Der Militärisch-Industrielle Komplex beherrscht seit dem Zweiten Weltkrieg die Politik in den USA! Frieden würde sein Geschäftsmodell zerstören! Der us-amerikanische Soziologe, C. Wright Mills, erklärte der Welt: Während dem Zweiten Weltkrieg stiegen Militärs in die Elite der USA auf und vermischten sich mit Politik und Wirtschaft! Mills: „In der ständigen Kriegsvorbereitung sieht die herrschende Elite heute die Grundlage für die Förderung der einzelnen und gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder. (..) Im Westen, besonders in den Vereinigten Staaten, befürchtet man eine Wirtschaftskrise für den Fall, dass die Rüstungen aufhören oder auch nur langsamer werden. (..)Das Konzernwesen, die Vorrangstellung des Militärs und das politische Vakuum gehen Hand in Hand und stützen einander. Die unmittelbare Ursache des dritten Weltkrieges ist seine Vorbereitung. Es gibt nur eine realistische militärische Auffassung, nämlich die, dass heute der Krieg und nicht Russland der Feind ist. Denn man muss heute begreifen: Was die heutigen Machthaber utopisch nennen, ist faktisch die Voraussetzung für den Fortbestand der Menschheit. Noch mehr Geld für Rüstungen auszugeben, ist nicht weniger „realistisch“, als sofort alle Vorbereitungen für den dritten Weltkrieg einzustellen. Der Krieg ist nicht unvermeidlich, er ist das Ergebnis nationalistischer Definitionen der Wirklichkeit, dogmatischen Zutrauens zu den militärischen Bemühungen als dem hauptsächlichen, wenn nicht einzigen Mittel, die explosiven sozialen Probleme dieser Epoche der Verzweiflung und Angst zu lösen. Und weil dem so ist, müssen sich friedliche Intellektuelle sich der strategischen Aufgabe widmen. Ziel und Mittel der industriellen Entwicklung der Welt und damit des Friedens ist die Ablösung der permanenten Kriegswirtschaft durch die permanente Friedenswirtschaft. Das Privatkapital darf nicht mehr an den Rüstungen verdienen. Die sinnlosen Rüstungskosten müssen aus der Weltwirtschaft verschwinden. Der Rückzug der Geistesarbeiter aus der Politik ist, besonders in Amerika, ein Element des internationalen Bankrotts der westlichen Welt sowohl auf politischem als auch auf kulturellem Gebiet. Sehr viele Wissenschaftler, sehr viele Priester, sehr viele Intellektuelle haben versagt. Nicht alle Intellektuellen und „Kulturträger“, nicht alle Geistesarbeiter sind den Weg der offiziellen Gleichschaltung und des geistigen Bankrotts gegangen. Erforderlich sind selbständige Köpfe, die unmittelbar an kraftvollen Entscheidungen mitwirken können. Will man das politische Monopol der herrschenden Mächte, die auf den dritten Weltkrieg zusteuern, brechen, muss zuerst ihr Gedankenmonopol gebrochen werden. Wenn wirklich selbständige Ideen nicht einmal formuliert werden, wenn wir keine Alternativen anbieten, dann werden wir die dummen Knechte der Schwierigkeiten, in welche die Herren an der Spitze uns hineingeritten haben. Sie wollen nicht, dass man ihre Schwierigkeiten als ihre Schwierigkeiten bezeichnet. Wir sollen uns einbilden, ihre Schwierigkeiten seine die aller Welt. Unabhängige Organisationen sind nötig als Träger einer durchdachten öffentlichen Meinung, Werkzeuge, mit deren Hilfe die Allgemeinheit ihrem Willen verständlichen Ausdruck geben kann.“ Und noch ein besonderer Rat von Mills an die Europäer: „Die europäischen Nationen, besonders Westdeutschland, sollten den Gedanken, der Friede sei nur durch die Kraft eines Gegenschlages zu sichern, restlos verwerfen. Sie sollten einsehen, dass sie heute die „Vorposten“ der amerikanischen Kernwaffen sind, dass sie zu den ersten Zielen eines russischen Gegenstoßes gehören, dass sie wenig – wenn überhaupt irgendeinen – Einfluss auf die Entscheidungen haben, wann der erste Schlag fällt, der Europa für seine Menschen unbewohnbar machen könnte, und dass ein solcher Schlag durch einen Irrtum oder ein technisches Versagen ausgelöst werden kann. Wäre ich Engländer oder Deutscher oder Däne, würde ich von meiner Regierung verlangen, dass sie die Nato ihr ihrer gegenwärtigen Form verlasse. Ganz bestimmt würde ich verlangen, dass man den Vereinigten Staaten nicht gestatten dürfe, auf meinem Gebiet Abschussrampen Für Fernlenkgeschosse mittlerer Reichweite zu errichten.“ (Zitate des us-amerikanischen Soziologen, C.Wright Mills aus dem Buch: Die Konsequenz)

