Prof. Mead: Die Jungen müssen eine neue Welt erschaffen! Die herrschenden Kräfte sind voller Angst und wissen nicht mehr weiter! Nutzen wir unsere demokratischen Rechte und errichten wir überall im Land Demokratische Werkstätten! Mit eigener Fantasie gleichberechtigt in der Gegenwart die Möglichkeiten (Potentiale) für die Zukunft finden und zur Gestaltung einer friedlichen, gerechten Welt mit menschenwürdigem Leben für alle nutzen!

 

Wir schlagen vor: In Schulen und Universitäten, in Betrieben und Jugendzentren, Kirchen, Moscheen, Bürgerhäuser und allen Einrichtungen der Zivilgesellschaft  Demokratische Werkstätten zur Neugestaltung errichten und gemeinsam erarbeiten, wir es gehen kann.

Denn entweder, wir lernen die Weichen umzustellen, oder die Welt dürfte an die Wand fahren! Hier die Warnung von Prof. Russell Mead:

Walter Russell Mead - Chatham House 2012.jpgWalter Russell Mead (born June 12, 1952) is an American academic. He is the James Clarke Chace Professor of Foreign Affairs and Humanities at Bard College and previously taught American foreign policy at Yale University. He is also the Editor-at-Large of The American Interest magazine and a non-resident Distinguished Scholar at the Hudson Institute.

Prof. Russell Mead: „Es ist klar, dass die EU, das transatlantische Verhältnis, der Nahe Osten aus den Fugen sind und niemand weiß, was dagegen zu tun ist. Das System, von dem die Menschen angenommen haben, es sei die Antwort auf alle politischen und sozialen Fragen, liegt in Trümmern. Es gibt ein Ausmaß an Angst, das wir zuvor noch nicht gesehen haben. Furchtbare Dinge geschehen, wenn ein Weltsystem auseinanderbricht. Wenn wir nicht bessere Wege finden, mit der gegenwärtigen Situation umzugehen, könnten wir auf eine deutlich finsterere Zukunft zusteuern.  Die Jungen müssen eine Antwort darauf finden. Ich denke, dass die neue Generation von Europäern, Amerikanern und anderen großartig sein muss. Und zwar viel mehr, als es die Generation vor ihnen sein musste. Denn sie müssen eine neue Welt erschaffen.“

Quelle: http://derstandard.at/2000031147106/Walter-R-Mead-Die-Jungen-muessen-eine-neue-Welt-erschaffen

Robert Jungk

Ein Modell für die Arbeit dieser demokratischen Werkstätten    kann Robert Jungks Methode der Zukunftswerkstätten sein:

Zukunftswerkstatt:

Kurze Beschreibung der Methode

Die Zukunftswerkstatt ist eine von Robert Jungk entwickelte Methode, in der alle Akteure Experten sind. Das Expertenwissen kann vorhandenes Wissen, soll aber vor allem auch die Fantasie jedes Akteurs umgreifen. Zukunftswerkstätten finden in Gruppen statt, denen eine Moderatorin oder ein Moderator zur Seite gestellt wird. Ziel ist es, Lösungen für gemeinsam festgelegte Probleme oder Herausforderungen zu finden. Dazu werden drei Phasen durchlaufen: Kritikphase, Fantasiephase und Verwirklichungsphase. Ergänzt werden diese oft durch eine vorgeschaltete Vorbereitungs- und eine nachgeschaltete Erprobungsphase.

Primäre und sekundäre Quellen

2.1 Primäre Quellen Jungk, R./Müllert, N.: Zukunftswerkstätten. Mit Phantasie gegen Routine und Resignation, München 1989. Kommentar: Standardwerk für die Arbeit mit Zukunftswerkstätten. Einführung ins Konzept, konkrete Hilfestellungen zur Umsetzung und Beispiele/Erfahrungsberichte. 2.2 Sekundäre Quellen Kuhnt, B./Müllert, N.: Moderationsfibel Zukunftswerkstätten, Münster 1996. Kommentar: Praxisbuch mit vielen Hinweisen zur Gestaltung der einzelnen Phasen. Burow, O./ Neumann-Schönwetter, M. (Hg.): Zukunftswerkstatt in Schule und Unterricht, Hamburg 1997. Kommentar: Schönes Buch zum Einstieg. Theoretische Einführungen verschiedener AutorInnen werden mit anschaulichen Praxisbeispielen verknüpft. Das Buch macht Lust auf die eigene Umsetzung der Methode. Links: Unter dem Stichwort „Zukunftswerkstatt“ findet man in Suchmaschinen sehr viele Treffer auf praktisch durchgeführte Werkstätten. Wir empfehlen auch folgende Seiten: http://www.netzwerk.nrw.de Auslobung des Robert Jungk Preis 2005: Den demografischen Wandel gestalten – Chancen für Gesellschaft und Ökonomie. Bewerben können sich Projekte und Initiativen aus NRW, die Möglichkeiten und Wege aufzeigen, den Herausforderungen des Wandels zu begegnen und zivilgesellschaftlich zu gestalten. Hier auch Links zu den GewinnerInnen früherer Auslobungen des Preises.

Weiter: http://methodenpool.uni-koeln.de/download/zukunftswerkstatt.pdf

Info Methode Zukunftswerkstatt

Ziele der Arbeit in Zukunftswerkstätten
Zukunftswerkstatt: mögliche Ziele

Kurzvorstellung der Methode Zukunftswerkstatt

 

Robert Jungk

 

Norbert Müllert und andere entwickelten die Methode aus der Arbeit mit Bürgerinitiativen, um Beteiligungsmöglichkeiten von Bürgern an gesellschaftlichen Prozessen zu vergrößern. Jungk wendete sich damit gegen Planungszentralismus.

