Geschäft mit dem Tod blüht: Rüstungsausgaben steigen: 1,47 Billionen Euro haben die Staaten 2015 für Militärausgaben verschwendet, in einer Welt, in der jede Stunde 300 Kinder verhungern, viele noch keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Ausbildung haben! Armutsbedingt sterben täglich 50.000 Menschen. Wie lange wollen wir so eine Politik noch zulassen? Von 200 Staaten liegt Deutschland bei den Rüstungsausgaben auf Platz 9, beim Waffenhandel, dem Rüstungsexport auf Platz 5! Die „amerikanischen Freunde“ führen die Statistiken mit weitem Abstand an und geben allein so viel für Rüstung aus, wie die nächsten acht Staaten zusammen,mehr als doppelt so viel wie China und neun mal so viel wie Russland!

SIPRI-BERICHT ZU RÜSTUNGSEXPORTEN
Der Waffenhandel blüht

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Panzer der US-Armee in Mannheim. Ein Drittel der weltweiten Militärausgaben tätigt die USA. Foto: dpa
Das Geschäft mit dem Tod geht wieder gut. Erstmals seit vier Jahren steigen weltweit die Rüstungsausgaben an. Die größten Waffenexporteure sind USA, Russland, China, Frankreich – und Deutschland.

Weltweit steigt der Waffenhandel wieder. Erstmals seit vier Jahren stellt das Friedensforschungsinstitut Sipri wieder einen Anstieg der globalen Militärausgaben fest. Das ergab eine Studie des Instituts. Insgesamt gaben die Staaten der Erde im vergangenen Jahr 1,676 Billionen Dollar (1,471 Billionen Euro) für militärische Zwecke aus, heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Jahresgutachten des Stockholmer Instituts.

Die größten Armeen der Welt

Platz Zehn: Südkorea. Die Grenze zwischen den beiden Koreas gilt als die am schwersten bewaffnete Region der Welt.
Foto: reuters
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Der Rüstungsverkauf stieg zwischen 2011 und 2015 im Vergleich zum Zeitraum 2006 bis 2010 um 14 Prozent. 2015 gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 1 Prozent.

Die größten Waffenexporteure sind laut Studie die USA, Russland, China, Frankreich und Deutschland. Deutschlands Exporte seien im Vergleich zu den Jahren 2006 bis 2010 etwa auf die Hälfte gesunken, so Sipri. Auffällig gesteigert habe dagegen China seine Rüstungsexporte – insgesamt um 88 Prozent. Die Volksrepublik ist damit nicht mehr länger nur einer der größten Einkäufer von Waffen avanciert auch zu einem der größten Verkäufer. Mittlerweile sind die fünf größten Abnehmer von Rüstungsgütern laut dem Institut Indien, Saudi-Arabien, China, die Vereinigten Arabischen Emirate und Australien.

Ein besonderer Anstieg des Bedarfs an Waffen lässt sich im Nahen und Mittleren Osten feststellen. Die Auswertung des Stockholmer Instituts macht deutlich, wie bewaffnete Konflikte auch auf die Militärausgaben der Nachbarländer ausstrahlen. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ließ nicht nur die Militärausgaben dieser beiden Länder ansteigen. Kräftige Zuwächse registrierte Sipri auch in Anrainerstaaten wie Polen und den drei baltischen Ländern, die eine stärkere militärische Bedrohung durch Russland fürchten. Insgesamt legten die Militärbudgets in Ostmitteleuropa um 13 Prozent zu.

USA auf Platz Eins
Das Land mit dem größten Militärbudget ist und bleibt die USA. Ein Drittel der weltweiten Militärausgaben tätigt das Pentagon, im vergangenen Jahr waren das 596 Milliarden Dollar. Das waren 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr – aber immer noch 36 Prozent aller weltweiten Militärausgaben im Jahr 2015. Auf Platz zwei folgte China mit umgerechnet 189 Milliarden Euro (plus 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Dem schließt sich Saudi-Arabien an, das mit 76,5 Milliarden Euro (plus 5,7 Prozent) mehr als doppelt soviel wie Deutschland ausgibt und sogar Russland mit 58,3 Milliarden Euro (plus 7,5 Prozent) hinter sich lässt. Erst dann kommt Deutschland, dessen Militärausgaben das Institut mit 34,6 Milliarden Euro angab, und das damit von von Platz acht auf Platz neun zurückfiel. Überholt wurde es von Japan.
Der Leiter des Sipri-Projekts, Sam Perlo-Freeman, sprach von kontrastierenden Entwicklungen. „Die unberechenbaren politischen und wirtschaftlichen Umstände lassen die Entwicklung der kommenden Jahre ungewiss erscheinen“, resümierte Perlo-Freeman. „Einerseits spiegelt die Ausgabenentwicklung die zunehmenden Konflikte in vielen Teilen der Welt wider. Andererseits zeigen sie einen klaren Bruch mit dem Ausgaben-Boom der vergangenen Jahre, der vor allem durch Öleinnahmen genährt worden war.“ Der schwache Ölpreis habe eine dämpfende Wirkung auf die Entwicklung gehabt. Das größte Minus im Militärbudget hatten die ölfördernden Staaten Venezuela (minus 64 Prozent) und Angola (minus 42 Prozent).

