“Der Deutsche” in Panama: Mit Briefkastenfirmen Geldwäsche und Steuerhinterziehung weltweit organisiert! In Deutschland bereits Hunderte von Hausdurchsuchungen bei Commerzbank, ihren Kunden und Bankern, auch BND- und CIA-Mitarbeiter und Firmen betroffen! Das Datenleck aus Panama zeigt die bislang verborgenen Geschäfte von 214’000 Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen in 21 Steueroasen, von den Britischen Jungferninseln bis zur Insel Niue in den Weiten des Pazifiks. Minutiös ist festgehalten, wer diese Firmen gründete, nutzte und mit ihnen in Verbindung stand. Darunter sind: Fünf amtierende und sieben frühere Staatschefs, darunter der derzeitige Premierminister von Island. 61 Familienmitglieder, enge Freunde und Personen aus dem unmittelbaren Umfeld von amtierenden oder ehemaligen Staatsoberhäuptern. Ferner Familienmitglieder von autoritären Staatschefs, unter anderem aus Aserbeidschan und Kasachstan. Über 100 Minister, hohe Beamte, Chefs von Staatsbetrieben und staatlichen Ölkonzernen, Generäle, Geheimdienstchefs, oberste Richter, und Größen aus Politik und Sportverbänden, die eigentlich alle der Transparenz verpflichtet wären. Und noch ein Detail: Bundesrepublik verweigert Einsicht über den Vater des “Deutschen”: Beim BND lägen zwar Dokumente über den SS-Mann, einem Rottenführer eines Totenkopfverbandes vor, deren Veröffentlichung könnten jedoch „das Wohl der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder“ gefährden. Er soll bei der Übersiedlung nach Panama eine Liste von NS-Widerstandskämpfern gehabt haben.

„Panama Papers“ legen brisante Details zu Steuerparadiesen offen

2,6 Terabyte an Daten geben Einblick in Offeshore-Deals internationaler Politiker und heimischer Banken

Wien – Mit den sogenannten „Panama Papers“ wurde am Sonntag Abend ein riesiger Datensatz über Steueroasen veröffentlicht. Das International Consortium for Investigative Journalists hat mit den elf Millionen Dateien, darunter Mails, Kontodaten und Briefe, das bisher größte Datenleak publiziert. In Österreich waren die Wiener Wochenzeitung Falter und der ORF an den monatelangen Recherchen beteiligt. Mit einer Größe von 2,6 Terabyte soll das Datenleck zehnmal so groß sein, wie jenes Daten-Konvolut, das unter dem Namen „Offshore-Leaks“ im April 2013 an die Oberfläche kam. Die heutigen Daten sollen aus der Kanzlei Mossack & Fonseca stammen, eines der weltweit größten Anbieter von Briefkastenfirmen mit Sitz in Panama, wie orf.at berichtet. Die Dateien bergen „brisante Enthüllungen über die Offshore-Deals internationaler Politiker, heimischer Banken und Oligarchen in Steuerparadiesen“, heißt es in einer Aussendung des Falter. (red, 3.4.2016)“ – derstandard.at/2000034112839/Panama-Papers-legen-brisante-Details-zu-Steuerparadiesen-offen

„Es ist kein Zufall, dass die Kanzlei „des Deutschen“ ausgerechnet in Panama floriert. In keinem anderen Land dieser Welt ballen sich die Offshore-Dienstleister derart wie in Panama, das wie eingeklemmt zwischen Costa Rica und Kolumbien genau da liegt, wo der amerikanische auf den lateinamerikanischen Kontinent stößt. Hier, in den Tropen, schlägt das Herz der Offshore-Welt.

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Gründer Jürgen Mossack, 68, er ist „der Deutsche“. Er und seine Kanzlei verkaufen seit fast 40 Jahren anonyme Briefkastenfirmen, meist ausgestattet mit Scheindirektoren, um zu verschleiern, wer sich dahinter verbirgt. Mossack Fonseca ist einer der weltweit größten Anbieter dieser Dienste, und jetzt steht die Firma im Mittelpunkt der Panama Papers, eines Projekts, das bei der Süddeutschen Zeitung seinen Anfang nahm.

Beginnend vor etwas mehr als einem Jahr wurden der SZ über Monate hinweg interne Daten von Mossack Fonseca zugespielt – insgesamt 2,6 Terabyte. In diesem riesigen Datenhaufen recherchierten in den vergangenen zwölf Monaten rund 400 Investigativ-Reporter aus mehr als 80 Ländern, von mehr als 110 Medien, koordiniert von der SZ und dem Internationalen Konsortium für Investigative Journalisten (ICIJ) in Washington.

Man tut sich schwer, die spektakulärsten Fälle zu nennen. Ist es die Spur, die offenbar zu Wladimir Putins innerstem Zirkel führt – und zu Hunderten Millionen US-Dollar? Sind es die Offshore-Firmen des aktuellen Premierministers von Island und zwei seiner Minister? Ist es das Treiben der korrupten Fifa-Funktionäre, oder ist es die Briefkastenfirma von Barcelonas Superstar Lionel Messi?

