Jetzt drohen auch Anschläge in Asien! Rückkehrer aus Syrien! Jahrzehntelanger Einfluss von saudiarabischen Petrodollars und wahhabitischer Imamen! Die Kumpanei des Westens mit Saudi-Arabien und Islamisten, um säkuläre Regierungen zu stürzen, die ihm keinen vollen Zugriff auf ihre Rohstoffe geben oder sich seinen imperialen Interessen widersetzen, wird jetzt auf die Menschen in vielen Teilen der Erde zurückschlagen! Es wird Zeit, einen anderen Weg einzuschlagen: Ein globales Aufbauprogramm mit Perspektiven für die jungen Menschen! Enge Zusammenarbeit von Muslimen, Christen, Juden für die Sicherung von Religionsfreiheit und Bildung für die Goldene Regel! Respektierung der Souveranität aller Staaten durch den Westen und Verurteilung seiner Angriffskriege vor dem Internationalen Strafgerichtshof! Geschwisterliche Zusammenarbeit für die Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte und Aufbau einer internationalen Ordnung mit sozialen und politischen Menschenrechten für alle! Das sollten wir als Zivilgesellschaft selbst beginnen und dann von der Politik Unterstützung dafür fordern!

Die Gefahr der Rückkehrer
Angst vor einem asiatischen Kalifat
Singapurs Behörden warnen vor Anschlägen, Indonesiens Präsident verstärkt die Terrorabwehr. Es gibt Indizien, dass Rückkehrer aus Kriegsgebieten in Südostasien aktiv werden könnten.
  • von Jürgen Kremb, Singapur
  • 30.3.2016, 09:00 Uhr

In Südostasien rüsten sich mehrere Staaten gegen den islamistischen Terror, auch Singapur. (Bild: Manuela Kessler)

In Südostasien rüsten sich mehrere Staaten gegen den islamistischen Terror, auch Singapur. (Bild: Manuela Kessler)

Es sei nicht die Frage, ob, sondern wann Singapur von einem Terroranschlag islamischer Extremisten heimgesucht werde. Unmissverständlich waren die Worte von Singapurs Minister für Justiz und Inneres vor kurzem. Der Minister, dem auch der gefürchtete, da extrem effiziente Geheimdienst ISD untersteht, sagte, die Gefährdung für die 5,5-Millionen-Einwohner-Stadt sei grösser als nach den Anschlägen vom 11. September 2001 oder den Bali-Anschlägen der Jahre 2002 und 2005 in Indonesien.

Totale Überwachung geplant

Um der Gefahr zu begegnen, haben die Behörden des Stadtstaats nie gesehene Massnahmen des Zivilschutzes und der Überwachung angekündigt. Bis zum Ende dieses Jahres sollen alle der über 10 000 öffentlichen Wohnblöcke lückenlos mit Überwachungskameras ausgestattet sein. Zudem werden im gleichen Zeitraum 65 000 Polizeikameras in Betrieb genommen und innerhalb von vier Jahren mit nochmals um 11 000 ergänzt. Rein rechnerisch kommt dann eine Kamera auf etwa 50 Einwohner.

Was in Europa trotz der evidenten Terrorgefahr eher bizarr anmutet und dem Wirtschaftszentrum Südostasiens einmal mehr das Etikett eines Überwachungsstaates anheftet, wird in Singapurs Nachbarstaaten mit Wohlwollen gesehen. Denn mehr als 1000 Personen aus Südostasien kämpfen derzeit für den sogenannten Islamischen Staat in Syrien und dem Irak. Es geht die Angst um, dass etwas passieren könnte, wenn sie zurückkommen.

Allein in Malaysia wurden nach Angaben von Sicherheitskreisen im vergangenen Jahr sieben Anschläge vereitelt. In Indonesien, der mit mehr als 200 Millionen Gläubigen grössten muslimischen Nation, ist die Gefahrenlage noch akuter. Zwar rühmt sich das Land stets seiner liberalen Auslegung des Islam. Aber unter dem jahrzehntelangen Einfluss von saudiarabischen Petrodollars und wahhabitischen Imamen, gepaart mit einer anhaltenden Wirtschaftskrise, scheinen sich bestimmte Regionen wie etwa Nordsulawesi oder die Provinz Banten auf Java zu radikalisieren. Im dichten Dschungel des Bezirks Poso, einer Gegend, die schon seit Jahrzehnten als Brutstätte für muslimische Extremisten gilt, ist vergangene Woche ein Militärhelikopter abgestürzt. Die Regierung bestreitet, dass die Maschine bei Kampfhandlungen abgeschossen worden sei. Nicht dementiert wird jedoch, dass indonesische Sicherheitskräfte dort mit gut 1000 Mann einer Elitetruppe Jagd auf Santoso, den meistgesuchten Terroristen des Landes, machen.

