Gute Geschäfte mit Saudi-Arabien – einem Staat, der alle anderen Religionen außer der wahabitischen verfolgt und die radikalste Version des Islamismus weltweit verbreitet und den ideologischen Boden für Al Kaida uns IS gelegt hat! Warum gilt den westlichen Staaten Religionsfreiheit und Demokratie weniger als Gewinne und Handel? Katholischer Bischof übt deutliche Kritik!

«Kirche in Not» und Bischof Gmür prangern Christenverfolgung in Saudi-Arabien an

saudiarabien

Hinrichtungen durch Enthauptungen, Auspeitschungen – und trotzdem erklären die westlichen Staaten: Saudi-Arabien ist unser strategischer Partner!

So sieht das Auswärtige Amt die Beziehungen: http://www.auswaertiges-amt.de/sid_631B6DE80A98625BE019945D75CB5C11/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/SaudiArabien/Bilateral_node.html

Zürich, 19.2.16 (kath.ch) Christen werden weltweit immer stärker bedrängt. Das hält das Hilfswerk «Kirche in Not» in der neuen Ausgabe der Dokumentation «Christen in grosser Bedrängnis» fest. Eines der 16 Brennpunktländer ist Saudi-Arabien. Der Bischof von Basel, Felix Gmür, bedauerte gegenüber der Schweizer Illustrierten von Freitag, 19. Februar, dass die Schweiz mit dem Land ohne Rücksicht auf die Christenverfolgung Handel treibt.

Die Verfolgung von Christen in muslimischen Ländern mache ihm grosse Sorgen, sagte der Bischof gegenüber der Illustrierten. Es sei zudem schlimm, dass die Schweiz mit diesen Ländern Geschäfte mache, «wie wenn nichts wäre». Schweizer Wirtschaftsführer und Bundesräte sollten dieses Problem viel stärker ansprechen.

Angesprochen auf den Besuch von Bundesrat Didier Burkhalter vom 14. Februar in Saudi-Arabien, erklärte der Bischof: «Dabei ist Saudi-Arabien ein Staat, wie wir ihn nicht wollen. Dort dürfen Christen kein Kreuz tragen, keine Gottesdienste feiern. Es gibt keine Religionsfreiheit.» Dieses Unrecht müsste die Schweizer Regierung auf diplomatischer Ebene angehen. Saudi-Arabien nehme zudem keine Flüchtlinge auf, «schon gar keine Christen», obwohl das Land genug Platz und Geld habe.

Laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sprachen Didier Burkhalter und der Saudische Aussenminister Adel al-Dschubair über den Ausbau der Zusammenarbeit bei Menschenrechten, wie das Internetportal watson.ch berichtet. 2014 exportierte die Schweiz gemäss dem Internetportal Güter im Wert von 4,6 Milliarden Franken nach Saudi-Arabien.

Das Schweizer Waffenausfuhrgesetz verbietet Exporte in Krieg führende Länder. Die Schweiz darf heute keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien verkaufen. Als die saudische Armee 2011 die Proteste der schiitischen Bevölkerungsmehrheit im Nachbarland Bahrain niederschlug, kamen Piranha-Radpanzer des Kreuzlinger Unternehmens Mowag zum Einsatz. Saudi-Arabien hatte zu Beginn der 1990er Jahre 1000 Stück beschafft, die meisten bei einem Lizenzhersteller in Kanada.

Im vergangenen November landete ein Transportflugzeug der saudischen Luftwaffe auf dem Flughafen Zürich, um Flab-Munition abzuholen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), das Kriegsmaterialexporte prüft, begründete gegenüber dem Winterthurer «Landboten» die Lieferung mit der Einhaltung laufender Verträge. – Im Weltverfolgungsindex 2016 des christlichen Hilfswerks Open Doors liegt Saudi-Arabien auf Rang 14.

Dramatische Zunahme

Von Ägypten bis Vietnam nimmt die seit 2008 zum vierten Mal herausgegebene Dokumentation «Christen in grosser Bedrängnisvon Kirche in Not 16 Brennpunktländer ins Visier. Sie wurde am Freitag in München vorgestellt. In den vergangenen zwei bis drei Jahren, so das Fazit von Autor Berthold Pelster, habe das Ausmass an Unterdrückung, Gewalt und Verfolgung gegen Religionsgemeinschaften «noch einmal dramatisch zugenommen und ein selten zuvor gesehenes Niveau erreicht».

