Hört auf Muslime zu töten, wenn ihr den Terror stoppen wollt! Johan Galtung – Initiator der internationalen Friedensforschung, rät uns, wenn wir wieder in Sicherheit leben wollen: Verhindert, dass die westlichen Regierungen weiter Muslime töten im Nahen Osten. Die Bomben bringen nichts außer Leid: Für einen Kämpfer, den sie töten, bringen sie zehn andere dazu, sich für die islamistischen Krieg zu entscheiden! Jede Bombe ist ein Eigentor des Westens. Der Westen führt seit 1916 Krieg gegen die Völker des Nahen Ostens: Damals beschlossen Frankreich und Großbritannien, den Nahen Osten zu erobern und zu kolonialisieren! Wenn Europa will, dass der Terror anhält, so Galtung, muss es nur weiter das tun, was es bisher tut: Durch Bomben Menschen töten!

Stop Killing Muslims. Just stop! For starters.

 

Bombardierung eines Hauses im Irak, eine Bombe ist noch oben zu sehen!

SonntagsZeitung: Kritiker werfen der Friedensbewegung Naivität vor. Die herkömmlichen Konfliktlösungsmodelle seien für den Kampf gegen den Terrorismus nicht geeignet.

Galtung: Ich halte es umgekehrt für naiv, mit Gewalt Änderungen herbeiführen zu wollen. Der Terrorismus kann nur mit Dialog und dem Willen zur Versöhnung bekämpft werden. Die Amerikaner haben es verpasst, mit den Taliban zu verhandeln. Letztere waren sogar bereit, Osama Bin Laden an einen andern islamischen Staat auszuliefern. Die USA haben das ausgeschlagen, einen Krieg begonnen und damit noch mehr Hass auf sich gezogen. Der Westen muss von seiner gewalttätigen Politik abkehren.

SonntagsZeitung: Eine etwas einfache Erklärung. Wir haben es hier immerhin mit Leuten zu tun, die Flugzeuge in Hochhäuser rasen lassen.

Galtung: Es gibt bestimmt unbelehrbare, dogmatische Muslime, die unbedingt Krieg wollen. Doch die Bombardements auf Afghanistan verschärfen das Problem nur. Jetzt profitieren die extremistischen Muslime von einer Welle des Hasses gegen die USA. Nochmals: Dialogbereitschaft ist der Schlüssel zur Lösung des Problems. …
Ich war im Februar als Vermittler in Afghanistan und bin auf äusserst gesprächsbereite Partner gestossen. Es gibt moderate Wortführer in der Nordallianz und unter den Taliban, die sich für eine Koalitionsregierung einsetzen würden. Man muss sie nur aufsuchen und ihnen eine Stimme geben.

SonntagsZeitung: Und wie soll das konkret gehen?

Galtung: Warum schicken wir nicht deutsche Friedensbotschafter nach Washington und zu den Taliban? Die Deutschen hatten im Zweiten Weltkrieg 18 Länder besetzt, und sie wollten zwei Volksgruppen ausrotten: die Juden und die Roma. Deutschland hat sich mit der Welt versöhnt und geniesst einen hervorragenden Ruf. Warum nutzen wir nicht die Erfahrungen der Deutschen? Es muss jetzt auf beiden Seiten vermittelt werden: Die USA müssen ihre Politik ändern, und in der islamischen Welt müssen die harten Fronten aufgeweicht werden.

* Der Norweger Johan Galtung, 71, ist einer der wichtigsten Begründer der Friedensforschung. 1959 baute er das Internationale Friedensforschungsinstitut in Oslo auf. Galtung ist Direktor des Friedensnetzwerks Transcend und lehrt an diversen Universitäten. 1987 erhielt er den alternativen Friedensnobelpreis.

http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Terrorismus/galtung.html

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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