Noch spielen extreme muslimische Parteien im Parlament in Jakarta eine untergeordnete Rolle. Doch die Nation erstreckt sich über mehr als 17 500 Inseln. Begünstigt durch eine derart unübersichtliche Geografie, überbieten sich Lokalpolitiker in abgelegenen Regionen in religiöser Kontrolle der Bevölkerung. Dazu zählen Alkoholverbote, auch für Christen, Ausgehverbot für unverheiratete Paare oder gar die Einführung der Scharia, die öffentliche Auspeitschung vorsieht.

Neues Rückzugsgebiet

Dass dieses Umfeld ein guter Nährboden für radikale Islamisten ist, wissen Indonesiens Sicherheitsbehörden nicht erst seit dem 14. Januar. Damals fielen in Jakarta vier Personen einem Anschlag zum Opfer, der mutmasslich von einer IS-Splittergruppe ausgeführt wurde. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der indonesischen Sicherheitskräfte neun grössere Anschläge vereitelt worden. Auch wird immer deutlicher, dass sich im unzugänglichen Dschungel der Insel Sulawesi nicht nur einheimische, sondern auch ausländische Kämpfer unter dem Banner Jamaah Ansharul Khalifah zusammenschliessen, um ein IS-Kalifat Südostasien zu gründen. Bisher hatten Geheimdienste vermutet, dass die mehrheitlich von Muslimen bewohnte Insel Mindanao im Süden der christlichen Philippinen das von Extremisten bevorzugte Rückzugsgebiet sei.

Doch angesichts der Tatsache, dass die USA angekündigt haben, die militärische und geheimdienstliche Zusammenarbeit mit Manila auszubauen, scheint Indonesien für Jihadisten aus Asien das geeignetere Rückzugsgebiet. Erst vor wenigen Wochen wurde dies auf ungewöhnliche Art deutlich. Bei einem Feuergefecht mit der Polizei, so meldeten indonesische Behörden der chinesischen Botschaft in Jakarta, seien im Dschungel von Sulawesi auch zwei Uiguren ums Leben gekommen. Die muslimische Volksgruppe ist vor allem in Xinjiang im Westen Chinas beheimatet. Inzwischen konzentrieren sich deren Angehörige offenbar nicht mehr allein auf den Kampf für mehr Autonomie von der Regierung in Peking. Schätzungsweise 3500 Uiguren sollen sich ihren Gesinnungsgenossen in Syrien angeschlossen haben. Dass die Militärregierung in Thailand im vergangenen Jahr 109 von ihnen nicht nur die Ausreise nach Syrien oder andere Kampfgebiete verwehrt hatte und sie schliesslich an Peking auslieferte, gilt laut Sicherheitskreisen als eigentlicher Grund, warum im vergangenen Jahr ein thailändisches Konsulat in der Türkei angegriffen wurde und es zu den Anschlägen in Bangkok kam.

In Indonesien ist man sich dieser Gefährdungslage bewusst und schreckt mittlerweile auch vor ungewöhnlichen Massnahmen nicht zurück. So wurde zu Jahresbeginn im Parlament in Jakarta über ein Gesetz diskutiert, das es erlauben soll, selbst indonesischen Staatsbürgern, die sich im Ausland dem IS angeschlossen haben, die Rückkehr in ihr Heimatland zu verunmöglichen, indem man ihnen den Pass entzieht.

Der Präsident greift durch

Weil aber auf die als korrupt geltenden Parlamentarier nicht allzu viel Verlass ist, hat Staatspräsident Joko Widodo nachgelegt. Vor wenigen Wochen hat er den Polizeigeneral Tito Karnavian an die Spitze der Einheit BNPT zur landesweiten Terrorabwehr berufen. Tito gilt als der profilierteste Anti-Terror-Kämpfer des Landes, wenn nicht von ganz Südostasien. Als jahrelanger Chef der berüchtigten Anti-Terror-Einheit «Delta 88» leitete er am 14. Januar als Polizeichef von Jakarta den Einsatz bei dem Anschlag auf ein Einkaufszentrum in Jakarta und war dafür verantwortlich, dass es nicht zu noch mehr Opfern kam.

Sein Erfolgsrezept entstammt den Regieanweisungen von «Delta 88», die seit ihrer Gründung nach dem ersten Bali-Anschlag 2002 bisher alle einheimischen Terroristen zur Strecke gebracht hat. Es lautet, möglichst schnell zuzuschlagen und wenig Gefangene zu machen. Wenn auch Indonesiens Sicherheitskräfte für dieses harsche Vorgehen gerade im Westen immer wieder kritisiert wurden, so ist es dem Land damit gelungen, den radikalen Islam einigermassen in seine Schranken zu weisen. Nun aber geht die Angst um. Denn allein in diesem Jahr müssen mehr als 100 kampferprobte Jihadisten aus den Gefängnissen entlassen werden, weil ihre Haftstrafe abgelaufen ist.

http://www.nzz.ch/international/die-gefahr-der-rueckkehrer-angst-vor-einem-asiatischen-kalifat-ld.10350

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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