Der Autor der Studie beklagt, dass sich «das ideologische Gift des islamistischen Extremismus immer weiter ausbreitet*. Und er deutet an, dass es möglicherweise schwerer werde, diese Idee wieder aus der Welt zu schaffen, «selbst wenn die IS-Kämpfer besiegt werden». Der Islam brauche eine Kulturrevolution, «vor allem im Nahen Osten», ist der Menschenrechtsexperte überzeugt.

Augenzwinkern nach China

Auch in China, mit dem die Schweiz 2014 als erstes europäisches Land trotz Bedenken von Menschenrechtsorganisationen ein Freihandelsabkommen abschloss, habe sich die Religionsfreiheit gemäss Kirche in Not seit 2014 «deutlich verschlechtert». Kirchen und andere religiöse Gebäude würden abgerissen, Kreuze von Dächern entfernt. Betroffen seien staatlich registrierte wie nicht registrierte christliche Gemeinschaften, aber auch buddhistische, daoistische und volksreligiöse Gebetsstätten und Tempel.

Trotzdem zeigt sich «Kirche in Not» optimistisch, was das «Reich der Mitte» angeht. Ohne mit exakten Zahlen aufwarten zu können, geht es von einer wachsenden Attraktivität des Christentums bei den Chinesen aus. Bald werde es dort mehr Christen als Mitglieder der Kommunistischen Partei geben, prognostiziert das Hilfswerk. Das wären dann immerhin mehr als 78 Millionen Getaufte. (kna/gs)

Geschützt: “Kirche in Not” und Bischof Gmür prangern Christenverfolgung in Saudi-Arabien an

zum Hintergund: http://biopilz.bplaced.net/galtung.htm

Interview mit dem norwegischen Friedensforscher und Träger des alternativen Nobelpreises, Johan Galtung:

„Wenn 19 Araber, 15 von ihnen aus Saudi-Arabien, am 11. September das World Trade Center und das Pentagon in den USA angreifen, dann könnte es sein, daß das etwas
mit Saudi-Arabien und diesen Gebäuden zu tun hat.(..)

Nein, der Wahhabismus. Er ist die Staatsreligion in
Saudi-Arabien, sehr fundamentalistisch und dem Puritanismus auf
amerikanischer Seite sehr ähnlich. Das hat mit Tiefenkultur zu tun. Aber
das eigentliche Problem ist der Vertrag zwischen den USA und Saudi-
Arabien von 1945. Er ist den meisten unbekannt. Dort steht, daß die USA
Zugang zu den Ölquellen haben, im Gegenzug garantieren sie der
Herrscherfamilie den Schutz gegen Opposition. Denn die al-Sauds wußten:
Was wir jetzt mit dem schwarzen Gold tun, ist mit dem Wahhabismus nicht
vereinbar. Sie haben die Bevölkerung bestochen, und es hat funktioniert.
Bis zum 11. September. Niemand in den USA hat verstanden, daß es eine
grausame Beleidigung für den Glauben dieser Leute war. Denn der
Wahhabismus ist asketisch, geistig, nichtmaterialistisch: Geld zerstört die
Verbindung zu Allah. Die Wahhabiten verbieten jegliche Ausschmückung
der Moscheen. Und nun kam im Kielwasser des Öls all dieses Geld. Jetzt
hat das Königshaus ein großes Problem: Ist es auf der Seite der
Amerikaner oder des Wahhabismus? Um zu überleben, ist es plötzlich
ganz wichtig geworden zu zeigen, daß sie gute Wahhabiten sind. Sie
sagten den USA kurz nach dem 11. September: Raus. Die Amerikaner
waren empört und überrascht. Und versuchten den Medien weiszumachen,
daß es nicht wahr war. Es war aber wahr. Meine These ist also: Der Irak
ist ein Ersatzland für Öl und Militärbasen.

Weltwoche: Er kann aber vom Ölvolumen her nie Saudi-Arabien ersetzen.

Johan Galtung: Doch. Die Ölvorräte in Saudi-Arabien scheinen zur Neige zu
gehen.