Das Prinzip von Mossack Fonsecas Geschäftsmodell ist einfach: Für oft nur 1000 Dollar bekommt man eine anonyme Firma. Gegen Aufpreis stattet Mossfon diese Firma mit sogenannten Scheindirektoren aus und verschleiert damit den wahren Inhaber. Nach außen ist die Firma eine Black Box, niemand sieht, was drinnen vorgeht.

Aber wer sich in den Panama Papers umsieht, stellt sehr schnell fest, dass es in der überwältigen Zahl der Fälle vor allem um eines geht: zu verschleiern, wem die Firma in Wahrheit gehört.

Sie belegen, wie die globale Offshore-Industrie im Verbund mit großen Banken, Anwaltskanzleien und Vermögensverwaltern, in aller Verschwiegenheit die Besitztümer von Politikern, Fifa-Funktionären, Betrügern und Drogenschmugglern, aber auch von Milliardären, Prominenten und Sport-Stars verwaltet.

Igor Angelini, hef der Finanzermittlungseinheit von Europol, erklärt, dass Briefkastenfirmen auch eine „wichtige Rolle bei Geldwäsche-Aktivitäten im großen Maßstab“ spielen. Gleiches gelte für Korruption: Offshore-Firmen würden besonders genutzt, „um die Bestechungsgelder weiterzuleiten“. Mossfon hat in den fast 40 Jahren seiner Existenz Hunderttausende solcher Firmen gegründet, verkauft und verwaltet, in Panama, auf den Britischen Jungferninseln oder in anderen Steueroasen.

Auch die Filialen und Partnerbüros von Mossack Fonseca verteilen sich über die ganze Welt.

Auch in Deutschland wird nach SZ-Informationen schon länger gegen die Verantwortlichen von Mossack Fonseca ermittelt. Deutsche Fahnder hatten vor einiger Zeit interne Mossack-Fonseca-Daten von einem Whistleblower gekauft. Dieses Material enthält zwar nur einen Bruchteil der Panama Papers – aber schon das reichte aus, um eine Razzia bei der Commerzbank durchzuführen und rund hundert Hausdurchsuchungen bei Endkunden und Bankern. Die Commerzbank willigte am Ende ein, 17 Millionen zu bezahlen, damit das Verfahren eingestellt wurde.

Als Jürgen Mossack in Panama zum erfolgreichen Geschäftsmann avanciert, ist seine Familie längst wieder in Deutschland. Die Eltern kehrten offenbar Anfang der Siebzigerjahre zurück, ebenso seine Schwester und sein Bruder, der inzwischen Honorarkonsul der Republik Panama in Wiesbaden ist. Die Eltern zogen wieder nach München, wo der Vater, Erhard Mossack, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg von US-Truppen festgesetzt worden war. Mossack, ein Waffen-SS-Mann, der im Krieg als Rottenführer in einem Totenkopf-Regiment gedient hatte, soll eine Liste von NS-Widerstandskämpfern gehabt haben.

Und damit nicht genug: Eine SZ-Anfrage zu Erhard Mossack kommt vom Bundesnachrichtendienst ohne Auskunft zurück. Dort lägen zwar Dokumente vor, diese könnten jedoch „das Wohl der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder“ gefährden.

Und welche Ironie, dass auch der Sohn dieses Mannes mit allen Seiten Geschäfte macht: Die geleakten Dokumente zeigen CIA-Leute ebenso wie BND-Mitarbeiter, Waffenschmuggler, Drogenhändler…..

mehr: http://www.panamapape

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Das Datenleck aus Panama zeigt die bislang verborgenen Geschäfte von 214’000 Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen in 21 Steueroasen, von den Britischen Jungferninseln bis zur Insel Niue in den Weiten des Pazifiks. Minutiös ist festgehalten, wer diese Firmen gründete, nutzte und mit ihnen in Verbindung stand.

Darunter sind:

  • Fünf amtierende und sieben frühere Staatschefs, darunter der derzeitige Premierminister von Island.
  • 61 Familienmitglieder, enge Freunde und Personen aus dem unmittelbaren Umfeld von amtierenden oder ehemaligen Staatsoberhäuptern. Zum Beispiel Li Xiaolin, Tochter von Chinas Ex-Premier Li Peng. Ferner Familienmitglieder von autoritären Staatschefs, unter anderem aus Aserbeidschan und Kasachstan.
  • Über 100 Minister, hohe Beamte, Chefs von Staatsbetrieben und staatlichen Ölkonzernen, Generäle, Geheimdienstchefs, oberste Richter, und Grössen aus Politik und Sportverbänden, die eigentlich alle der Transparenz verpflichtet wären.
  • http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/panama-papers/panama-papers-ein-netz-fuer-geheime-vermoegen/story/23395037

rs.de/

Namen und Taten:

https://panamapapers.icij.org/the_power_players/

 

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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