Das Ponsonby-Morelli-Modell, das die Prinzipien der Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg darstellt, wird gegen uns immer noch angewandt, Studie belegt es in der Berichterstattung der Neuen Züricher Zeitung, sie ist führend bei der Darstellung internationaler Themen am Finanzplatz Schweiz. Die NZZ verbreitet in ihren Berichten überwiegend Propaganda der Konfliktpartei USA/NATO: Die heutige Kriegspropaganda umfasst die folgenden zehn Prinzipien: Wir wollen keinen Krieg! Das feindliche Lager trägt die alleinige Schuld am Krieg! Der Feind (Milosevic, Putin, Assad, Saddam, Gadaffi, Taliban….) hat dämonische Züge! Wir kämpfen für eine gute Sache und nicht für eigennützige Ziele! Der Feind begeht mit Absicht Grausamkeiten; bei uns ist es Versehen! Der Feind verwendet unerlaubte Waffen! Unsere Verluste sind gering, die des Gegners aber enorm! Unsere Sache wird von Künstlern und Intellektuellen unterstützt! Unsere Mission ist heilig! Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter!

 

https://swisspropaganda.wordpress.com/die-nzz-studie/

Die NZZ-Studie

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) ist die führende Schweizer Tageszeitung für internationale Themen. Doch wie objektiv und kritisch berichtet die NZZ über geopolitische Konflikte? Um dies zu überprüfen, wurden während je eines Monats alle NZZ-Berichte zur Ukraine-Krise  und zum Syrienkrieg analysiert und anhand des Modells von Professor Anne Morelli auf Muster von Kriegspropaganda hin ausgewertet.

Die Resultate sind eindeutig: Die NZZ verbreitet in ihren Berichten überwiegend Propaganda der Konfliktpartei USA/NATO. Gastkommentare und Meinungsbeiträge geben nahezu durchgehend die Sicht dieser Konfliktpartei wieder, während Propaganda ausschließlich auf der Gegenseite verortet wird. Die verwendeten Drittquellen sind unausgewogen und teilweise nicht überprüfbar. Insgesamt muss von einer einseitigen, selektiv-unkritischen und wenig objektiven Berichterstattung durch die NZZ gesprochen werden. Verschiedene Erklärungsversuche für diesen Befund werden diskutiert.

[Hinweis an Betreiber anderer Internetseiten: Bei Interesse an der Studie bitte auf diese Seite verlinken. Die obige Zusammenfassung kann als Einleitung übernommen werden.]


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Qualität der geopolitischen Berichterstattung in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)

Eine Studie von Swiss Propaganda

Februar 2016

Inhalt

  1. Das Ponsonby-Morelli-Modell für Kriegspropaganda
  2. Untersuchungsmethode
  3. Resultate
  4. Erklärungsversuche
  5. Schlussfolgerungen
  6. Anmerkungen und Literatur

 

1. Das Ponsonby-Morelli-Modell für Kriegspropaganda

Lord Arthur Ponsonby (1871-1946) war britischer Diplomat, Politiker und Friedensaktivist. Er veröffentlichte 1928 das Buch Falsehood in War-Time, in welchem er auf rund 200 Seiten die britische, französische, deutsche, italienische und amerikanische Propaganda aus dem Ersten Weltkrieg dokumentierte und nach Themen und Techniken sortierte. Ponsonbys Buch gilt bis heute als Klassiker der Literatur zu Kriegspropaganda (Ponsonby 1928).

2001 griff Anne Morellli, Professorin für Historische Quellenkritik an der Freien Universität Brüssel, Ponsonbys Schrift erneut auf und destillierte daraus die Prinzipien der Kriegspropaganda. Ihr gleichnamiges Buch erschien 2004 in erster und 2014 in zweiter Auflage auf deutsch. Morelli zeigt darin auf, dass die Kriegspropaganda-Techniken, die Ponsonby 1928 im Rückblick auf den Ersten Weltkrieg identifizierte, nichts von ihrer Gültigkeit und Aktualität eingebüßt haben, sondern auch bei späteren heißen wie kalten Kriegen im 20. und jungen 21. Jahrhundert von allen Konfliktparteien rege benutzt wurden (Morelli 2004).

Das Ponsonby-Morelli-Modell umfasst die folgenden zehn Prinzipien der Kriegspropaganda:

  1. Wir wollen keinen Krieg
  2. Das feindliche Lager trägt die alleinige Schuld am Krieg
  3. Der Feind hat dämonische Züge
  4. Wir kämpfen für eine gute Sache und nicht für eigennützige Ziele
  5. Der Feind begeht mit Absicht Grausamkeiten; bei uns ist es Versehen
  6. Der Feind verwendet unerlaubte Waffen
  7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners aber enorm
  8. Unsere Sache wird von Künstlern und Intellektuellen unterstützt
  9. Unsere Mission ist heilig
  10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter

Mit Blick auf die geopolitischen Krisen und Kriege der letzten Jahrzehnte ist leicht zu erkennen, dass die meisten dieser Prinzipien, in jeweils unterschiedlicher Ausgestaltung und Betonung, im Rahmen von Propaganda verwendet wurden – und zwar oftmals von allen Konfliktparteien gleichzeitig.

Eine Besonderheit des Ponsonby-Morelli-Modells liegt darin, dass nicht von vornherein zwischen Wahrheit und Lüge unterschieden werden muss. Ob eine Behauptung richtig oder falsch ist, lässt sich oft erst im Nachhinein feststellen; mitunter erst Jahrzehnte später im Rahmen von geschichtlicher Forschung. Für den unmittelbaren Effekt der Kriegspropaganda ist der Wahrheitsgehalt einer Behauptung jedoch grundsätzlich unerheblich. Aus historischer Sicht ist freilich ein Großteil vergangener Kriegspropaganda aller Konfliktparteien in gewissem Grade übertrieben, unvollständig oder schlicht falsch gewesen.

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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