 

Der Militärisch-Industrielle Komplex beherrscht die Politik in den USA! Frieden würde sein Geschäftsmodell zerstören! Der us-amerikanische Soziologe, C. Wright Mills, erklärte der Welt: Während dem  Zweiten Weltkrieg stiegen Militärs in die Elite der USA auf und vermischten sich mit Politik und Wirtschaft! Mills: „In der ständigen Kriegsvorbereitung sieht die herrschende Elite heute die Grundlage für die Förderung der einzelnen und gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder. (..) Im Westen, besonders in den Vereinigten Staaten, befürchtet man eine Wirtschaftskrise für den Fall, dass die Rüstungen aufhören oder auch nur langsamer werden. (..)Das Konzernwesen, die Vorrangstellung des Militärs und das politische Vakuum gehen Hand in Hand und stützen einander. Die unmittelbare Ursache des dritten Weltkrieges ist seine Vorbereitung. Es gibt nur eine realistische militärische Auffassung, nämlich die, dass heute der Krieg und nicht Russland der Feind ist. Denn man muss heute begreifen: Was die heutigen Machthaber utopisch nennen, ist faktisch die Voraussetzung für den Fortbestand der Menschheit. Noch mehr Geld für Rüstungen auszugeben, ist nicht weniger „realistisch“, als sofort alle Vorbereitungen für den dritten Weltkrieg einzustellen. Der Krieg ist nicht unvermeidlich, er ist das Ergebnis nationalistischer Definitionen der Wirklichkeit, dogmatischen Zutrauens zu den militärischen Bemühungen als dem hauptsächlichen, wenn nicht einzigen Mittel, die explosiven sozialen Probleme dieser Epoche der Verzweiflung und Angst zu lösen. Und weil dem so ist, müssen sich friedliche Intellektuelle sich der strategischen Aufgabe widmen. Ziel und Mittel der industriellen Entwicklung der Welt und damit des Friedens ist die Ablösung der permanenten Kriegswirtschaft durch die permanente Friedenswirtschaft. Das Privatkapital darf nicht mehr an den Rüstungen verdienen. Die sinnlosen Rüstungskosten müssen aus der Weltwirtschaft verschwinden. Der Rückzug der Geistesarbeiter aus der Politik ist, besonders in Amerika, ein Element des internationalen Bankrotts der westlichen Welt sowohl auf politischem als auch auf kulturellem Gebiet. Sehr viele Wissenschaftler, sehr viele Priester, sehr viele Intellektuelle haben versagt. Nicht alle Intellektuellen und „Kulturträger“, nicht alle Geistesarbeiter sind den Weg der offiziellen Gleichschaltung und des geistigen Bankrotts gegangen. Erforderlich sind selbständige Köpfe, die unmittelbar an kraftvollen Entscheidungen mitwirken können. Will man das politische Monopol der herrschenden Mächte, die auf den dritten Weltkrieg zusteuern, brechen, muss zuerst ihr Gedankenmonopol gebrochen werden. Wenn wirklich selbständige Ideen nicht einmal formuliert werden, wenn wir keine Alternativen anbieten, dann werden wir die dummen Knechte der Schwierigkeiten, in welche die Herren an der Spitze uns hineingeritten haben. Sie wollen nicht, dass man ihre Schwierigkeiten als ihre Schwierigkeiten bezeichnet. Wir sollen uns einbilden, ihre Schwierigkeiten seine die aller Welt.  Unabhängige Organisationen sind nötig als Träger einer durchdachten öffentlichen Meinung, Werkzeuge, mit deren Hilfe die Allgemeinheit ihrem Willen verständlichen Ausdruck geben kann.“  Und noch ein besonderer Rat von Mills an die Europäer: „Die europäischen Nationen, besonders Westdeutschland, sollten den Gedanken, der Friede sei nur durch die Kraft eines Gegenschlages zu sichern, restlos verwerfen. Sie sollten einsehen, dass sie heute die „Vorposten“ der amerikanischen Kernwaffen sind, dass sie zu den ersten Zielen eines russischen Gegenstoßes  gehören, dass sie wenig – wenn überhaupt irgendeinen – Einfluss auf die Entscheidungen haben, wann der erste Schlag fällt, der Europa für seine Menschen unbewohnbar machen könnte, und dass ein solcher Schlag durch einen Irrtum oder ein technisches Versagen ausgelöst werden kann. Wäre ich Engländer oder Deutscher oder Däne, würde ich von meiner Regierung verlangen, dass sie die Nato ihr ihrer gegenwärtigen Form verlasse. Ganz bestimmt würde ich verlangen, dass man den Vereinigten Staaten nicht gestatten dürfe, auf meinem Gebiet Abschussrampen Für Fernlenkgeschosse mittlerer Reichweite zu errichten.“   (Zitate des us-amerikanischen Soziologen, C.Wright Mills aus dem Buch: Die Konsequenz) 

