So werden Kriege vorbereitet: Die zweite Supermacht ist die öffentliche Meinung! Dr. Daniele Ganser: „Medienkompetenz – Wie funktioniert Kriegspropaganda?“

Die Masche, die immer wieder verwendet wird, hat der nationalsozialistischen Minister Göring erklärt:

Hermann Göring: Natürlich will das Volk keinen Krieg, ABER …

Dieser Text dient nicht der Verherrlichung des zitierten Faschisten, sondern vielmehr der Warnung. Nicht nur soll deutlich werden, wie berechnend die nationalsozialistischen Verbrecher damals handelten – sondern es sollen auch erschreckende Parallelen zu unserer Zeit aufgezeigt werden.

Wenn man über diese Worte nachdenkt, ist es offensichtlich. Sie klingen wie der Masterplan für die Politik der westlichen Regierungen: Angst schaffen in der eigenen Bevölkerung mit einer ständigen Bedrohung von außen, um die Rechte im inneren immer weiter zu beschneiden. Die Demokratie soll verteidigt werden, indem man sie abschafft. Das Ziel: Krieg.

 

„Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, daß er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Rußland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar.

Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. (…)

Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

 

(Hermann Göring, 18. April 1946, Nürnberg, abends in seiner Zelle, „achselzuckend“)

(vgl. G.M. Gilbert, „Nürnberger Tagebuch“, Fischer Frankfurt a. M., 1962, S. 270)

(Gilbert war ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen Hauptkriegsverbrecher)

Hermann Göring: Natürlich will das Volk keinen Krieg, ABER …

.

W. Blum – Zerstörung der Hoffnung (US-Außenpolitik) (SB)

William Blum, Zerstörung der Hoffnung, Bewaffnete Interventionen der USA und des CIA seit dem 2. Weltkrieg
http://www.schattenblick.de/infopool/buch/sachbuch/busar510.html

Schurkenstaat (Buch)

Schurkenstaat (engl. Titel: Rogue State: A Guide to the World’s Only Superpower) ist ein politisches Sachbuch von William Blum. Es erschien erstmals im Jahr 2000. Blum beschreibt und kritisiert darin kaum bekannte Aspekte der Außenpolitik der Vereinigten Staaten in der Zeitspanne vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Kurzzeitig weltbekannt wurde das Buch, als Osama bin Laden es 2006 in einer seiner Videobotschaften zur Lektüre empfahl.

Der Titel spielt auf das von verschiedenen US-Regierungen verwendete politische Schlagwort vom Schurkenstaat an, mit dem gewöhnlich andere Nationen bezeichnet werden. Nach Blums Meinung stellen die USA jedoch selbst einen Schurkenstaat dar, was er durch umfangreiche Analysen von weniger bekannten Aspekten der US-Politik zu belegen versucht. Seine Kritik richtet sich unter anderem gegen die Einflussnahme der USA auf die Innenpolitik anderer Länder mittelsverdeckter Operationen der CIA und des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten. Seiner Meinung nach ist der gegen die USA gerichtete Terrorismus und die Feindseligkeit in Teilen der arabischen Welt die Folge (im Sinne eines Blowback) einer jahrzehntelangen verfehlten Politik. Diese zeichne sich durch rücksichtslose Ausübung von Gewalt aus und sei in der Vergangenheit häufig ohne demokratische Kontrolle und ohne Wissen der Öffentlichkeit praktiziert worden.

Das erste Kapitel der englischen Ausgabe des Buchs trägt den Titel: „Warum hacken Terroristen immer wieder auf den Vereinigten Staaten herum?“. Die Titel der folgenden Kapitel: „Das Geschenk Amerikas an die Welt; die Freundschaft mit afghanischen Terroristen“, „Die Vereinigten Staaten gegen die Welt unter Vorsitz der Vereinten Nationen“ und „Wie die CIA Nelson Mandela 28 Jahre lang ins Gefängnis schickte“.

 

 

Kritiken[Bearbeiten]

Schurkenstaat ist eine Anklageschrift, die an einen Pflasterstein gebunden und auf die Männer in Washington geworfen werden sollte. (Rogue State is a book of charges to be tied to a paving stone and thrown at the men in Washington) – The Independent on Sunday

William Blum, ehemaliger Mitarbeiter des US-Außenministeriums, verschafft uns einen beängstigenden Denkanstoß – dass es zwar keine Rechtfertigung für den 11. September gab, dass es aber sehr wohl Gründe dafür gegeben haben könnte. (William Blum, once of the US State Department, gives a chilling reminder that while there may be no justification for 11 September, there may be reasons.) – Mavis Cheek, The Observer, Books of the Year 2001

Erwähnung durch Bin Laden[Bearbeiten]

Das Buch wurde bei einer Video-Ansprache von Osama bin Laden erwähnt, die am 19. Januar 2006 durch eine Ausstrahlung von Al-Dschasira bekannt wurde. Bin Laden sagte bei diesem Anlass: „Es ist nützlich für euch, das Buch Der Schurkenstaat zu lesen.“ Die Verkaufszahlen stiegen sofort erheblich an.

