Rohstoffhandel: Ein Kartell der Nutznießer verhindert, dass das Rohstoffgeschäft im Sinne der Menschenrechte und für die Duchsetzung von Gerechtigkeit kontrolliert wird. Viele der Flüchtlinge kommen aus den Ländern mit vielen Rohstoffen, deren Handel aber den Reichtum den meisten Menschen dieser Länder entzieht!

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Rohstoffhändler
Die Strippenzieher am Rohstoffmarkt
Sie gelten als verschwiegen, undurchsichtig und mächtig: Rohstoffhändler. Praktisch alle Grundstoffe, die wir zum Leben brauchen, gehen durch ihre Hände. Wer sind diese grauen Eminenzen, die kaum jemand kennt?
Das Unternehmen Glencore ist einer der größten Player. Sein Gründer, Marc Rich, stand in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts auf der Liste dermost wanted des FBIs – unter anderem, weil er das US-Handelsverbot mit dem Iran unterlief. Bis heute haftet der Vorwurf an der ganzen Branche: Geschäft geht vor.

Eine immer größere Bedeutung gewinnt der elektronische Handel. Kauf und Verkauf von Terminkontrakten übersteigen den physischen Rohstoffhandel heute um den Faktor 30. Und jeder kann mitmischen. Dies wirft die Frage auf, inwieweit die klassischen Rohstoffhändler sich zukünftig noch im Markt behaupten können.

Zudem fällt seit 2011 der Preis für die meisten Rohstoffe. Eine hohe Produktion und eine schleppende Nachfrage, insbesondere vom Weltwirtschaftsmotor China, sind der Grund. Besonders trifft das die Rohstoffproduzenten zum Teil aber auch die Händler. Vor allem dann, wenn sie selbst ins Geschäft mit der Rohstoffproduktion eingestiegen sind.

Highlights
Klinzing: „Kartell von Profiteuren“
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Im Rohstoffhandel sind intransparente Strukturen zementiert. Diese aufzubrechen, sei schwierig, sagt Bernhard Klinzing vom Frankfurter Börsenbrief. Denn „niemand beißt die Hand, die ihn füttert“.
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Vorabinterview: Nicht zu fassen
© reuters

Der Rohstoffhandel überzieht die Welt wie ein Netz, Dreh- und Angelpunkt ist die Schweiz. makro-Moderatorin Eva Schmidt fragt Rohstoffexperte Bernhard Klinzing, warum die Branche sich so ungern in die Karten schauen lässt.
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Größe ist relativ: Umsatzriesen und Margenzwerge
Schüttgutfrachter für Eisenerz. Rohstoffhändler drehen das ganz große Rad. © Copyright © 2014 Rio Tinto

Rohstoffhändler sind die umsatzstärksten Unternehmen der Schweiz. Macht das globale Handelshäuser zu den heimlichen Herrschern im Land der Eidgenossen? Ein Vergleich.
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Unheimlich clever
97 Prozent des Rohstoffhandels sieht heute so aus. © reuters

Die wichtigste Währung der Rohstoffbranche ist Information. Sie entscheidet bei jedem Handel über Gewinn oder Verlust. Und niemand kennt das Geschäft besser als die klassischen Händler. Sie wissen alles.
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Rohstoffdrehkreuz Schweiz
Idyll mit Schönheitsfehlern
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Oberflächlich ist die Schweiz ein beschauliches Idyll. Kaum vorstellbar, dass so der Dreh- und Angelpunkt des globalen Rohstoffhandels aussieht. Ist aber so. Und nicht wegen der schönen Aussicht.
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„Schweiz hätte Riesenhebel“
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Warum die großen Rohstoffhändler alle in der Schweiz sitzen? Oliver Classen weiß es: „Die Regulierung ist laxer als in Washington oder Brüssel.“ Damit hat die Schweiz eine Schlüsselstellung. In der läge auch eine Chance.
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Berichte aus der Sendung
makroskop Rohstoffe
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Der größte Rohstoffboom unserer Zeit, ausgelöst durch die Industrialisierung Chinas, ist zu Ende. Die Preisexplosion hat so viel neue Produktionskapazität an den Markt gebracht, dass die Welt heute am Überangebot erstickt.
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Glencore – Die befleckte Braut
Eine riese Tagebaumine frisst sich in den Berg. Auch Glencore ist in den Abbau von Rohstoffen eingestiegen. © reuters

Glencore ist der einflussreichste aller Rohstoffhändler. Eine Art Leitwolf der Branche und maßgeblich verantwortlich für ihren schlechten Ruf. Heute ringt der Konzern mit Preisverfall, Schulden – und den Schatten der Vergangenheit.
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Londons Ring
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Wo die Preise für Metalle ausgehandelt werden? Finsbury Square, London. Hier residiert die London Metal Exchange. In ihrem Herz: Der Ring. Rote Lederbänke. Gebrüll. Das Ritual ist archaisch, kurios – und transparent.
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Sendedaten
makro
Rohstoffhändler
Freitag, 11. März 2016, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Studiogast
© finanzen100Bernhard Klinzing
Der Diplom-Kaufmann Bernhard Klinzing ist Chefredakteur des Frankfurter Börsenbrief. Er ist ein ausgewiesener Kenner der internationalen Rohstoffmärkte. Vor seiner Tätigkeit für den Frankfurter Börsenbrief hat Bernhard Klinzing für die Deutsche Bank und die Helaba gearbeitet.
Rohstoffpreise

LupeRohstoffpreise folgen immer dem gleichen Muster. Man spricht vom Schweinezyklus. Sind die Preise niedrig, kämpfen die Unternehmen ums Überleben und haben kein Geld für Investitionen in neue Produktionskapazität. Zudem erscheinen solche Investitionen bei niedrigen Preisen nicht zu rechtfertigen. Unrentable Minen werden geschlossen.

Die Folge: Irgendwann kann das Angebot mit der Nachfrage nicht mehr mithalten. Die Preise für Rohstoffe steigen. Dieser Trend hat sich seit 2000 noch verstärkt durch die neue Nachfrage aufgrund der Industrialisierung Chinas.

Mit steigenden Rohstoffpreisen werden wiederum Investitionen in neue Produktionskapazität attraktiv. Stillgelegte Minen werden wieder in Betrieb genommen. Das Angebot auf dem Weltmarkt steigt. So lange, bis es viel zu viel gibt. Der Preis fällt und alles geht von vorn los.

Schwerpunkt
Rohstoffe
„Erklärung von Bern“

Die „Erklärung von Bern“ (EvB) ist eine Nichtregierungsorganisation, die 1968 von Theologen gegründet wurde. Bis heute streitet sie „für eine gerechtere Welt“. Das Buch, das sie 2011 über den Schweizer Rohstoffhandel herausgegeben hat, ist vergriffen. Den Sprecher der EvB hat makro zum Rohstoffhandel befragt. Das Interview finden Sie links „Schweiz hätte Riesenhebel“.

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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