Es gibt kaum gute Filme über das verbrecherische Geschäft Amerikas mit dem Krieg. Diese Doku fragt nach, was hinter den Feldzügen der USA steckt. Der Dokumentarfilm „Why We Fight“ zeigt, warum Amerika Kriege führen muss. Kernthesen: 1. Der Komplex aus Militär, Industrie und Politik profitiert von möglichst hohen Militärausgaben 2. Der US-Militärapparat darf nicht Nichts tun (also friedlich sein) / muss rentabel eingesetzt werden 3. Damit das System am Leben gehalten werden kann, müssen neue Ölquellen erschlossen werden – ohne sie müsste die US-Militärmaschinerie in naher Zukunft still stehen […] Die USA haben sich im marktwirtschaftlichen System weit weg von aller Menschenfreundlichkeit bewegt – und Europa zieht hinterher. Das kann nicht gut gehen! Das Konzept eines militärisch-industriellen Komplexes wurde 1956 durch den amerikanischen Soziologen Charles Wright Mills unter dem Titel The Power Elite (deutsch: „Die amerikanische Elite: Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten“) geprägt. Mills stellt die engen Interessenverbindungen zwischen Militär, Wirtschaft und politischen Eliten im Amerika nach dem 2. Weltkrieg dar. Einschlägig ist dabei vor allem das 9. Kapitel „The Military Ascendancy“ (deutsch: „Der Aufstieg des Militärs“). Der Terminus „militärisch-industrieller Komplex“ kommt bei Mills nicht vor. Er spricht vom „military establishment“. Mills sah darin eine ernsthafte Bedrohung für den demokratischen Staatsaufbau und ein Risiko für militärische

 Mehr zu C. Wright Mills!

POWER STRUCTURE

PSR: C.Wright Mills und H.J.Krysmanski

Grafik

Hans Jürgen Krysmanski: Planetarische Herrschaft, junge Welt, 30.04.2010, Seite 10

Hans Jürgen Krysmanski: Planetarische Herrschaft – Ökonomie. Einblick in die Strategien der Superreichen: Mit ihren Funktionseliten ­entwickeln sie postkapitalistische Machtstrukturen

