mit buchstäblich allen Waffen (vom Krummsäbel bis zur Atombombe) geführt werden dürften. Verfolgten wir – im sicheren Europa und bequem vor dem Fernsehgerät sitzend – das Drama der „boatpeople“, so steht uns mit den hier angedeuteten Auseinandersetzungen ein um viele Potenzen schlimmeres Szenario ins Haus. Kein Mensch sollte auf die „jenseitsgewandte“ Friedlichkeit der Hindu hoffen oder das laozistische Innerasien als schlafenden Riesen wähnen. Die zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitskomplex schwankende Türkei wird sich als ebenso unberechenbarer „Kandidat“ erweisen, wie das heute noch wirtschaftlich florierende Japan, dem enorme soziologische Verwerfungen ins Haus stehen. Das Bild vom duldsamen und ergebenen Asiaten, der sich seit Jahrtausenden weniger als Einzelwesen und mehr im „wir-Denken“ verhaftet sieht, wird sich bald wandeln. Der Islam fordert die Weltherrschaft ein. Fundamentalistische Sikhs und Hindus stehen sich als Todfeinde gegenüber. Der – aus gemeinsamer Not – mühsam gehaltene Staatenbund GUS ist ebenso in völliger Auflösung begriffen, wie Jugoslawien (heute die Ukraine). Weitere Balkanländer (z.B. Albanien) werden diesem Beispiel folgen. Unsere Welt 1992 Kontinente 6 © 1992, Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt und DBSFS e.V. (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.), Feringastraße 12a, 87554 Unterföhring Vergessen wir auch nicht, daß China mit mehr als 100 verschiedenen Völkern ebensowenig eine Einheit bildet, wie dies auch Indien bald zeigen wird. Malaysia, Thailand, Korea und Singapur, Indonesien – auch dies ein künstlicher Staat mit Dutzenden, nach Eigenständigkeit strebenden Völkern – und die Mongolei, Taiwan und Pakistan, aber auch Vietnam und Jordanien, Kambodscha und der Libanon, die Türkei und Indien streben alle – westliche Lebensverhältnisse vor Augen – nach wirtschaftlicher Macht. Droht den Ländern (West-)Europas ein Millionenheer an (Wirtschafts- und Sozial-)Flüchtlingen aus Afrika, Nahost und dem Balkan, so dürfte die Zahl der Flüchtlinge aus Asien noch weit größer sein, wenn die dort liegenden Lunten erst einmal zu glimmen beginnen. Der heute in vielen Ländern Asiens herrschende Mangel resultiert zum großen Teil aus dem fehlenden Wissen, eigene Chancen zu entwickeln, mit Hilfe derer er seine Lebensumstände verbessern kann. Es liegt an uns, den dort lebenden Menschen „Wissen“ – als Wirtschaftsgut verstanden – zu exportieren, bevor sie sich dieses Wissen auf gewaltsamem Wege holen. Diese Länder nur auszubeuten, als „Billiglohnländer“ zu mißbrauchen und sie ansonsten sich selbst zu überlassen oder „europäisieren“ zu wollen, kann keine „Strategie für die Zukunft“ mehr sein! Südamerika Für die meisten Europäer (und Nordamerikaner) beinhaltet der Begriff „Südamerika“ nicht viel mehr als Militärdiktaturen, Bananen, Kaffee und Südfrüchte, Kokain-Plantagen und von Abholzung bedrohte Regenwälder. Allenfalls i.S. Fußball genießen die südamerikanischen Länder noch ein gewisses Renommée. Daß dort fast 450 Millionen Menschen in 33 Ländern (plus einiger Dutzend immer noch kolonialistisch „verwalteter“ Inseln) leben, sich diese Länder erst in den letzten 50 Jahren vom Joch der Kolonialisierung befreiten, wissen die meisten Europäer ebensowenig, wie auch die jahrhundertealte Geschichte der mittelund südamerikanischen Kulturen der Mayas, Azteken und Indios unbekannt ist. Teilten sich Engländer und Franzosen Nordamerika – und rotteten