Als man den Autor fragte, ob er erstaunt über Bin Ladens Lob für das Buch sei, antwortete Blum: „Ich war froh. Ich wusste, dass es das Buch verkaufen würde, und mir war es egal von wem das Lob kommt. Wenn er genau wie ich einige bestimmte Punkte der US-Außenpolitik nicht mag, dann unterstütze ich jede positive Hervorhebung des Buches durch ihn. Ich finde es gut, dass er diese Ansichten teilt und ich bin nicht negativ davon berührt.“

Vor Bin Ladens Äußerung war das Buch auf Platz 209.000 auf der Amazon-Verkaufsliste. Am darauffolgenden Tag belegte es Platz 26.

Bin Laden zitierte eine Aussage Blums wörtlich, die allerdings aus seinem Buch Freeing the World to Death: Essays on the American Empire von 2004 stammt:

„Wenn ich Präsident wäre, könnte ich Terrorangriffe auf die Vereinigten Staaten innerhalb weniger Tage für immer unterbinden. Zuerst würde ich mich – öffentlich und sehr ernsthaft – bei all den Witwen und Waisen, bei den Verarmten und den Gefolterten und bei den vielen weiteren Millionen Opfern des amerikanischen Imperialismus entschuldigen. Anschließend würde ich in jedem Winkel der Welt verkünden, dass die Zeit der amerikanischen Militärinterventionen für immer beendet ist.“ (im Original: If I were president, I could stop terrorist attacks against the United States in a few days. Permanently. I would first apologize – very publicly and sincerely – to all the widows and orphans, the impoverished and the tortured, and the many millions of other victims of American imperialism. Then I would announce to every corner of the world that America’s global military interventions have come to an end.)

Deutsche Übersetzung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Peter Dale Scott
  • Achse des Bösen
  • William Blum

    William Blum (* 1933) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Kritiker der Außenpolitik der USA. Er war früher beim State Department beschäftigt, das er 1967 wegen seiner Opposition zum Vietnamkrieg verließ.

    William Blum (2007)

    Leben[Bearbeiten]

    Blum, Sohn polnischer Immigranten, machte zunächst eine Ausbildung zum Buchhalter und wurde Mitte der 1960er Jahre Angestellter beim State Department. Zunächst überzeugter Antikommunist, desillusionierte ihn nach eigenen Angaben die US-Politik gegenüber Vietnam und Blum wurde einer der Begründer der Untergrundzeitung Washington Free Press, die in den 1960er und 70er Jahren kritisch über den Vietnamkrieg berichtete. Er hat ausführlich zu Geheimoperationen und Morden der CIA geforscht und publiziert. Sein Hauptwerk, Rogue State: A Guide to the World’s Only Superpower, erschienen zunächst 2000, dann 2002 erneut, fand die Würdigung zahlreicher Kritiker der US-Außenpolitik. Blum war mit einer Deutschen verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt in Washington D. C.

    Schriften[Bearbeiten]

    • Killing Hope: US Military and CIA Interventions Since World War II – Updated, Common Courage Press 2003, ISBN 978-1567512526
      • deutsch: Killing Hope. Zerstörung der Hoffnung – Globale Operationen der CIA seit dem 2. Weltkrieg (mit einem Vorwort von Ignacio Ramonet), Zambon Verlag, Frankfurt 2014, ISBN 978-3889751416
    • Rogue State: A Guide to the World’s Only Superpower, Updated Edition, London: Zed Books 2002
    • West-Bloc Dissident: A Cold War Memoir, New York, Soft Skull Press 2002

    Weblinks[Bearbeiten]

    http://zambon-verlag.de/book.html?bookid=81

    Zerstörung der Hoffnung (Killing Hope)

    von William Blum | |

    Glo­ba­le Ope­ra­tio­nen der CIA seit dem 2. Welt­krieg

    2. ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge mit Vor­wort von I. Ra­mo­net Blums Klas­si­ker jetzt ak­tua­li­siert. Die Ope­ra­tio­nen der CIA wer­den Land für Land dar­ge­stellt und in ihrem his­to­ri­schen Kon­text ana­ly­siert. Blum be­legt seine Aus­füh­run­gen mit um­fang­rei­chen Quel­len­an­ga­ben. Ein span­nen­des und er­schüt­tern­des Do­ku­ment über die Au­ßen­po­li­tik der US- Ad­mi­nis­tra­ti­on seit dem 2. Welt­krieg. Blum räumt mit fal­schen Vor­stel­lun­gen über die heh­ren Ziele der USA auf. Er ent­larvt das Lü­gen­ge­bäu­de der In­ter­ven­ti­ons­grün­de im Sinne der „De­mo­kra­tie“. Alles nur Vor­wän­de zur Er­hal­tung he­ge­mo­nia­ler Macht. 

 

Advertisements

Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s