Sechs Jahre nach dem Verbot: Streubomben und Minen werden weiter hemmungslos eingesetzt! 80 Prozent treffen die Zivilbevölkerung! Alle 22 Minuten wird ein Mensch von einer Mine verletzt oder getötet, das sind über 32 Minenopfer pro Tag. Was tun, um internationales Recht durchzusetzen?

Zum UN-Landminentag 4. April: Immer mehr verbotene Waffen eingesetzt

Freigeschaltet am 02.04.2016 um 06:43 durch Thorsten Schmitt
Landminen: Warnzeichen Minen

Landminen: Warnzeichen Minen
Foto: MatthiasKabel
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nicht nur in Syrien und im Jemen, sondern auch in Afghanistan, Kolumbien, Myanmar oder Tunesien: Der Einsatz verbotener Explosivwaffen hat seit 2014 deutlich zugenommen, wobei dies vielerorts auf Gleichgültigkeit stößt. Anlässlich des UN-Tages zur Aufklärung über die Minengefahr ruft Handicap International dazu auf, dass Einsatz, Verkauf und Weitergabe von Minen und Streumunition einstimmig und mit Nachdruck von der internationalen Gemeinschaft verurteilt werden.

Der 4. April ist der internationale Tag zur Aufklärung über die Gefahr von Minen und Streubomben. Obwohl beide Waffenarten durch internationales Recht verboten sind, wurden insbesondere Streubomben in den letzten Jahren regelmäßig eingesetzt. 80% der Opfer beider Waffen stammen aus der Zivilbevölkerung.

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„Vor sechs Jahren feierten wir hoffnungsvoll das Inkrafttreten des Vertrags über ein Verbot von Streubomben, zu dem unsere Kampagne viel beigetragen hatte“, erinnert Eva Maria Fischer, Kampagnensprecherin von Handicap International Deutschland. „Doch in den aktuellen Kriegen werden diese Waffen wieder hemmungslos eingesetzt, und dabei wird offensichtlich keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung genommen, die vor allem von den Einsätzen betroffen ist. Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass das internationale Recht eingehalten wird und diese Waffen nicht mehr weitergegeben und eingesetzt werden.“

Laut dem letzten „Cluster Munition Monitor“ vom August 2015 wurden Streubomben seit 2010 noch nie so häufig von staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren eingesetzt wie im Berichtszeitraum Juli 2014 bis Juli 2015: in Libyen, in Syrien, im Sudan, in der Ukraine und im Jemen. Keiner dieser Staaten hat den Verbotsvertrag bisher unterzeichnet. Der aktuelle Landminenmonitor vom November 2015 unterstreicht wiederum den besorgniserregenden Anstieg des Einsatzes von Minen und Sprengfallen durch nicht-staatliche bewaffnete Gruppen. Zehn Länder sind hiervon betroffen: Afghanistan, Kolumbien, Irak, Libyen, Myanmar, Pakistan, Syrien, Tunesien, Ukraine und Jemen. Dies ist die höchste Anzahl betroffener Länder seit 2006.

Eines sehr aktuelles Beispiel ist Jemen: Seit vielen Monaten ist das Land Schauplatz des massiven Einsatzes von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten durch alle Konfliktparteien. Dabei wurden auch Landminen und Streubomben regelmäßig eingesetzt. Die Organisation Human Rights Watch berichtet von insgesamt 15 Angriffen mit sechs verschiedenen Arten von Streumunition in mindestens 5 der 21 Provinzen des Landes (Amran, Hajja, Hodiada, Saada, Sanaa) seit März 2015.

Handicap International unterstützt in zahlreichen der durch Minen und Streubomben betroffenen Länder die Opfer dieser Waffen, engagiert sich in der Räumung explosiver Kriegsreste und klärt über die Gefahren auf.

Quelle: Handicap International (ots)

http://www.extremnews.com/nachrichten/weltgeschehen/88f515c00f373aa

Minenräumung, Entminung, Bombenräumung: http://www.fsd.ch

Alle 22 Minuten wird ein Mensch von einer Mine verletzt oder getötet, das sind über 32 Minenopfer pro Tag. Von den Tieren, die durch Minen verletzt oder getötet werden, sprechen die Bilanzen nicht.

Die „USA“ haben die Anti-Minen-Konvention bis heute (2002 / 2005) nicht unterschrieben.

Die Kosten, die durch Minen entstehen, sind enorm, weil nach einem Krieg die Minen im Boden bleiben und weiter eine unsichtbare Gefahr darstellen, ohne dass sich die jeweiligen Kriegsparteien um deren Entfernung kümmern.

Ein überlebendes Minenopfer, dem ein Arm oder ein Bein abgerissen wurde, fehlt der Familie als Arbeitskraft auf dem Feld, isst aber weiter mit. Sind beide Beine oder beide Arme abgerissen, braucht das Minenopfer eine dauernde Betreuung, so dass der Familie gleich zwei Arbeitskräfte fehlen.

Ein totes Minenopfer ist noch tragischer für die Familie, denn nun fällt eine Arbeitskraft und ein Glied der Familie weg, ohne dass das Opfer eine Schuld auf sich geladen hätte.

Die Spitalkosten für Minenopfer sind enorm und können von den Familien oft nicht aufgebracht werden. Die Familien geraten in Schulden.

Durch Minen wird jegliches Menschenrecht zerstört, denn schuldlos verletzt zu werden, ohne dafür eine Kompensation vom Verursacher zu erhalten, ist Raub: Raub der Menschenwürde und Raub der Gesundheit. Die Entminung ganzer Länder mittels Hunden ist sehr kostspielig, mit Ratten schon eher möglich.

Hier ist eine Hölle. Die Verursacher von Verletzungen und Tod durch Minen in ehemaligen Kriegsgebieten werden bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen, weder durch lokale, noch durch nationale, noch durch internationale Gerichtshöfe, an erster Stelle die „USA“. Länder, die Fabriken zur Minenproduktion zulassen, sollten nicht nur geächtet, sondern auch verurteilt und kontrolliert werden. Waffeninspektoren in den „USA“ und in anderen „zivilisierten“ Ländern,sollten somit keine Unmöglichkeit bleiben, um die Minenproduktion zu stoppen. Entminung sollte von den Produzenten von Minen bezahlt werden müssen, dann gäbe es sofort keine Minenproduktionen mehr.

 

 

 

http://www.soz-etc.com/soz/buch-hoelle/07_minen-und-minenfelder.htm

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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