Wen interessiert das bei uns? Dürre in Afrika: Angst, Hunger und Durst Kein Regen, keine Ernte, kaum etwas zu essen: Afrika kämpft mit der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Sie bedroht insgesamt 14 Millionen Menschen. In Tatsächlich verzeichnete die südafrikanische Wetterbehörde für 2015 den geringsten Niederschlag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1904. Die Verantwortung dafür liegt vor allem in den reichen Ländern, denn sie sind seit der Industrialisierung vor allem für den Ausstoß der klimaverändernden Gase verantwortlich: Die unter der Dürre leidenden Afrikaner haben den geringsten Ausstoß von Kohlendioxyd pro Einwohner weltweit! Die Dürre werden auch Folgen für uns in Europa haben: „Je nach Sorte werden wir bei den Tafeltrauben aus Südafrika und Namibia zwischen 5 und 25 Prozent weniger Volumen haben“, so Andreas Brügger vom Deutschen Fruchthandelsverband

Dürre in Afrika: Angst, Hunger und Durst
Kein Regen, keine Ernte, kaum etwas zu essen: Afrika kämpft mit der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Sie bedroht insgesamt 14 Millionen Menschen. In Äthiopien ist die Lage besonders schlimm. Dürre und Hungersnot erinnern an 1984: Damals starben etwa eine Million Menschen in Äthiopien an Unterernährung.
Und die Verantwortung dafür liegt vor allem in den reichen Ländern, denn sie sind seit der Industrialisierung vor allem für den Ausstoß der klimaverändernden Gase verantwortlich.
Äthiopien Frauen mit Kanistern

Warten auf Wasser

Die Container sind leer, frisches Wasser ist nicht in Sicht. Seit Monaten hat es in Äthio

Äthiopien Kuh Kadaver

Schwere Verluste

Ein Großteil der Äthiopier lebt von Landwirtschaft und Viehzucht. Oft sichern die eigenen Tiere das Überleben ganzer Familien. „Die letzten Regentropfen habe ich im Ramadan gesehen“, berichtet ein Landwirt aus der Region Afar. Der Fastenmonat der Muslime ging im vergangenen Juli zu Ende. „Seitdem hat es nicht geregnet. Es gibt kein Wasser, kein Gras. Unser Vieh stirbt einfach weg.“

pien nicht geregnet. Die Menschen dort erleben zurzeit die schlimmste Dürre seit 30 Jahren. Nach Angaben der Vereinten Nationen brauchen über zehn Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfe, bald könnten es doppelt so viele sein. Auch in anderen afrikanischen Ländern ist die Lage bedrohlich.

Äthiopien Frauen mit Kindern

Gefahr für die Kinder

Dürre und Hungersnot erinnern an 1984: Damals starben etwa eine Million Menschen in Äthiopien an Unterernährung. Nun steckt das Land mitten in der nächsten Hungerkrise. Vor allem die Kinder leiden darunter. Laut äthiopischer Regierung sind über 400.000 Jungen und Mädchen so stark unterernährt, dass sie medizinische Behandlung brauchen.

Simbabwe Maisfeld bei Harare

El Niños heißer Atem

Auch in Simbabwe fällt die Ernte mager aus: Statt praller Maiskolben wachsen auf diesem Feld bei der Hauptstadt Harare nur einzelne, vertrocknete Körnchen. Eine der Ursachen ist das regelmäßig wiederkehrende Wetterphänomen El Niño, das dieses Mal ungewöhnlich stark ausfiel. Die Folgen: extreme Dürre wie hier in Simbabwe, aber auch Überflutungen an anderen Orten der Welt.

Simbabwe Dorfbewohner retten eine Kuh

Mit letzter Kraft

Die völlig entkräftete Kuh kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Die Landwirte in Masvingo in Zentral-Simbabwe versuchen, sie zum Weiterlaufen zu bewegen. 2015 fiel in Simbabwe nur halb so viel Regen wie im Jahr davor, Äcker und Felder sind völlig vertrocknet.