Grundgedanke: Betroffene sind Expertinnen für das Problem, an ihren Erfahrungen und Bedürfnissen setzt unsere Moderationsarbeit an.
Menschen nehmen die Regelung ihrer Arbeits- und Lebensverhältnisse selbst in die Hand.

Was gehört in die Einführungsphase?
Einführungsphase der Zukunftswerkstatt

Methode

 

In den 3 Phasen der Zukunftswerkstatt (Kritik – Utopie – Umsetzung) entzerren wir das „normale“ Vorgehen beim Lösen von Problemen. In den üblichen Problemlösungs-verfahren denkt der „Innere Zensor“ immer mit. „Das geht sowieso nicht!“, „Bleib realistisch!“, Orientiere dich am Machbaren!“ sind die Sätze, mit denen wir uns innerlich konfrontieren. Dies führt dazu, dass manche guten Ideen nicht geboren werden.

Kritikphase einer Zukunftswerkstatt
Das Vorgehen in der Kritikphase

Zukunftswerkstatt arbeitet in 3 Phasen:

 

1.  Kritikphase

 

Aus Sicht aller Beteiligten werden Schwierigkeiten und Probleme benannt und Zusammenhänge gesichtet, ggf. die eigenen Verwicklungen sichtbar gemacht. Dies führt machmal zu kathartischen Effekten. Bei Bedarf erweitern wir diese Phase zur Bestandsaufnahme: Was soll anders werden? Und was ist gut und erhaltenswert?

 

Ziel der Phase ist es zu erkennen: Wo drückt der Schuh? Wo ist Bedarf für Veränderung?

Phantasiephase = Utopiephase
Zukunftswerkstatt: Phantasiephase

2. Phantasiephase

 

Ohne den allgegenwärtigen Pessimisten im Kopf („das funktioniert ja sowieso nicht“, „dafür gibts ja kein Geld“ etc.) werden hier neue Ideen produziert, utopische Modelle entworfen, können Sie gemeinsam „rumspinnen“. Es geht um das Wünschenswerte!

 

Phantasien selbst gestalten

 

Ziel dieser Phase ist es, sich wünschbare Zukünfte möglichst konkret auszumalen – denn nur, wenn man Wünsche sieht und benennt, können sie aufgegriffen und vielleicht sogar verwirklicht werden. Außerdem werden die Hintergründe und Bedürfnisse aller Beteiligten zum Thema und tragen so zur konstruktiven Bearbeitung von Meinungsunterschieden bei. Gemeinsame Werte, Leitbilder und Ziele werden deutlich und spürbar.

Realisierungsphase, Umsetzungsphase
Zukunftswerkstatt: Umsetzungsphase

3. Umsetzungsphase

 

Wieder auf dem Boden der Wirklichkeit werden nun realisierbare Ideen aus den Utopien geschält, Umsetzungsprojekte ausgewählt, die Umsetzung geplant und erste Schritte verabredet. Hier geht es um die Balance zwischen dem Mut, Träume und Hoffnungen ernst zu nehmen, und dem bodenständigen Pragmatismus, den es für die Realisierung der neuen Ideen im Alltag braucht.

Methodik und Prinzipien der Arbeit in Zukunftswerkstätten
Zukunftswerkstatt: Methodik

Methodik

 

In jedem Schritt wird an den Erfahrungen der TeilnehmerInnen angesetzt. Die neugierige Moderation gibt Struktur, unterstützt, fördert Bedürfnisse und Gedanken der Einzelnen zu Tage.
Visualisierung ist demokratisch, unterstützt effektives Arbeiten und dokumentiert den Prozess.

Kreative Verfahren und Arbeitsweisen zur Förderung der Kreativität werden zur Ideenfindung genutzt.

In der Umsetzungsphase geht es um Projektmoderation für eine Weiterarbeit mit Herz und Hirn, Hand und Fuß.

http://www.kontrast-ev.de/veranstaltungen-nach-ma%C3%9F/zukunftswerkstatt/info-methode-zukunftswerkstatt/

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

2 Kommentare zu „Prof. Mead: Die Jungen müssen eine neue Welt erschaffen! Die herrschenden Kräfte sind voller Angst und wissen nicht mehr weiter! Nutzen wir unsere demokratischen Rechte und errichten wir überall im Land Demokratische Werkstätten! Mit eigener Fantasie gleichberechtigt in der Gegenwart die Möglichkeiten (Potentiale) für die Zukunft finden und zur Gestaltung einer friedlichen, gerechten Welt mit menschenwürdigem Leben für alle nutzen!“

  1. Guten Tag lieber Herr R. Mead, liebe Leute und Mitstreiter,
    eine Werkstatt wo alle sozialen Schichten und Leute aus allen wichtigen Fachgebieten für die Entwicklung eines neuen Gesellschaftsmodells zusammen kommen, plädiere ich schon lange und bisher bin ich auf wenig bzw. gar keine Resonanz gestoßen. Jetzt lese ich Ihren Beitrag und bin begeistert und hier schließt sich gleichen eine Frage / Bitte an, wo und wie ist es möglich in diesem Forum / Werkstatt mitzuarbeiten?
    Alles weitere später in einem Dialog der sich hoffentlich entwickeln wird.
    Liebevolle Grüße von Karl Löffler

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