Jeden Tag werden in Jemen sechs Kinder getötet! UNICEF: „Jemen ist Land zu einem der schlimmsten Lebensorte für Kinder weltweit geworden. Seit März 2015 sind mehr als 900 Kinder getötet und weitere 1300 verletzt worden, Kindersoldaten werden rekrutiert. «Kinder zahlen den höchsten Preis für einen Konflikt, den sie nicht verursacht haben». Seit Wochen bereits versucht eine von Saudiarabien geführte Koalition, die Huthi-Rebellen und die Kräfte des früheren Präsidenten Saleh in Jemen militärisch zu besiegen. Mit direkter Unterstützung der US und Großbritanniens und westlichen und auch deutschen Waffen; Rheinmetall-Töchter liefern aus Italien Bomben und Geschosse und haben in Saudi-Arabien jetzt eine Fabrik dafür gebaut! Über 50 Schulen wurden bereits angegriffen! Weltweit wächst die Bewegung, die einen sofortigen Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und die anderen Golf-Diktaturen verlangen!

UNICEF: JEDEN TAG IN JEMEN SECHS KINDER GETÖTET

Köln/Sana/Amman, 29. März 2016

EIN JAHR BÜRGERKRIEG IN JEMEN

Seit Beginn des Bürgerkrieges in Jemen vor einem Jahr hat UNICEF 1.560 schwere Menschenrechtsverletzungen an Kindern dokumentiert. Über 900 Kinder wurden getötet und 1.300 verletzt – dies sind etwa sechs getötete Kinder jeden Tag. Über 50 Angriffe auf Schulen wurden verifiziert. Diese Zahlen repräsentieren nur die Spitze eines Eisbergs, da sie nur die von UNICEF überprüften Vorfälle wiedergeben.

 

 

Die Ausweitung des Konflikts führt auch dazu, dass immer mehr Kinder und Jugendliche rekrutiert werden und eine aktive Rolle einnehmen – zum Beispiel als Wärter an Checkpoints. Im vergangenen Jahr hat UNICEF 884 Fälle der Rekrutierung von Kindern als Soldaten und Kämpfer verifiziert, darunter auch Kinder unter zehn Jahren. Dies sind die Ergebnisse des heute veröffentlichten Reports „Fragile to Failed“ über die Folgen des Konflikts in Jemen auf Kinder.

„Durch Unterentwicklung und Konflikte war Jemen seit Jahrzehnten ein fragiler Staat. Ohne ein Ende des Krieges droht das Land zu einem gescheiterten Staat zu werden, mit weit reichenden, langfristigen Konsequenzen für Kinder und ihre Familien“, sagt Peter Salama, UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika.

Der Konflikt im ärmsten Land der arabischen Welt hat schwere Folgen für die zivile Infrastruktur und die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern wie Öl, Wasser und Nahrung. UNICEF schätzt, dass allein im vergangenen Jahr rund 10.000 Kinder in Jemen an vermeidbaren Krankheiten starben, da die Gesundheitsversorgung nicht mehr funktioniert, Impfungen nicht durchgeführt werden und lebensgefährlicher Durchfall nicht behandelt werden konnten. Im ärmsten Land der Region sind heute schätzungsweise zehn Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen – darunter rund 320.000 Kinder, die von schwerer akuter Mangelernährung bedroht sind.

UNICEF unterstreicht seine Forderung, an alle Konfliktparteien, die Kämpfe zu stoppen und eine politische Lösung zu suchen.

  • Alle Angriffe auf Zivilisten und die zivile Infrastruktur einschließlich Schulen, Gesundheitsstationen und Wasserwerke müssen aufhören.
  • Alle Konfliktparteien müssen aufhören, Kinder zu rekrutieren. Alle rekrutierten Kinder – ob in unterstützenden oder in kämpfenden Funktionen – müssen sofort demobilisiert werden.
  • Alle Konfliktparteien müssen ungehinderten und freien Zugang für humanitäre Helfer zu allen Kindern garantieren – auch in umkämpften Gebieten.
  • UNICEF und seine Partner rufen dazu auf, Hilfe für die Kinder im Jemen ausreichend zu finanzieren. Bislang stehen lediglich 18 Prozent der für 2016 benötigten Mittel bereit.

Report zum Download

KONFLIKT IM JEMEN: 10 MILLIONEN KINDER BRAUCHEN DRINGEND HILFE

FAMILIEN HABEN KAUM ZUGANG ZU WASSER

Khalid ist 17 Jahre alt und berichtet uns von dem Angriff auf seine Schule. An diesem Tag starb sein guter Freund Majed durch eine Rakete. Für Khalid ist das Gefühl von Sicherheit seitdem nicht mehr vorhanden. So wie Millionen betroffene Kinder im ganzen Land will er einfach nur Frieden.

Dringender Appell von Unicef
Zehn Millionen Kinder in Jemen brauchen Hilfe
Zehn Millionen Kinder in Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Land ist laut Unicef «zu einem der schlimmsten Lebensorte für Kinder weltweit» geworden.
Wer kann, verlässt das Land. Diese zwei Männer und das Kind haben in Djibouti Unterschlupf gefunden, wo ein Waisenheim in ein Flüchtlingsheim umgewandelt wurde. (Bild: AP/Mosaab Elshamy)Wer kann, verlässt das Land. Diese zwei Männer und das Kind haben in Djibouti Unterschlupf gefunden, wo ein Waisenheim in ein Flüchtlingsheim umgewandelt wurde. (Bild: AP/Mosaab Elshamy)

(dpa)

In Jemen sind laut dem Uno-Kinderhilfswerk Unicef fast zehn Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Land sei zu einem der schlimmsten Lebensorte für Kinder weltweit geworden, sagte Unicef-Vertreter David Morley am Dienstag. Sie benötigten etwa Wasser, Ernährung und Schulbildung. Seit März 2015 seien mehr als 900 Kinder getötet und weitere 1300 verletzt worden, zudem würden zahlreiche Kindersoldaten rekrutiert, etwa um Stützpunkte zu bewachen und Waffen zu tragen.

«Kinder zahlen den höchsten Preis für einen Konflikt, den sie nicht verursacht haben», sagte der Unicef-Vertreter für Jemen, Julien Harneis. Kinder seien in Jemen nirgendwo mehr sicher. «Sogar Spielen und Schlafen ist gefährlich geworden», erklärte er.

Die Konfliktparteien in dem Bürgerkriegsland hatten sich vor einer Woche auf eine Waffenruhe und neue Friedensgespräche geeinigt. Ab dem 10. April sollen um Mitternacht die Feindseligkeiten eingestellt werden und eine Woche später Friedensgespräche in Kuwait beginnen. Nach Uno-Angaben sind in Jemen vergangenes Jahr etwa 9000 Menschen ums Leben gekommen.

Seit Wochen bereits versucht eine von Saudiarabien geführte Koalition, die Huthi-Rebellen in Jemen militärisch zu besiegen. Bisher leidet allerdings vor allem die Zivilbevölkerung und Sanaas wertvolle Altstadt. Alle Bilder anzeigen

 

http://www.nzz.ch/newsticker/unicef-zehn-millionen-kinder-im-jemen-brauchen-hilfe-1.18720645

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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