Mit israelischen Kamikaze-Drohnen Armenier getötet! Laut Angaben der IAI wurden bisher mehrere hundert solche «Harop»-Drohnen weltweit verkauft. Die israelische Rüstungsindustrie ist führend in der Entwicklung in diesem Bereich und inzwischen der wichtigste Exporteur von Drohnen.

Konflikt um Nagorni Karabach

Kamikaze-Drohnen im Einsatz

Über dem umstrittenen Gebiet von Nagorni Karabach sind offenbar erstmals israelische Kamikaze-Drohnen im Kampf eingesetzt worden. Das zeigt ein Video der aserbaidschanischen Streitkräfte.

Ein Modell der «Harop»-Drohne, wie sie im Jahre 2013 auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris gezeigt wurde. (Bild: Julian Herzog/Wikipedia )

Sieben armenische «Freiwillige» sollen diese Woche in Nagorni Karabach bei einem Angriff eines unbemannten Flugkörpers auf einen Truppentransporter getötet worden sein. Beim Angreifer habe es sich laut dem Sprecher des armenischen Verteidigungsministeriums um eine israelische «Harop»-Drohne gehandelt, wie dieser gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Ria-Novosti erklärte. Die Kampfdrohne sei bei ihrem Einsatz von den aserbaidschanischen Streitkräften ferngesteuert worden.

Erstmals im Kriegseinsatz

Gleichzeitig tauchte im Internet ein von aserbaidschanischer Seite gepostetesVideo auf, das eine «Harop»-Drohne im Flug über dem zwischen beiden Staaten umstrittenen Gebiet von Nagorni Karabach zeigen soll. Die typische Form der Drohne mit ihren beiden kleinen Vorflügeln macht sie auf den Aufnahmen leicht erkennbar. Falls diese wirklich authentisch sind, könnten sie den bisher ersten Einsatz dieses speziellen Flugkörpers in einem bewaffneten Konflikt zeigen.

Die «Harop»-Drohne wird vom staatlichen israelischen Hersteller Israeli Aerospace Industries (IAI) hergestellt und wird entweder ferngesteuert oder durch ein bordeigenes Navigationssystem in ihr Ziel gelenkt. Zu ihren speziellen Eigenschaften gehört, dass sie vor dem eigentlichen Angriff mehrere Stunden über dem Ziel kreisen kann und dabei mit ihren Kameras an Bord Daten und Livebilder an die Bodenstation liefert.

23 Kilogramm Sprengstoff

Wenn die Drohne dann das entsprechende Kommando erhält, stürzt sie sich anschliessend mit ihren 23 Kilogramm Sprengstoff an Bord auf das Ziel und zerstört dieses. Deshalb wird sie auch als Kamikaze- oder «Selbstmord»-Drohne bezeichnet. Für den Fall, dass der Angriff abgebrochen wird, kann sie an einem Fallschirm weich landen und von einer Bodenmannschaft wieder geborgen werden.

Laut Angaben der IAI wurden bisher mehrere hundert solche «Harop»-Drohnen weltweit verkauft. Die israelische Rüstungsindustrie ist führend in der Entwicklung in diesem Bereich und inzwischen der wichtigste Exporteur von Drohnen.

Israel und Aserbaidschan als Alliierte

Dass Aserbaidschan zu den Abnehmern israelischer Waffentechnologie gehört, ist dabei nicht überraschend. Denn das muslimische Land und Israel verbindet schon seit längerem eine enge wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit, die sie zu faktischen Alliierten macht.

Gerade im zur Zeit wieder aufgeflammten Konflikt um die Region Nagorni Karabach mit Armenien betrachtet Aserbaidschan Israel als strategischen Partner. Die beiden Staaten sind sich insbesondere auch einig in der Ablehnung von hegemonialen Ambitionen des benachbarten Irans. Aus diesem Grund beliefert Israel Aserbaidschan, dessen Bevölkerung zu 85 Prozent aus Schiiten besteht, mit modernsten Waffensystemen – wie zum Beispiel der «Harop»-Drohne, wie sich nun gezeigt hat.

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Autor: demokratischewerkstatt

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