dabei Dutzende von Indianerstämmen nahezu aus –, so räuberten Spanier und Portugiesen Mittel- und Südamerika nach Kräften aus, was unter der dortigen Bevölkerung Millionen an Opfern kostete. Die im 19. Jahrhundert nach Südamerika einfallenden „Companies“ setzten – gestützt auf technisches und wirtschaftliches Know-How – die Plünderung dieses Kontinentes fort. Holz, Früchte und andere Naturprodukte, Bodenschätze und Edelmetalle mehrten den Reichtum der nördlichen Länder – zulasten der einheimischen Bevölkerung. Dies führte dazu, daß Südamerika trotz enormer Ressourcen stets in wirtschaftlicher Abhängigkeit (speziell von den USA) blieb und die südamerikanischen Länder prozentual zu ihrer Bevölkerung den höchsten Pro-Kopf-Schuldenstand aller Kontinente aufweisen. Daß unter diesen Voraussetzungen Dutzende von Versuchen, die südamerikanischen Länder zu demokratisieren, fehlschlagen mußten, leuchtet wohl ein. Vom Ausland finanziell gestützte Militärdiktaturen Die heute noch als wirtschaftliche „Perlen“ in Asien liegenden Länder können schon bevölkerungsmäßig keinem der volkreichen Nachbarn Paroli bieten. Immerhin zehn Staaten Asiens (Pakistan, Indien, China, Israel, Indonesien und fünf asiatische Staaten der Sowjetunion) verfügen gesichertermaßen über Atomwaffen. Mindestens ein Dutzend weiterer Länder dürfen als potentielle Atommächte gelten. Gewalt – dies gilt für einzelne Menschen wie auch für Völker – entsteht aus Mangel. Sieht derjenige, der einen Mangel verspürt, keine andere Möglichkeit, wird er auch nicht davor zurückschrecken, Gewalt anzuwenden. Unsere Welt 1992 Kontinente 7 © 1992, Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt und DBSFS e.V. (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.), Feringastraße 12a, 87554 Unterföhring („Präsidialrepubliken“) wechseln mit pseudo-demokratischen „Volksherrschaften“, ohne daß dies die Verhältnisse der Bevölkerung tatsächlich nachhaltig verbessert. Dabei böte sich gerade in Südamerika eine Fülle von außergewöhnlich guten Chancen, wirtschaftlich und sozial Fuß zu fassen. Wohl in keinem anderen Kontinent ist die Sinnlosigkeit westlich-nördlicher Ignoranz schmerzhafter zu spüren – angesichts der sich bietenden Möglichkeiten – als in Südamerika. Durch die – im Gegensatz zu Europa – dünne Besiedelung Südamerikas, das Wirken starker Kartelle, die fesselnde Überschuldung vieler südamerikanischer Länder und die Konzentration der wirtschaftlichen Macht auf eine kleine Minderheit – wohlweislich gestützt durch die alles dominierende Wirtschafts- und Militärmacht USA – ist eine nachhaltige Veränderung der Verhältnisse in Südamerika nicht abzusehen. Der durchschnittliche Südamerikaner lebt zwar in etwas besseren Verhältnissen als der durchschnittliche Afrikaner – ablesbar an den vorausgehenden und folgenden Charts –, eine reelle Chance, stabil zu werden und sich „selbstbestimmt“ zu entwickeln, hat er gleichwohl ebensowenig. 80% aller südamerikanischen Länder sind mono-ökonomisch bestimmt, wobei in einigen Exportindustrien – z.B. bei (Edel-)Hölzern – erheblicher Raubbau betrieben wird. In mehr als der Hälfte aller südamerikanischen Länder drohen latent Bürgerkriege. Korruption und Kriminalität, die stringente Abhängigkeit vom Anbau von Rauschgiften sowie Prostitution, Schmuggel und Beamtenfilz dominieren das Leben in sämtlichen südamerikanischen Ländern. Die Landflucht und die damit einhergehende Verslumung der Megastädte, eine weit überdurchschnittliche (wenngleich sorgsam „geschönte“) Analphabetenrate und das Fehlen wirtschaftlicher Alternativen halten Südamerika in seiner Abhängigkeit gefangen. Viele Länder Südamerikas stehen an der Schwelle zur Industrienation. Der wirkliche „Sprung nach vorne“ gelingt aus o.g. Gründen nicht. Sollten wir die sich – gerade in Südamerika – bietenden Chancen nicht endlich wahrnehmen? Australien, Ozeanien – „Licht und Schatten“ Die Betrachtung des australisch-ozeanischen Kontinentes profitiert natürlich von den Zahlen der beiden führenden Länder dieses Kontinentes – Australien und Neuseeland. Diese beiden Länder sind auch die einzigen nicht-monoistischen Länder in diesem Kontinent. Die Mittelwerte in allen verglichenen Bereichen werden durch Australien und Neuseeland weit überproportional gedämpft. So beträgt die Analphabetenrate in Australien nur 0,5% und in Neuseeland 1%, während Papua/Neuguinea bei einer Analphabetenrate von 55% und Vanuatu bei 50% liegen. Selbst die Fidschis liegen mit 15% noch 30mal höher als Australien. Auch in der Säuglingssterblichkeitsrate schwanken die Werte von Australien und Neuseeland (1 bzw. 1,1%) bis zum Wert Papua/Neuguinea (6,1%). Tonga liegt mit einer Säuglingssterblichkeitsrate von 2,7% (als nächst-bestem Wert) bereits 2,7mal so hoch. Nun leben – Australien und Neuseeland einmal außer acht gelassen – die übrigen sieben Staaten Australiens/Ozeaniens vielfach noch in relativer „Weltabgewandtheit“. Bei einer durchschnittlichen „Stadtquote“ von unter 20% und jeder Menge leeren Raumes – bei relativer Friedlichkeit – bieten sich dem „fünften Kontinent“ noch alle Chancen. Wie in allen Ländern wird aber auch hier der Hebel für das weitere sozialpolitische und wirtschaftliche Fortkommen bei der Analphabetenrate anzusetzen sein. Nicaragua und Kuba, Peru und Bolivien, Belice, die Dominikanische Republik und Haiti sowie Guatemala zählen zu den „Armenhäusern“ dieser Welt. Unsere Welt 1992 Kontinente 8 © 1992, Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt und DBSFS e.V. (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.), Feringastraße 12a, 87554 Unterföhring Der Einsicht des Westens/Nordens wird es überlassen bleiben, ob die Länder und Inseln Australien/Ozeaniens mit westlicher Kultur überzogen werden, oder ob die Fehler, die ehedem in Afrika sowie in Nord- und Südamerika gemacht wurden, bei diesem Kontinent vermieden werden können. Niedrige Bevölkerungszuwachsraten und eine knapp über dem Weltdurchschnitt liegende Lebenserwartung bieten eigentlich gute Voraussetzungen dafür, daß Australien/Ozeanien – trotz einer relativ niedrigen Produktivität und einem bescheidenen Bruttosozialprodukt – mehr „Licht“ als „Schatten“ in der Zukunft erleben wird. Europa/Nordamerika – „Im Überfluß blind“ Aus naheliegenden Gründen werden die beiden nordamerikanischen Länder gemeinsam mit Europa in nachfolgenden Charts geführt. Europa steht vor der wohl größten Zerreißprobe seiner Geschichte. Die acht osteuropäischen Staaten, die innerhalb der letzten zwei Jahre in 30 Einzelstaaten zerfielen, von denen jeder einzelne um seine Identität kämpft, stehen einem relativ ausgeglichenen Kreis von rund zwei Dutzend Staaten gegenüber. Wohl in keinem anderen Kontinent sind die Unterschiedlichkeiten zweier Blöcke – in allen Vergleichsparametern – derart extrem. Auf der einen Seite etwa 250 Millionen in gesicherten Verhältnissen lebende Bürger mit – im Weltvergleich – günstigen Zahlen, im Überfluß lebend und (relativ) kriegsfrei. Auf der anderen Seite eine Gruppe von etwa 350 Millionen Menschen, die in buchstäblich allen Belangen Mängel und Rückstände aufweisen. Hier ein hohes technisches Niveau, eine gute bis hervorragende Infrastruktur, gute Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, ein hohes Produktivitätsniveau und eine (zumeist) gute Ausbildung. Dort ein „Sack“ ungelöster Probleme, niedrige Ausbildungsstände und ein völlig zusammengebrochenes Wirtschaftssystem, Hunger, Elend und kaum Chancen für die Zukunft. Geradezu unglaublich ist die Naivität, mit der die westlichen Länder bislang dabei vorgingen, Osteuropa zu fördern und technisch zu entwickeln. Hierbei zeigte sich vor allem die Sinnlosigkeit, einen wirtschaftlichtechnischen Transfer – quasi als „Allheilmittel“ – einem psychologischen Transfer vorangehen zu lassen, was der DBSFS (heute: PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V./zeitreport-online.de) seit 1990 nicht müde wird immer wieder anzuprangern. Das westlich-kapitalistische System diesen Ländern Osteuropas überstülpen zu wollen, kann nur in einem völligen Desaster enden – mit immensen Verlusten an Leben, Kraft, Zeit und Geld. Daß davon auch Westeuropa unmittelbar betroffen sein wird, liegt auf der Hand. Alleine aus den riesigen Räumen Osteuropas könnten bis zu 50 Millionen Menschen ihr Heil darin sehen, nach Westen zu migrieren. Gerade die Westeuropäer und Nordamerikaner sollten alle verfügbaren Mittel einsetzen – vor allem „KnowHow“ und finanzielle Hilfe – um in Osteuropa, also vor Ort, den Aufbau der einzelnen Staaten zu unterstützen. Was nützt es, wenn beispielsweise die westeuropäischen Länder rund 100 Milliarden Mark innerhalb eines Fünfjahresplanes dafür verwenden, den Umweltschutz in Westeuropa um weitere 2 bis 3% zu verbessern, wenn mit den gleichen Finanzmitteln in Osteuropa ein tausendfach höherer Effekt erzielt werden könnte? Wenn Westeuropa/Nordamerika – „im Überfluß blind“ – nicht die „Zeichen an der Wand“ zu sehen bereit ist, werden wir in Osteuropa dutzendfach ethnische und religiöse Konflikte – von lokalen Auseinandersetzungen bis hin zu tatsächlichen Kriegen – gewärtigen, wie wir sie seit fast 50 Jahren nicht mehr erlebt haben. Jugoslawien und Berg-Karabach, der türkisch-kurdische Konflikt, die Auseinandersetzungen unter den ehemaligen Sowjetrepubliken oder in Albanien sind nur das „Vorspiel dessen, was uns in Europa erwartet. Unsere Welt 1992 Kontinente 9 © 1992, Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt und DBSFS e.V. (heute PERSPEKTIVE ohne Grenzen e.V.), Feringastraße 12a, 87554 Unterföhring Dem weltweit höchsten Bruttosozialprodukt und den besten (niedrigsten) Sozialfaktoren Westeuropas stehen die diametralen Zahlen Osteuropas gegenüber. Statt daß in den Parlamenten Westeuropas populistisch darüber debattiert wird, wie man dem Strom von Asylanten und Wirtschaftsflüchtlingen begegnen könne, müßte schnellstens in Osteuropa die Szene dahingehend verändert werden, daß es kein Osteuropäer mehr nötig hat, seine Heimat zu verlassen. Der enorme Überfluß Europas (und Nordamerikas) gebietet die Übernahme von Verantwortung für diejenigen Länder, die jahrzehnte- und jahrhundertelang abseits stehen mußten und nunmehr – darauf dürfen wir uns verlassen – vehement ihr Recht einfordern, auf gleichem Niveau und unter gleichen Verhältnissen zu leben.

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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