Fluchtursachen beseitigen?! Flüchtende schützen?! Das schaffen wir weltweit nur gemeinsam: Brauchen wir nicht eine UN-Sonderkonferenz zur weltweiten Zusammenarbeit für diese Ziele? Ein Vorschlag!

Die Zuwanderung nach Europa ist derzeit ein zentrales Thema, das Gesellschaften und Staaten in Europa spaltet. Europa droht seine Grundwerte – das Eintreten für die Ziele der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte – zu verlieren: Wir brauchen dazu eine klare europäische Position und Aktivitäten und Kooperation mit Kräften in anderen Kontinenten. Ein Vorschlag der Initiative Black&White und der Demokratischen Werkstatt (DWW):

“Netzwerk für eine UN-Sonder-Konferenz:  Fluchtursachen überwinden – Flüchtende schützen!” aufbauen!
Menschen, deren Leben bedroht ist, haben nach der UN-Menschenrechtserklärung ein Menschenrecht auf Asyl in anderen Ländern. Das gilt grenzenlos. Wer die Grenzen schließen will, bricht dieses Menschenrecht; wer dazu Waffen gegen Flüchtende einsetzt, bricht auch das Menschenrecht auf Leben.

Dass Menschen überhaupt fliehen müssen, beweist das Versagen der Staaten, unser aller Versagen. Staaten und die Staatengemeinschaft brechen die Menschenrechte, denn sie haben sich 1948 mit der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verpflichtet, so zusammenzuarbeiten, dass alle Menschen weltweit in Frieden, Gerechtigkeit, mit Gesundheitsversorgung, menschenwürdiger Arbeit, sozialer Sicherheit, Bildung, Wohnen u. a. leben können.

Mehr als 60 Jahre danach werden aber die Lebensbedingungen immer dramatischer: Immer mehr Krieg, Gewalt, Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, soziale Chancenlosigkeit, Hunger und Leid! Alle vier Sekunden wird ein weiterer Mensch zur Flucht gezwungen, 15 in der Minute, 900 in der Stunde und über 20.000 an jedem Tag.

Sollten wir jetzt nicht weltweit intensiv zusammenzuarbeiten zum Schutz der Flüchtlinge, zur Überwindung der Fluchtursachen und zum Aufbau der Weltordnung mit Menschenrechten für alle, die die Staaten 1948 beschlossen haben? Die UN-Menschenrechtserklärung verpflichtet nicht nur die Staaten, sondern auch die Bürger, eine Weltordnung aufzubauen, die allen Menschen weltweit die volle und freie Entwicklung ihrer Persönlichkeit ermöglicht.

Es liegt an uns, vor allem auch in den demokratischen Staaten, uns für diese Rechte zusammenzuschließen, um sie durchzusetzen. Wir können die öffentliche Meinung dafür schaffen, selbst Initiative ergreifen oder unterstützen, die Erarbeitung von politischen Programmen einfordern und selbst voranbringen und Handeln von den Parlamenten und Regierungen verlangen.

Wir sollten die dramatische Lage in den Wahlkreisen, den Staaten, den Parlamenten zur Diskussion stellen. Wir sollten tun, was wir in den einzelnen Ländern tun können und wir sollten gemeinsam eine UN-Sonderkonferenz fordern und weltweit vorbereiten, da einzelne Länder allein die Probleme nicht lösen können. Es wird nur weltweit gemeinsam zu schaffen sein. Die steigende Zahl der Flüchtlinge zeigt dabei nur die großen Zukunftsprobleme auf, vor denen wir alle stehen und die das Überleben der Menschheit überhaupt gefährden. Beseitigung der Fluchtursachen heißt damit auch: Antworten finden auf die entscheidenden Fragen zur Sicherung des Überlebens der Menschheit!

Von der Demokratischen Werkstatt Wanfried (DWW) und der Initiative Black&White e.V. regen wir deshalb an, ein “Netzwerk für eine UN-Sonderkonferenz: Fluchtursachen überwinden – Flüchtende schützen!” zu bilden, sich lokal, überregional und international zu vernetzen, um gemeinsam eine Kampagne in Gang zu bringen. Wir hoffen mit dem Aufruf auf Interesse zu stoßen und wollen das mit Aktiven, Initiativen und auch Prominenten auf den Weg bringen, auch um jetzt einen Gegenpol gegen das Zurückziehen auf nationales Denken zu schaffen.

