Terroropfer: Trauriger Spitzenreiter weltweit ist seit November 2015 der Irak mit rund 450 Terroropfern, gefolgt von Syrien mit 374 und Nigeria mit 361 Toten, wie in der untenstehenden Weltkarte zu erkennen ist. In Afghanistan gab es 196 Opfer, ähnlich viele starben bei Terrorattentaten in Pakistan (159), Somalia (155), Frankreich (130), Kamerun und die Türkei (je 116) – Dazu kommen die Opfer von Staatsterror, den Kriegen oder Drohnenangriffen!

Terror weltweit
Seit November 2015 weltweit 2168 Tote bei Terroranschlägen
In Europa Opfer eines Terroranschlags zu werden, scheint seit den jüngsten Ereignissen in Brüssel nicht unwahrscheinlich. Die Bevölkerung in anderen Teilen der Welt ist terroristischen Attentaten jedoch weitaus stärker ausgesetzt.
  • von Manuela Nyffenegger, Alexandra Kohler
  • 23.3.2016, 17:01 UhrEuropa steht erneut unter Schock: Über 30 Personen sind am vergangenen Dienstag den Terroranschlägen zweier Brüder in Brüssel zum Opfer gefallen, gegen 300 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Zuvor waren im Dezember, Januar und März in der türkischen Grossstadt Istanbul bei drei Anschlägen insgesamt 18 Menschen ums Leben gekommen. Doch der eigentliche Startschuss dieser jüngsten Gewaltwelle in Europa war der Anschlag im Pariser Konzertsaal Bataclan am 13. November 2015 gewesen, bei dem 130 Tote zu beklagen waren.

Ein Blick auf die letzten knapp fünf Monate

Nun ist es eine Binsenwahrheit, dass terroristische Anschläge umso mehr Schrecken und Angst verbreiten, je näher die Tatorte heranrücken. Tatsächlich hat Europa seit Anfang November 2015 neun Anschläge erlebt, denen insgesamt 194 Menschen zum Opfer fielen (siehe Grafik). Fast alle Tötungen gehen auf das Konto von islamistischen Terroristen des IS – einige wenige sind politisch motiviert, wie etwa in Irland oder in der Osttürkei, wo extremistische Kurden für Anschläge verantwortlich zeichnen.

Im Januar 2016 gab es seit November weltweit die meisten Anschläge

Anschläge weltweit ausser Europa
Anschläge in Europa
NovemberDezemberJanuarFebruarMärz020406080

Doch bei aller Tragik relativiert sich diese Anzahl der Toten, weitet man den Blick über Europa hinaus und blickt auf die Situation weltweit. Im gleichen Zeitraum – also den knapp fünf Monaten seit Anfang November 2015 – kam es rund um den Globus zu 236 Terroranschlägen mit insgesamt 2168 Todesopfern. Terroranschläge werden hier als gewalttätige illegale Akte eines nichtstaatlichen Akteurs mit mindestens einem Toten definiert.

Die meisten Toten bei Anschlägen in Europa im November 2015 (Paris) und im März 2016 (Brüssel)

Tote bei Anschlägen weltweit ausser Europa
Tote bei Anschlägen in Europa
NovemberDezemberJanuarFebruarMärz0200400600800

Insgesamt sind die Täter vorwiegend in islamistischen Kreisen zu suchen. Der Islamische Staat (IS) wütete vor allem in Syrien, im Irak, in der Türkei, in Libyen und in Europa. Die Taliban sind für viele Anschläge in Afghanistan verantwortlich. In Somalia, Nigeria, Mali und Kamerun waren hauptsächlich Vertreter von Boko Haram oder von Kaida-Ablegern aktiv.

Trauriger Spitzenreiter weltweit ist seit November 2015 der Irak mit rund 450 Terroropfern, gefolgt von Syrien mit 374 und Nigeria mit 361 Toten, wie in der untenstehenden Weltkarte zu erkennen ist. In Afghanistan gab es 196 Opfer, ähnlich viele starben bei Terrorattentaten in Pakistan (159), Somalia (155), Frankreich (130), Kamerun und die Türkei (je 116).

Karte in der Vollbildansicht öffnen.

Selbstmordattentate, Bomben und Erschiessungen

Für unsere Analyse wurden Anschläge mit einbezogen, die von Einzeltätern oder kleinen Gruppen ausgeführt wurden und hauptsächlich gegen Zivilisten gerichtet waren – mittels Selbstmordattentat, Bombenanschlag oder Tötungskommandos. Nicht eingerechnet wurden grosse Exekutionen und Massaker, die der IS in Syrien (zum Beispiel an den Jesiden) und im Irak ausführte. Sie würden die Zahl der Todesopfer nochmals um mehrere Hundert erhöhen.

http://www.nzz.ch/international/terror-in-bruessel/terror-weltweit-seit-november-2015-weltweit-2168-tote-bei-terroranschlaegen-ld.9505#login

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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