200 Millionen Klimaflüchtlinge, Klimaveränderungen als ein Hintergrund des Syrienkrieges und des Krieges in Sudan – die industrielle Revolution als Hintergrund der Veränderungen – Wie kommen wir zur Nachhaltigkeit?

Industrielle Revolution

Das Industriezeitalter: Epochen der Primärenergieträger (von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution)[1] [2]

Unter Industrielle Revolution versteht man die rasche industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert. Mit dieser Epoche beginnt das Industriezeitalter.

Die im Verlauf des Industriezeitalters zu verzeichnenden menschlichen Aktivitäten – namentlich der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe durch eine explosionsartig gestiegene Weltbevölkerung – sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ursächlich für die globale Erwärmung.

Es ist zu befürchten, dass die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit hat: der Klimawandel ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission ein Bedrohungsmultiplikator, das heißt bestehende Tendenzen, Spannungen und Instabilität können sich dadurch ggf. noch verschlimmern (Ressourcenkonflikte, Zunahme von Katastrophen durch Extremereignisse, umweltbedingte Migration).[3]

Datei:Historical anthropogenic carbon emissions.jpg

Diese Epoche raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen begann in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und breitete sich später auf andere Länder (einschließlich USA) aus.

(Vgl. dazu auch die Grafik „Jährliche CO2-Emission nach Regionen„.)

Die Erfindung der Dampfmaschine war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. Die industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch fossiler Brennstoffe und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von fossilem Kohlendioxid. Die im IPCC-Bericht verwendeten Ausdrücke vorindustriellund industriell beziehen sich – etwas willkürlich – auf die Zeit vor bzw. nach 1750.[44]

Der globale durchschnittliche Nettoeffekt[45] der menschlichen Aktivitäten seit 1750 ist dem Vierten Sachstandsbericht (Fourth Assessment Report, AR4) des IPCC zufolge eine Erwärmung mit einem Strahlungsantrieb von +1,6 W/m² (Unsicherheitsbereich: +0,6 bis +2,4 W/m²).

Energie-Vernutzung (und CO2-Emission) versus Lebensstandard

Datei:2000px-Maddison GDP per capita 1500-1950.svg.png

Im Verlauf des Industriezeitalters kam es in den industrialisierten (westlichen) Ländern zu einem Anstieg des allgemeinen Lebensstandards, während demgegenüber in anderen Regionen der Welt (China, Indien etc.) – wohl auch als Folge des Imperialismus[46] und Kolonialismus[5] [25] [47] eine Verschlechterung des Lebensstandards gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beobachten ist (vgl. nebenstehende Grafik).

Während für den Großteil der anthropogenen Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrie-Nationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.[30] („Soziale Frage des Klimawandels“[48] als ein gewichtiger Aspekt der „Sozialen Frage des 21. Jahrhunderts“.)

Datei:Kohlenstoff Emission nach Regionen.png

Epochen der Primärenergieträger

Die wirtschaftliche Nutzung der Primärenergiequellen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte in charakteristischer Weise geändert und kennzeichnet Epochen der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Menschheit.[53] In der Literatur wird die These vertreten, dass eine Energiekrise – nämlich Holzknappheit infolge der Abholzung von Wäldern für Schiffsbau[54] etc. – einen wichtigen Impuls gab für die Erschließung neuer Energiequellen und somit Auslöser war für die „1. Industrielle Revolution“.[55] [56]

Die o. a. Einteilung der Epochen des Industriezeitalters nach Art der diese Epochen prägenden Primärenergiequellen orientiert sich unter anderem auch an den (damit korresponierenden) jeweils als Triebkraft für die (sozio-)ökonomischen Veränderungen fungierenden technischen Innovationen („Schlüsseltechnologie“: Dampfmaschine, Eisenbahn; Verbrennungsmotor, Automobil etc.).

Die folgende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie sich der Verbrauch der diversen fossilen Brennstoffe im Verlauf des Industriezeitalters entwickelt hat. (Auch in der Epoche der Zweiten Industriellen Revolution war Kohle die wichtigste Primärenergiequelle – nämlich bis zum Jahr 1967 – und somit die wichtigste Emissionsquelle von CO2.)

Die menschlichen Äktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters

Die nachstehend verlinkten Grafiken zeigen einige der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden globalen (sozio-ökonomischen) Veränderungen:

1 Tg C/yr = 1 Teragramm Kohlenstoff pro Jahr = 1 Megatonne C pro Jahr (1000 Megatonnen = 1 Gigatonne)
  1. Film (Visualisierung): Ausbreitung von Ackerland 1860 – 2100 Deutsches Klimarechenzentrum
  2. Grafik: Entwicklung der Ackerbaufläche in verschiedenen Großregionen der Erde Hamburger Bildungsserver

Parameter zur Beschreibung der Aktivitäten

  1. Auf Basis der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden Veränderungen, welche durch Parameter wie
    1. Bevölkerungsentwicklung
    2. Energiebedarf (bzw. Energie“verbrauch“ bzw. präziser formuliert: Energie-Vernutzung)
    3. Artenvielfalt
    4. Ökologischer Fußabdruck
    5. Flächenverbrauch etc.

    beschrieben bzw. erfasst werden können, wurden vom IPCC eine Vielzahl von denkbaren bzw. möglichen Zukunftsszenarien entwickelt (Computermodellsimulationen), die mittels der im nebenstehenden Schema genannten Charakteristika (der Buchstabe A steht für wirtschaftsorientierte Szenarien, der Buchstabe B für umweltorientierte Szenarien, die Ziffer 1 für Szenarien bei fortschreitender Globalisierung, die Ziffer 2 für Szenarien bei regionaler Entwicklung) eingeteilt werden können in vier Szenarienfamilien (A1, A2; B1, B2).

    Die A1-Szenarien-Familie ist unterteilt in die folgenden drei Szenario-Gruppen, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesektor beschreiben:[64] [65]

    1. Szenario-Gruppe A1FI = Fossil-Intensiv;
    2. Szenario-Gruppe A1T = nichtfossile Energiequellen;
    3. Szenario-Gruppe A1B = (balanced) ausgewogene Nutzung fossiler und nichtfossiler Energiequellen.

    4.2 Zukunfts-Szenarien: Wie wird sich die globale Welt wahrscheinlich weiter entwickeln?

    Im IPCC-Sonderbericht über Emissions-Szenarien (Special Report on Emissions Scenarios; SRES) wird bei den vier Szenariofamilien (A1, A2; B1, B2) bzw. den sogenannten 6 Marker-Szenarien hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der entsprechenden Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Energiebedarf etc.) im Einzelnen jeweils von folgenden Grundannahmen ausgegangen.

Die vier SRES-Szenarienfamilien[63] sowie die im Fourth Assessment Report des IPCCprognostizierte Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100
AR4 Summary (PDF) Wirtschaftsorientiert
(ökonomisch ausgerichtet)
Umweltorientiert
(ökologisch ausgerichtet)
Globalisierung
(homogene Welt)
A1

(Hohes Wirtschaftswachstum)
(Szenario-Gruppen: A1T; A1B; A1FI)
1,4–6,4 °C

B1

(Globale Nachhaltigkeit)
 
1,1–2,9 °C

Regionalisierung
(heterogene Welt)
A2

(Regionale Wirtschaftsentwicklung)
2,0–5,4 °C

B2

(Regionale Nachhaltigkeit)
1,4–3,8 °C

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Industrielle_Revolution#Begriffsdefinitionen_.28Epochenbegriff_.2F_Prozessbegriff.29

 

 

 

 

Advertisements

Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s