Die Opposition im Bundestag hatte im Vorfeld der Studie deutsche Waffengeschäfte kritisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) solle sich für einen Stopp von Rüstungsgütern auf die Arabische Halbinsel einsetzen.

Die Linken-Fraktion im Bundestag erklärte, es gebe mit Blick auf Deutschland keinen Grund zur Entwarnung. Die jüngsten Zahlen zu den Exportgenehmigungen für 2015 hätten – Einzel- und Sammelausfuhren zusammengenommen – einen neuen Rekordwert von 12,8 Milliarden Euro erreicht. Für Kritik sorgte in diesem Zusammenhang unter anderem eine geplante Lieferung von Panzern nach Katar mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro.

Eine mögliche Trendwende sehen die Stockholmer Experten bei den Militärausgaben in Nordamerika und Westeuropa, die nach 2009 immer weiter gefallen waren. Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben bereits eine Erhöhung ihrer Etats angekündigt. Mit mehr Militär soll auf die gestiegene Bedrohungslage durch den islamistischen Terror reagiert werden. (dil/afp/dpa/kna)

TRENDS IN WORLD MILITARY

EXPENDITURE, 2015

sam perlo-freeman, aude fleurant, pieter wezeman and
siemon wezeman
Global military expenditure in 2015 was an estimated $1676 billion,
represent ing an increase of about 1.0 per cent in real terms from 2014.1 Total
expend iture was equivalent to 2.3 per cent of global gross domestic product
(GDP). This is the fi rst increase in world military spending since 2011. The
total rose continuously for 13 years from 1998 to 2011, before decreasing
slightly between 2011 and 2014 (see fi gure 1).
The SIPRI Military Expenditure Data base, available at <http://www.sipri.
org/databases/milex/>, was updated on 5 April 2016 to include new data on
military expenditure in 2015. This Fact Sheet highlights regional and national
trends in 2015 and between 2006 and 2015, as revealed by the new data.
Military expenditure in North America and Western Europe fell again
in 2015, but at a slower pace than in previous years. Military expenditure

Halten wir die Zahlen des deutschen Wissenschaftlers der Yale-Uni, Thomas Pogge entgegen:

Thomas Pogge: Weltarmut und Menschenrechte.

Kosmopolitische Verantwortung und Reformen.

 

 

„Bei einer Weltbevölkerung von gegenwärtig rund 7,25 Milliarden Menschen sind nach offiziellen Angaben

805 Millionen Menschen unterernährt,

haben mehr als eine Milliarde keine geeignete Unterkunft,]

etwa 748 Millionen kein sauberes Trinkwasser,

rund 1,8 Mrd. keine ausreichenden sanitären Einrichtungen und

1,2 Milliarden keinen elektrischen Strom.
Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen verlässlichen Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten
781 Millionen Menschen über 14 Jahre sind Analphabeten.
168 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren
leisten Lohnarbeit, oft unter sklavenähnlichen und gefährlichen Bedingungen:
als Soldaten, Prostituierte oder Haushaltshilfen, in der Landwirtschaft, im Bauwesen oder in der Textil- und Teppichwirtschaft.
Mindestens ein Drittel aller menschlichen Todesfälle, 18 Millionen pro Jahr, geht auf armutsbedingte Ursachen zurück.Armutsbedingt sterben 50 000 Menschen am Tag – fast die Hälfte davon Kinder unter fünf Jahren.

„Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Erde leben in extremer Armut. Menschen in reichen Ländern müssten auf weniger als ein Vierzigstel ihrer Konsumausgaben verzichten, „um alle Menschen aus schwerer Armut zu befreien“

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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