Südafrika Brunnen bei Durban

Auf dem Trockenen

Normalerweise kann man an dieser Stelle nicht stehen oder sitzen: auf dem Grund des Black Umfolozi Rivers. Doch der Fluss im Nordosten der südafrikanischen Stadt Durban ist ausgetrocknet. Nur weil sie einen kleinen Brunnen mitten im Flussbett gegraben haben, können die Anwohner hier noch Wasser schöpfen.

Malawi Markt Preissteigerung

Dürre treibt die Preise hoch

Auch Malawi leidet unter der extremen Trockenheit. Das spüren die Menschen auf dem Markt in der Nähe der Hauptstadt Lilongwe: Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais sind stark gestiegen – weil die Ernte so schlecht war und sie zusätzlich importiert werden müssen. Die oftmals arme Bevölkerung kann sich die Lebensmittel kaum noch leisten.

Dürre in Afrika hat auch Folgen für Europa
vom 17. Januar 2016 Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt
Trockenheit in Südafrika hat gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und beeinflusst Fruchthandel

Der Geruch von Verwesung hängt in der stickig-heißen Luft über dem Molatedi-Stausee. Krähen hoffen angesichts des im Schlamm steckengebliebenen Bullen auf leichte Beute.

Es ist noch nicht lange her, da stand dieser Ort an den Ufern des Stausees im Norden Südafrikas unter Wasser. Doch nach mehr als zwei Jahren ohne Regen sind dort, wo eigentlich eine glatte Wasseroberfläche schimmern sollte, brauner, rissiger Schlamm sowie Kadaver von Eseln und Vieh zu sehen.

Die derzeitige Trockenheit, für die Wetterforscher das Klimaphänomen El Niño verantwortlich machen, stellt Landwirte im südlichen Afrika vor große Herausforderungen. Tatsächlich verzeichnete die südafrikanische Wetterbehörde für 2015 den geringsten Niederschlag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1904.

Besorgniserregend klingen die Nachrichten aus der übrigen Region. So melden Malawi, Sambia, Simbabwe, Lesotho und Swasiland akute Nahrungsmittelengpässe infolge der Dürre. Von den Maisfeldern im Zentrum und im Norden Südafrikas ist kaum etwas geblieben. Besucht man die Gegend rund um die Kleinstadt Lichtenburg in der Provinz Nordwest, fällt einem die steinige rote Erde auf.

Nachdem es in der Vorsaison bereits kaum geregnet habe und mittlerweile die Maisvorräte erschöpft seien, habe die Dürre nun auch die Preise für Grundnahrungsmittel verteuert, sagt der Professor für Klimaforschung an der Universität von Pretoria, Willem Landman. „Wir brauchen einen langanhaltenden, intensiven Regen und niedrigere Temperaturen. Vorhersagen sind zwar schwierig, aber es sieht momentan nicht so aus, als würden wir das in der nächsten Zeit bekommen.“ Einige Länder in der Region müssen ihre Mais-Importe bereits in US-Dollar bezahlen, mit einem Anstieg der Lebensmittelpreise in den kommenden Monaten wird gerechnet. Beim Fleisch könnte es anders aussehen. Nämlich dann, wenn Bauern ihr Vieh schlachten und den Markt mit ihrem Angebot überschwemmen.

Auch in Deutschland rechnen Importeure mit Auswirkungen der Dürre, wie Andreas Brügger vom Deutschen Fruchthandelsverband (DFHV) berichtet. „Je nach Sorte werden wir bei den Tafeltrauben aus Südafrika und Namibia zwischen 5 und 25 Prozent weniger Volumen haben“, sagt Brügger. Was das für die Preise bedeutet, kann er noch nicht sagen. Darüber hinaus sei mit Folgen für Zitrusfrüchte sowie Kernobst zu rechnen.

Die unter der Dürre leidenden Afrikaner haben den geringsten Ausstoß von Kohlendioxyd pro Einwohner weltweit!
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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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