Stellen wir uns die neuen planetarischen Herrschaftsstrukturen als eine Ringburg vor (siehe Grafik oben). Das Zentrum bilden überall die 0,01 Prozent Superreichen, eine völlig losgelöste und zu allem fähige soziale Schicht, welcher die Wissens- und Informationsgesellschaft alle Mittel in die Hände legt, um sich als eine neue gesellschaftliche Mitte zu etablieren. Um sie herum und ihr am nächsten gruppieren sich als zweiter Ring die Konzern- und Finanzeliten als Spezialisten der Verwertung und Sicherung des Reichtums. Den nächsten Funktionsring bilden die politischen Eliten, die zumindest aus der Sicht des Imperiums der Milliardäre für die möglichst unauffällige Verteilung des Reichtums von unten nach oben zu sorgen haben. Die größte Gruppe bevölkert den Außenring der Festung: die Funktions- und Wissenseliten aller Art, von Wissenschaftlern über Techno- und Bürokraten bis zu den Wohlfühleliten in Medien, Kultur und Sport…

Der Welt und den politischen Bewegungen wurde, beginnend mit dem Irak-Krieg, eine gewaltsamste Geopolitik aufgezwungen. Die Spielregeln einer vernünftigen Weltinnenpolitik galten auch für die verbleibende Supermacht nicht mehr. Die soziale Ungleichheit in der entwickelten Welt wuchs dramatisch. Die Reichen wurden immer reicher. Und der »Globalkapitalismus« war von undurchsichtigen, staatsfernen Herrschaftsstrukturen durchzogen.
Hinzu kam die Cyberrevolution. In der Tat hatte sich mit der digitalen Globalisierung eine tiefgreifende Veränderung im Aneignen und Enteignen vollzogen. Das neue kapitalistische Privateigentum an den Produktionsmitteln verpflichtete nicht mehr, konnte es auch nicht mehr, denn es hatte sich in einem globalen Imperium immaterieller, digitaler Produktivkräfte unangreifbar verteilt. Man konnte diese Welt Finanzkapitalismus nennen. Hinter all dem aber stand letztlich die ultimative Privatheit des Superreichtums…
(mehr in: Junge Welt)
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Herrschende Klasse Revisited

H.J. Krysmanski

>>aus: Z-Zeitschrift Marxistische Erneuerung  Heft 57, März 2004, 15. Jhrg

1. C. Wright Mills

Das (post)moderne Power Structure Research – in der Tradition Thorstein Veblens (1899) und des amerikanischen “Muckraking”-Journalismus (Harrison u. Stein 1973) – begann mit C. Wright Mills’ The Power Elite(1956/2000), verfasst unter dem Eindruck der Faschismusanalysen Franz Neumanns (1944/1984). Mills beschreibt, wie F.D. Roosevelts Reformen und die Planungsanstrengungen des Zweiten Weltkriegs das traditionelle Establishment durcheinander gewirbelt hatten. Hielten zuvor wenige reiche Familien in jeder Metropole und in jedem Bundesstaat die lokalen Regierungen fest im Griff, so drängten nun neue Gruppen an die Schaltstellen der Macht: Washingtoner Bürokraten und Konzernmanager, medienwirksame Politiker, politische Generäle, Gewerkschaftsführer und die Chefs von FBI und CIA; auch Wissenschaftler aus Forschungszentren und Planungsstäben strebten nach po-litischer Mitbestimmung. Mills zeigt, wie die Reichen und Superreichen es lernten, in dieser neuen Welt der Massenmedien, des Aktieneigentums, der Werbung, des Massenkonsums sowie eines wachsenden Selbstbewusstseins der Mittelschichten ihren Einfluss zu bewahren und zu mehren. Der amerikanische Kapitalismus, so Mills, war immer noch eine perfekte Maschine zur Erzeugung von Millionären und Milliardären (1956, 112f). Aber der nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzende Umbau der US-Gesellschaft brachte auch neue Formen der Macht und neue Privilegienstrukturen hervor, verkörpert durch eine noch weitgehend gesichtslose Konzern-Elite, die teilweise mit der tradi-tionellen Geldelite zu einer neuen “upper class” verschmolz, den Corporate Rich. Aufgrund ihrer Statusvorteile konnte diese Gruppe den komplexen Unterbau der neuen Industrie- und Staatsbürokratien zum eigenen Vorteil nutzen, etwa durch Beeinflussung der Steuergesetzgebung oder des Stiftungsrechts, und dabei vielfältige Tarnkappen verwenden, um die “im Kern völlig verantwortungslose Natur ihrer Macht zu verbergen” (ebenda, 117). Die institutionelle Macht des reorganisierten Reichtums erlaubte es, Einflussimpulse über das gesamte politische System in streng hierarchisch-autoritärer Manier zu verteilen und zudem die Exekutivmacht allmählich einem der Parteiendemokratie entrückten “politischen Direktorat” zuzuschanzen. Hervorzuheben ist Mills’ Insistenz, in die Analyse der politischen Rolle der Corporate Rich auch die “militärische Elite” einzubeziehen.<<

