Israel, der Staat, der seit Jahrzehnten völkerrechtswidrig palästinensische Gebiete besetzt hat, weltweit Nr. 1 in der Militarisierung! Die großen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten sind weiterhin „ein treibender Faktor für die Aufrüstung und Modernisierung der Streitkräfte“. Die Nuklearmächte investieren derzeit viel Geld in die Modernisierung von Atomwaffen. In ihrem Jahresbericht warnen die SIPRI-Forscher vor den Folgen der Ukraine-Krise und einem gefährlichen Wettrüsten in Asien. Auch zahlreiche andere Konfliktherde in der Welt treiben die Aufrüstung in vielen Regionen an.“Angesichts der eskalierenden Situation im Nahen und Mittleren Osten müssen sich viele Staaten – einschließlich Deutschlands – die Frage stellen, inwieweit sie mit ihrer Rüstungsexportpolitik in dieser Region zur Konfliktdynamik beitragen.“ Dabei bräuchten wir einen Aufbau ziviler Kapazitäten, um Konflikte friedlich zu lösen! Die Rüstung frisst das Geld, was wir dafür bräuchten und um Programme zu Überwindung von Armut und Umweltübernutzung zu finanzieren, die Konflikte verschärfen!

RÜSTUNG

Nah- und Mittelost rüsten weiter auf

Der Globale Militarisierungsindex des Forschungsinstituts BICC zeigt aber auch in anderen Weltregionen einen ungebrochenen Trend zur Hochrüstung. Ganz vorne mit dabei sind die Kaukasus-Anrainer.

Israelischer Panzer auf den Golan-Höhen (Archivbild: DW/Daniella Cheslow)Israelischer Panzer auf den Golan-Höhen

Angeführt wird das Ranking des Globalen Militarisierungsindex (GMI) wie in den Vorjahren von Israel. Es folgen Singapur und Armenien. Unter den ersten zehn Staaten findet sich mit Jordanien ein weiteres Land aus dem Nahen Osten, zudem Südkorea, Russland, Zypern, Aserbaidschan, Kuwait und Griechenland. Deutschland belegt mit Rang 97 einen Platz im hinteren Mittelfeld der 152 untersuchten Staaten. Den geringsten Militarisierungsgrad weisen Papua Neuguinea, Island und Swasiland auf.

Die großen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten seien weiterhin „ein treibender Faktor für die Aufrüstung und Modernisierung der Streitkräfte“ in der Region, so Jan Grebe, einer der Verfasser der Studie. Neben dem israelisch-palästinensischen Konflikt und dem syrischen Bürgerkrieg gelte dies auch für die Bedrohung durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS).

DIE REDAKTION EMPFIEHLT

SIPRI: Zahl der Atomwaffen sinkt, Gefahr wächst

Die Nuklearmächte investieren derzeit viel Geld in die Modernisierung von Atomwaffen. In ihrem Jahresbericht warnen die SIPRI-Forscher vor den Folgen der Ukraine-Krise und einem gefährlichen Wettrüsten in Asien. (14.06.2015)

Wehrbeauftragter verlangt massive Aufrüstung

Militärische Muskelspiele

Waffenexport boomt weltweit

Keine verlässlichen Daten aus Syrien

Das Bürgerkriegsland Syrien, das in den Vorjahren ebenfalls stets einen der ersten zehn Plätze belegt hat, fehlt dort diesmal. Dies begründen die Autoren der Studie mit der unzureichenden Datenlage. Zudem seien Kuwait (Platz 9) und Bahrain (Platz 15) sowie Oman (Platz 13) und Saudi-Arabien (Platz 17), die auch im Krieg im Jemen involviert sind, regionale Konfliktparteien im arabischen Raum, die hohe Militarisierungsgrade aufweisen. Autor Grebe sieht in diesem Zusammenhang auch die Beschaffungsausgaben für moderne Waffensysteme in Milliardenhöhe, die etwa Saudi-Arabien tätigt, und betont: „Angesichts der eskalierenden Situation im Nahen und Mittleren Osten müssen sich viele Staaten – einschließlich Deutschlands – die Frage stellen, inwieweit sie mit ihrer Rüstungsexportpolitik in dieser Region zur Konfliktdynamik beitragen.“

Pulverfass Kaukasus

Zudem warnten die Experten vor einem anhaltenden Wettrüsten in der Kaukasusregion. So sei davon auszugehen, dass Russland, das seit 2008 eine Militärreform verfolgt, weiter aufrüsten werde. Die Ukraine rückte im Vergleich zum Vorjahr um zwei Ränge vor und liegt nun auf Platz 22.

Auffällig sei auch die hohe Militarisierung in den kleinen Staaten Armenien und Aserbaidschan. Die beiden zu Europa zählenden Länder investierten „übermäßig viele Ressourcen in den Aufbau und die Modernisierung ihrer Streitkräfte“, so Co-Autor Max Mutschler. Hintergrund ist der Konflikt um das frühere autonome Gebiet Berg-Karabach. Es erklärte sich 1991 unabhängig, wird jedoch international nicht anerkannt.

Aufrüstungstendenz in vielen Weltregionen

Aber auch zahlreiche andere Konfliktherde in der Welt treiben laut der Studie die Aufrüstung in vielen Regionen an und veranlassen Staaten zur Modernisierung ihrer Streitkräfte oder zur Erhöhung der Verteidigungshaushalte. Dazu gehören neben zwischenstaatlichen Rivalitäten und Konflikten überwiegend innerstaatliche bewaffnete Auseinandersetzungen, Bürgerkriege, Aufstände, ungelöste Territorialstreitigkeiten, militärische Konfrontationen und der Kampf gegen Piraterie.

Studie mit Schwäche

Die Studie über den Militarisierungsgrad einer Gesellschaft hat jedoch aufgrund der zugrundgelegten Datenbasis gewisse Schwächen. So tauchen die USA und China als die Länder, die weltweit führend bei den Militärausgaben sind, in den TOP 10 nicht auf. Das liegt am niedrigeren Verhältnis der Militärausgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowie der Anzahl des Militärpersonals beziehungsweise der schweren Waffensysteme zur Gesamtbevölkerung dort.

Das BICC (Bonn International Center for Conversion) ist ein außeruniversitärer Think Tank mit einem internationalen Mitarbeiterstab. Es wurde 1994 gegründet. Die Erarbeitung des jährlichen Index wird durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

qu/jj (kna, BICC)

http://www.dw.com/de/studie-nah-und-mittelost-r%C3%BCsten-weiter-auf/a-18880281?maca=de-newsletter_de_Nachrichten_spaet-6815-html-newsletter

Advertisements

Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s