Obwohl nicht Putin, sondern sein westlicher Gegenspieler Poroschenko persönlich direkt betroffen ist und der König von Saudi-Arabien, nutzen die deutschen Medien vor allem Putin, um die westliche Konfrontationspolitik zu rechtfertigen und von den deutschen Banken, Firmen und Politikern und ihren westlichen Elitefreunden abzulenken, wie dem Briten Cameron, dessen Vater in den Papieren erwähnt ist oder dem neuen konservativen argentinischen Präsidenten! Was das Umfeld von Putin aber nicht entschuldigt! Offshore-Geschäfte 8 Antworten zu den «Panama Papers»Geldwäscherei in Steuerparadiesen Handeln statt Reden Im Zentrum des Wirbels: Die Anwaltskanzlei Mossack & Fonseca (Bild: Reuters) Vor nicht einmal drei Jahren haben die Staatschefs der grossen acht Länder versprochen, die Transparenz und Datenaustausch in Steueroasen zu verbessern. Die «Panama Papers» zeigen, dass nicht viel geschehen ist.

Offshore-Geschäfte
8 Antworten zu den «Panama Papers»
Politiker, Stars und Kriminelle sollen über Jahrzehnte eine panamaische Anwaltskanzlei genutzt haben, um Konten und Wertgegenstände zu verstecken. Das geht aus Unterlagen hervor, die Medien auf der ganzen Welt ausgewertet haben. Ein Überblick.
  • von msl./toc./cts./Agenturen
  • 3.4.2016, 22:43 Uhr
Finanzgeschäfte über Offshore-Firmen in Panama. (Bild: Imago)

Finanzgeschäfte über Offshore-Firmen in Panama. (Bild: Imago)

Was sind die «Panama Papers»?

Die sogenannten «Panama Papers» sind das Resultat einer grossen internationalen Recherche, bei der Journalisten aus über 80 Ländern mehr als 11 Millionen Dokumente über Briefkastenfirmen analysiert haben. Sowohl die Datenmenge, als auch die involvierten Persönlichkeiten und Firmen lassen aufhorchen.

Von wem stammen die «Panama Papers»?

Die «Panama Papers» stammen von der Anwaltskanzlei des Deutschen Jürgen Mossack. Seine Kanzlei Mossack Fonseca besitzt Dutzende von Büros auf der ganzen Welt, etwa in Zürich, London oder Hongkong. Die Daten wurden der «Süddeutschen Zeitung» vor über einem Jahr anonym zugespielt. Die Kanzlei bietet in Panama sogenannte Offshore-Dienstleistungen an. Dank diesen können Unternehmen gewisse Firmenteile oder Prozesse ins Ausland verlagern. In Panama werden solche «Briefkastenfirmen» oft verwendet um Steuern im Ausland zu sparen. Denn in Panama müssen so gut wie keine Gewinnsteuern bezahlt werden.

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Ramón Fonseca Mora, Chef der Kanzlei, bestätigte im Fernsehsender TVN: «Wir wurden gehackt. Das ist ein Verbrechen.» Sein Unternehmen helfe aber nicht bei Geldwäsche oder Steuerhinterziehung. Seine Kanzlei gründe lediglich Firmen und verkaufe sie dann an Banken, Vermögensverwalter oder Anwälte. Eine Geschäftsbeziehung zu den Endkunden bestehe nicht.

Was steckt in den «Panama Papers»?

2,7 Terrabyte Daten beziehungsweise 11,5 Millionen Dokumente der in Panama ansässigen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Das Leck umfasst E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente von rund 214’000 Gesellschaften, die Mossack Fonseca im Auftrag von Kunden – vor allem in Panama und auf den Britischen Jungferninseln –gegründet hat.

Was zeigen die «Panama Papers»?