H. J. Krysmanski

Powerstructure Research in Deutschland:

Hans-Jürgen Krysmanski
Emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Münster
Publikationen u.a.: Soziologie des Konflikts 1971, Gesellschaftsstruktur der Bundesrepublik 1982, Soziologie und Frieden 1993, Popular Science. Medien, Wissenschaft und Macht in der Postmoderne 2001, Hirten&Wölfe. Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen 2004/2011. Autor etlicher TV-Reportagen (Spiegel-TV, NDR), einst u.a. Mitglied des Präsidiums des ‘World Peace Council’, jetzt u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac … mehr more

Websites zu aktuellen Lehrveranstaltungen (keine Veranstaltungen im WS 11/12 und SS 12):
Politische Kultur III: Milliardäre im Kapitalismus (SS 11)
Historischer Materialismus (SS 09)
Richistan – Sozialstruktur des Superreichtums (WS 08/09)
Karl Marx im 21. Jahrhundert (SS 08)

Charles Wright Mills auf Wikipedia(als Autor C. Wright Mills, * 28. August 1916 in Wacoim US-Bundesstaat Texas; † 20. März 1962 in Nyack, New York) war ein US-amerikanischer Soziologe. Er beschäftigte sich insbesondere mit den Machtstrukturen moderner Gesellschaften sowie der Rolle der Intellektuellen in der US-amerikanischen Gesellschaft der Nachkriegszeit.Mills erlangte 1939 seinen Bachelor-Abschluss an der Universität von Texas in Austin und promovierte an der Universität von Wisconsin, wo er sein Doktorat 1941 absolvierte. Ab 1946 arbeitete er an der Columbia-Universität. Trotz vieler Kontroversen blieb er dort bis zu seinem Tod.Mills unternahm zahlreiche ausgedehnte Reisen, die ihn unter anderem nach Deutschland und in die Sowjetunion führten. Zu Beginn der 1960er Jahre besuchte er Kuba, als einer der ersten US-Amerikaner nach der Revolution.Eine engagiert kritisch-praktische Auffassung von Soziologie war charakteristisch für seine wissenschaftliche Karriere wie für seinen gesamten Lebenslauf. Man kann dreierlei Phasen unterscheiden: 1. Studium der Sozialphilosophie und Rezeption der soziologischen Klassiker (Karl Marx, Max Weber,Gaetano Mosca, Vilfredo Pareto); 2. eine Periode intensiver empirischer Arbeiten; 3. eine Vereinigung beider Interessensrichtungen zu einer bestimmten Arbeitsweise soziologischer Reflexion. Hieraus erwuchs sein Beitrag Two Styles of Social Science Research; später wurden diese Ideen ausgearbeitet zu The Sociological Imagination.[1]Berühmt geworden ist Mills mit seiner Trilogie über die Untersuchung der Machtverhältnisse in den USA, in denen er 1948 zuerst die Arbeiterschicht (“The New Men of Power”), dann 1951 die amerikanische Mittelklasse (“White Collar: The American Middle Classes”) und schließlich 1956 die amerikanische Machtelite (“The Power Elite”) genauer analysiert.In seinem 1951 veröffentlichten Buch White Collar: The American Middle Classes (New York: Oxford University Press, 1951; dt.: Menschen im Büro: Ein Beitrag zur Soziologie der Angestellten (übers. v. Bernt Engelmann, Vorwort von Heinz Maus), Köln-Deutz: Bund Verlag 1955) behauptet Mill, Beschäftigte großer Firmen seien konservativ, weil sie sich mit ihren Arbeitgebern identifizierten. Zugleich tendierten sie zur “Statuspanik”, wenn ihre Arbeit durch Neuerungen in Frage gestellt werde. Beides führe zur Ablehnung von Innovationen.