Wer mitmachen will, melde sich bitte:
demokratischewerkstatt@gmx.de, Telefon: 05655-924981. Wolfgang Lieberknecht, Initiative Black&White e.V. und Demokratische Werkstatt Wanfried

Die Schwerpunkte des “Netzwerkes UN-Sonderkonferenz: Fluchtursachen beseitigen und Flüchtende schützen!” als Konkretisierung des Aufrufs:
Manchem mögen die folgenden Ziele hochtrabend erscheinen, aber sie sind so 1945, 1948 und 1949 bereits in der UN-Charta, der UN-Menschenrechtserklärung von den Staaten beschlossen worden und auch im Grundgesetz verankert, und in den Industriestaaten haben zumindest die meisten Menschen diese Rechte bereits seit Jahrzehnten (die allerdings seit Jahren auch wieder verstärkt abgebaut werden).
Manchem mögen die folgenden Ziele hochtrabend erscheinen (obwohl wir die meisten in unseren Ländern für selbstverständlich ansehen), aber sie sind so 1945, 1948 und 1949 bereits in der UN-Charta, der UN-Menschenrechtserklärung von den Staaten beschlossen worden und auch im Grundgesetz verankert. Um sie in den Herkunftsländern der Flüchtlinge durchsetzen zu können, setzt das Veränderungen dort, aber auch in den Industrieländern voraus.
Aufgabe 1: Frieden: Menschen fliehen vor allem vor Krieg und Gewalt in und zwischen Staaten
Wir wollen beitragen zur Durchsetzung des Menschenrechts auf Frieden durch
– die Lösung der aktuellen und künftigen Konflikte mit ausschließlich friedlichen Mitteln; – die gemeinsame Verbannung von Krieg und Gewalt; – eine Außenpolitik im Sinne der UN-Menschenrechtserklärung; – den Aufbau gemeinsamer globaler Institutionen zur Sicherung des Friedens; – Abrüstung, Rüstungskonversion, Umwidmung der Haushaltsmittel für Rüstung für bessere Lebensbedingungen; – Förderung des gleichberechtigten Zusammenlebens von Menschen aller Religionen, Ethnien, Nationen, Männer und Frauen
Aufgabe 2: Arbeit: Menschen fliehen vor sozialer Perspektivlosigkeit und wegen der Spaltung der Welt in Arm und Reich
Wir wollen beitragen zur Durchsetzung des Menschenrechts auf Arbeit durch
– menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Löhne, von denen die Arbeitenden menschenwürdig leben können; – Schutz bei Arbeitslosigkeit

Aufgabe 3: Soziale Sicherheit und Gerechtigkeit: Menschen fliehen vor extremer Armut, Hunger, fehlender Gesundheitsversorgung und Bildung
Wir wollen beitragen zur Durchsetzung des Menschenrechts auf – Ernährungssicherheit; – Bildung und Ausbildung; – Gesundheitsversorgung – soziale Sicherheit; – Schutz der Mütter und Kinder; – Schutz im Alter, –  Gerechtigkeit in den Gesellschaften und global.
Aufgabe 4: Demokratisierung: Menschen fliehen vor Diktaturen, Folter, Menschenrechtsverletzungen, menschenfeindlichen Kulturen, fehlenden Möglichkeiten, sich demokratisch zu beteiligen, vor willkürlichen Verhaftungen und Hinrichtungen
W
ir wollen beitragen – zur Durchsetzung der politischen Menschenrechte in den Staaten, – zum Aufbau globaler Strukturen der Zivilgesellschaft und auf politischer Ebene, die die Durchsetzung durch internationale Maßnahmen fördern.
Aufgabe 5: Nachhaltigkeit: Immer mehr Menschen fliehen aus Gebieten, in denen die natürlichen Grundlagen zerstört sind, v. a. durch den Klimawandel
Wie tragen dazu bei – die Übernutzung der Natur zu beenden, – umweltschonende Maßnahmen zu fördern, – die Umweltzerstörer nach dem Verursacherprinzip haftbar zu machen, – die Opfer der Naturzerstörungen zu entschädigen, – ein Leitbild für das Leben zu fördern, das die Grenzen der Belastung des Erdballs respektiert und die Umweltnutzungsinteressen der Menschen in anderen Regionen und der zukünftigen Generationen gewährleistet.
 Aufgabe 6: Asyl: Wir treten für die Gewährung des Menschenrechts auf Asyl ein,
– dadurch dass Asylsuchende faire Asylverfahren bekommen, – dass sie menschenwürdig leben können, – dass in ihre Bildung und Ausbildung investiert wird, damit sie, – ihren Lebensunterhalt verdienen können, – zum Aufbau ihrer Heimatländer beitragen können – als Vermittler zwischen den Kulturen und Religionen zum Aufbau einer gemeinsamen Weltordnung im Sinne der UN-Menschenrechtserklärung dienen können    – Wir treten dafür ein, dass Flüchtlingen sichere Wege in Gebiete ermöglicht werden, in denen ihr Leben nicht mehr bedroht ist.

Der US-Blog Counterpunch mit weltweiter Leserschaft hat den Aufruf veröffentlicht:
http://www.counterpunch.org/2016/02/12/fighting-and-protecting-refugees/

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

1 Kommentar zu „Fluchtursachen beseitigen?! Flüchtende schützen?! Das schaffen wir weltweit nur gemeinsam: Brauchen wir nicht eine UN-Sonderkonferenz zur weltweiten Zusammenarbeit für diese Ziele? Ein Vorschlag!“

  1. sehr gute Initiativen relevanter Bedeutung, die die einsatzvolle Mitwirkung aller Menschen jeder Gesellschaft der Welt braucht.
    „wer sich eine Veränderung für die Welt wünscht, der soll selber zuerst das Beispiel geben “
    Es lebe diese Initiative!!

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