Die Auswertung der Dokumente soll zeigen, dass viele der Briefkastenfirmen im Auftrag von aktuellen und früheren Staatschefs, weiteren Spitzenpolitikern sowie Prominenten eingerichtet und betreut wurden. Die «Süddeutsche Zeitung» schreibt, die «Panama Papers» würden zeigen, dass diese Briefkastenfirmen unter anderem dazu dienten, um internationale Sanktionen zu umgehen, Steuern zu hinterziehen oder Geld zu waschen.

Was steckt in den Daten?

Anzahl Dokumente (in Mio.)
SonstigeTexteBilderPDF’sDatenbankformateE-Mails00.511.522.533.544.55

Wer versteckt Geld in Panama?

Die Daten legen Offshore-Geschäfte von insgesamt 140 Politikern und hohen Amtsträger weltweit offen. Es finden sich Namen von amtierenden und ehemaligen Staats- und Regierungschefs in den Unterlagen, zum Beispiel diePremierminister von Island und Pakistan sowie die Präsidenten von Argentinien und der Ukraine. Auch international sanktionierte Geschäftsleute wie ein Cousin von Bashar al-Asad oder Monarchen wie der König von Saudiarabien sollen Offshore-Firmen benutzt haben.

Die Kanzlei hat offenbar mehr als 200’000 Offshore-Firmen gegründet, darunter viele, die laut den Papers engen Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin gehören. Zahlreiche Weggefährten Putins sollen in den vergangenen Jahren mehr als 2 Mrd. $ durch Briefkastenfirmen geschleust und dabei Millionenbeträge ausser Landes geschafft haben.

Spuren führen auch zum Weltfussballverband Fifa. So soll der uruguayische Anwalt Jan Pedro Damiani, Mitglied in der rechtsprechenden Kammer der Fifa-Ethikkommission, drei Angeklagten im Fifa-Skandal zu Offshore-Firmen verholfen haben, über die möglicherweise Fussball-Funktionäre bestochen worden sein sollen. Die Ethikkommission des Fussball-Weltverbandes Fifa hat bereits interne Vorermittlungen gegen Damiani eingeleitet, wie der Sprecher der ermittelnden Kammer der Ethikkommission, Roman Geiser, am Sonntagabend bestätigte.

Was ist die Verbindung zur Schweiz?

Mossack Fonseca arbeitete mit 14’000 Banken, Anwaltskanzleien und weiteren Intermediären zusammen, um die Briefkastenfirmen, Stiftungen und Trusts für die eigenen Kunden zu gründen. 1200 dieser Intermediäre sollen auch in der Schweiz tätig gewesen sein.

Die grössten «Firmengründer»

Anzahl der Offshore Firmen
Rothschild Trust Guernsey LimitedLandsbanki Luxembourg S.A.Société Générale Bank & Trust LuxembourgCoutts & Co. Trustees (Jersey)UBS Ag (Succ. Rue Du Rhône)HSBC PRIVATE BANK (SUISSE) S.A.HSBC Private Bank (Monaco) S.A.Credit Suisse Channel Islands LimitedJ. Safra Sarasin – Luxembourg S.A.Experta Corporate & Trust Servicesbanque0500100015002000

Die Anwaltskanzlei soll für ihre Kunden etwa 15’000 Offshore-Firmen gegründet haben. Hierzu arbeitet sie weltweit mit über 500 Banken zusammen. 2200 der 15’000 Offshore-Firmen sollen von der Credit Suisse Channel Islands Limited, der UBS sowie der HSBC-Tochter in der Schweiz gegründet worden sein. Laut dem Recherchekollektiv sind Banken, die hauptsächlichen Treiber des Schwarzgeldverkehrs. Sie sollen ihren Kunden auf diesem Weg geholfen haben Geld zu verstecken. Die oben genannten Banken mit einer Verbindung zur Schweiz sind für einen Grossteil der Offshore-Konstruktionen verantwortlich.