The Power Elite (New York: Oxford University Press 1956; dt:. Die amerikanische Elite: Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten, Hamburg: Holsten-Verlag 1962) beschreibt die Machtstruktur der zeitgenössischen amerikanischen Gesellschaft alsMachtelite, d.h. ein Netzwerk eng verflochtener Beziehungen zwischen den obersten Führern von Militär, Politik und Wirtschaft. Mills beobachtete, dass diese Menschen meist eine Eliteuniversität besuchten, dass sie in den gleichen exklusiven Klubs verkehrten und dass sie häufig innerhalb ihres engen Kreises heirateten.

The Sociological Imagination (dt.: Kritik der soziologischen Denkweise. Neuwied: Luchthand, 1963) ist eine wegweisende Bilanz der soziologischen Disziplin in den Vereinigten Staaten der 1950er Jahre. Mills schlägt hier einen dritten Weg zwischen dem “geistlosem Empirismus” der amerikanischen Sozialforscher und der “großen Theorie” eines Talcott Parsons ein. Mills’ Ansicht nach bedarf es einer kritischen Soziologie, die sich weder oberflächlich instrumentalisieren lässt, noch abgehoben “theoretisiert”, sondern eine Verbindung zwischen aktuellen Lebensumständen und historischer Sozialstruktur bietet. Das, so Mills, sei die Aufgabe und die “Verheißung” der Soziologie. The Sociological Imagination (TSI) ist damit auch heute noch eine der wichtigsten Selbstkritiken der Soziologie.

KRITISCHE KONFLIKTTHEORIE

Mills glaubte, man könne eine „gute Gesellschaft“ (“good society”) auf der Basis von Wissen schaffen und die gebildeten Menschen seien verantwortlich für deren Ausbleiben.

Die „soziologische Vorstellungskraft“ kann mit Analysen auf einem Mikro- sowie einemMakroniveau die Karriere der verschiedenen Individuen miteinander in Beziehung setzen, was ein Verständnis sowohl ihrer Bedeutung für das Innenleben als auch für das Leben nach außen hin ermöglicht. Der einzelne Mensch kann seine eigene Erfahrung nur in vollem Umfang verstehen, wenn er sich in seinen historischen Zusammenhang verortet.

Der Schlüsselfaktor ist die Verbindung privater Fragen mit den öffentlichen: Die Verbindung der Probleme, die im nahen Umfeld des Individuums und innerhalb dessen Beziehungen auftreten, mit Vorgängen, die in Zusammenhang stehen mit denInstitutionen einer als Ganzes geschichtlich beeinflussten Gesellschaft.

In einer modernen Gesellschaft ist die Zentralisierung der Macht auf nationaler Ebene eng mit den Menschen verbunden, die den Regierungen, den großen Konzernen, dem Militär und den Gewerkschaften vorstehen. Die den zentralen Machthabern zur Verfügung stehenden Mittel der Macht haben stark zugenommen. Die amerikanische Machtelite besteht aus politischen, wirtschaftlichen und militärischen Führern. Dermilitärisch-industrielle Komplex, vor dem Eisenhower die Nation warnte, vermittelt ein deutliches Bild von der Verflechtung dieser Entscheidungsträger.

Mills teilt mit marxistisch beeinflussten Soziologen und Elitetheoretikern die Sicht, dass die Gesellschaft scharf und vertikal gespalten ist zwischen denen, die mächtig sind, und denen ohne Macht und Einfluss. Er teilt auch deren Sorge vor einer Entfremdung als Effekt sozialer Strukturen auf die Persönlichkeit des Einzelnen und die Sorge vor einer Manipulation der Menschen durch Massenmedien. Trotzdem sieht Mills jedoch nicht den Besitz und die wirtschaftliche Macht als Hauptquelle des Konflikts in der Gesellschaft.

Basierend auf H.J.Krysmanskis Studie WEM GEHÖRT DIE EU? entstehen außerdem eine auf deutsche Verhältnisse ausgerichtete Website German Power Structure Research sowie eine Info-SeiteHerrschaftsstrukturforschung
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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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