Weltwoche: Die Argumentation der USA, Saddam Hussein halte
Massenvernichtungsmittel bereit, sei eine Gefahr für den Weltfrieden…

Johan Galtung: … ist falsch. Sie haben etwas gehabt, aber das ist alles
zerstört. Die USA haben den Irak ja selber mit „kritischem Uran“
bombardiert, und das ist Massenvernichtung. Es geht um das, was die
Psychologen „Projektion“ nennen.

Weltwoche: Projektion?

Johan Galtung: Das Problem sind nicht die Massenvernichtungswaffen. Die
USA haben eine Liste von Grundsätzen. Die ist lang und nicht öffentlich.
Man muß zum Beispiel wissen, was JCS 570/2 ist.

Weltwoche: Was ist das?

Johan Galtung: Ja, sehen Sie. Das ist die strategische Bibel der USA von
1944. Sie skizziert die Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg, und alles,
was dort steht, haben sie umgesetzt.

Weltwoche: Wollen Sie damit sagen, daß sich an der Zielsetzung der
amerikanischen Außenpolitik seit sechzig Jahren nichts geändert hat?

Johan Galtung: Überhaupt nichts. Alles nur eine Frage von Gelegenheit
und Möglichkeit. Die geopolitische Doktrin der USA seit Anfang des
Jahrhunderts lautet: Wer Osteuropa beherrscht, beherrscht Zentralasien,
wer Zentralasien beherrscht, beherrscht Eurasien. Und wer Eurasien
beherrscht, beherrscht die Welt. Die Welt beherrschen bedeutet zweierlei:
den Welthandel kontrollieren und militärisch dominieren. Dafür standen
das World Trade Center und das Pentagon. Die amerikanische These,
die Anschläge hätten sich gegen die westliche Zivilisation gerichtet, ist
nicht stichhaltig. Es ging ganz konkret gegen die ökonomische und die
militärische Dominanz Amerikas.

Weltwoche: Also kein Kampf der Kulturen?

Johan Galtung: Die Amerikaner sind überzeugt, sie seien von Gott
auserwählt und die USA seien ein gelobtes Land. Gegen dieses gelobte Land
Gewalt auszuüben, ist ein Verbrechen gegen Gott. Bisher haben dies nur
zwei Mächte gewagt: die Japaner und die Terroristen. Bei Japan endete es
mit zwei  Atombomben, deshalb ist es wahrscheinlich, daß es auch diesmal
mit  Atombomben enden wird. Mit göttlichen Waffen.“

 

So sieht das Auswärtige Amt die Beziehungen: http://www.auswaertiges-amt.de/sid_631B6DE80A98625BE019945D75CB5C11/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/SaudiArabien/Bilateral_node.html

Wirtschaftsbeziehungen

Saudi-Arabien war dank der hohen Öleinnahmen in der Lage, deutsche Produkte und Dienstleistungen in nennenswertem Umfang einzuführen, und tat dies auch mit steigender Tendenz. 2014 betrug das bilaterale Handelsvolumen ca. 10 Mrd. Euro, etwa soviel wie im Vorjahreszeitraum. Aufgrund des seit Ende 2014 stark gefallenen Ölpreises zeichnet sich für das Jahr 2015 ein leichter Rückgang des bilateralen Handelsvolumen bei gleichzeitiger Vergrößerung des deutschen Handelsbilanzüberschusses ab.

Trotz des gesunkenen Ölpreises fällt der Staatshaushalt für 2015 um 0,6 Prozent höher aus als der Haushalt für 2014. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin mit hohen staatlichen Investitionen in Infrastruktur, Energie- und Wasserversorgung, Bildung und Gesundheit zu rechnen. Saudi-Arabien wird daher für deutsche Unternehmen ein interessanter Markt bleiben. Das Land bietet über die staatliche Investitionsagentur SAGIA und über die Organisation zur Ansiedlung von produzierendem Gewerbe MODON verschiedene Anreize für ausländische Firmen, im Land zu investieren und hier Arbeitsplätze zu schaffen. Auch in ausländischen Firmen und Joint Ventures wird eine bestimmte Quote der Beschäftigung saudischer Staatsangehöriger gefordert.

 

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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