Der «Tages-Anzeiger» schreibt, dass die «Gazprombank Schweiz» 2014 auf Panama ein Konto für Sergei Roldugin eröffnet habe. Roldugin ist ein enger Freund Putins. Das Konto sollte auf eine Briefkastenfirma laufen. Die Panama-Papieren erklärten laut dem «Tages-Anzeiger» explizit, dass das Firmenkonstrukt gebildet worden sei, um «die Identität des wirtschaftlich Berechtigten dieser Firma zu schützen und sie geheim zu halten». Denn Roldugin hätte wegen der Sanktionen gegen Putins Umfeld keine Geschäfte mit Schweizer Banken abschliessen dürfen. Das Vermögen Roldugins beträgt angeblich mehrere Mio.$. Die Herkunft des Geldes ist unklar, Roldugin selbst bestreitet, ein solches Vermögen zu besitzen. Das Recherchekollektiv vermutet, dass das Firmenkonstrukt um Roldugin dazu dient, Geld des Putin-Clans zu waschen.

Ist das legal?

Grundsätzlich sind jegliche Arten von Offshore-Firmen legal und haben einen wirtschaftlich nützlichen Zweck. Doch werden solche Firmen oft dazu missbraucht, um Finanzströme zu verschleiern oder um Geld zu verstecken. Die Abgrenzung muss daher in jedem Einzelfall einzeln unternommen werden. Die Journalisten kommen aber klar zum Schluss, dass es in der überwältigen Zahl der in den «Panama Papers» dokumentierten Fälle vor allem darum ging, zu verschleiern, wem die Firma in Wahrheit gehört.

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Die Welt der Offshore-Geschäfte ist eine schwer zu durchschauende mit eigenen Regeln und teils grenzwertigen Praktiken. In den «Panama Papers» finden sich verschiedene Dokumente, die einen detaillierten Einblick in die Geschäfte mit Briefkastenfirmen geben. Das Recherchekollektiv gibt ein Beispiel: Einzelne von Mossack Fonseca eingesetzte Personen fungierten als Scheindirektoren Hunderter oder Tausender Firmen. Diese Personen unterschrieben Blanko-Vorlagen für Dokumente oder Verträge, mutmasslich ohne zu wissen was mit ihrer Unterschrift und diesen Dokumenten später passieren würde. Je nach Vorhaben des Mossack Fonsecca-Kunden im Hintergrund wurden die Dokumente später mit dem passenden Vertragstext ausgestattet.

Wieso Panama?

Panama kennt ein liberales Bankengesetz, das zahlreiche Kreditinstitute angelockt und den Staat zu einem der bedeutendsten Finanzplätze Lateinamerikas gemacht hat: Etwa 90 Banken verwalten Einlagen in der Höhe von rund 65 Mrd. $. Zudem bietet Panama konkurrenzlos tiefe Steuern für Firmen an. Diesen Missstand prangert auch die EU an. Im vergangenen Jahr hat sie Panama auf eine Liste mit «nicht mit der EU kooperierenden Ländern» gesetzt.

In den 1980er Jahren war das Land das Bankenzentrum der kolumbianischen Drogenkartelle. Zuletzt bemühte sich Panama allerdings darum, dieses Image loswerden und sich als seriöser Finanzplatz zu positionieren.

Panamas Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu den Vorwürfen eingeleitet. «Nachdem Informationen zu den sogenannten «Panama Papers» publik geworden sind, gibt die Staatsanwaltschaft den Beginn entsprechender Ermittlungen bekannt», hiess es in einer Mitteilung der Behörde vom Sonntag. Präsident Juan Carlos Varela hat zudem am Sonntagabend eine lückenlose Kooperation bei Ermittlungen zu den Enthüllungen über die umfangreichen Finanzgeschäfte mit Briefkastenfirmen angekündigt. Sein Land werde dazu «energisch» mit der Justiz zusammenarbeiten, sagte Varela. Im Übrigen sollten die Enthüllungen nicht davon ablenken, dass seine Regierung eine «Null-Toleranz»-Politik im Umgang mit illegalen Aktivitäten in der panamaischen Finanzindustrie fahre.

 

 

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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