Entwicklungshilfe-Doku: Hilfe, die arm macht Warum kommt Afrika wirtschaftlich nicht auf die Beine? Weil Entwicklungshilfe es seit Jahrzehnten in Armut hält?

Entwicklungshilfe-Doku: Hilfe, die arm macht
Warum kommt Afrika wirtschaftlich nicht auf die Beine? Weil Entwicklungshilfe es seit Jahrzehnten in Armut hält, sagt Peter Heller in seiner Dokumentation „Süßes Gift“.
Von Alexandra Endres
von 2012
Zu Beginn des Films wirft ein Flugzeug weiße Säcke ab, irgendwo in Afrika über einer staubigen Savanne. Ein Pulk von Menschen rennt los zum Ort des Abwurfs, sie kauern sich hin und scharren vom Boden auf, was sie kriegen können. Jeder will möglichst viel von der Hilfe ergattern, die da vom Himmel fiel.

Wer sich mit derartiger Energie auf abgeworfene Getreidekörner stürzt, steckt entweder in einer lebensbedrohlichen Notlage – oder er hat sich so sehr an die Lieferung aus der Luft gewöhnt, dass er gar nicht mehr auf die Idee kommt, sich aus eigener Kraft zu versorgen.
Das ist die Botschaft des Films Süßes Gift : Entwicklungshilfe macht abhängig und lethargisch. Sie zerstört jede Motivation, sich selbst anzustrengen, denn man bekommt sie gratis und ganz ohne Mühe. Zugleich ist sie ein Geschäft, dessen Profite vor allem westliche Unternehmen einstreichen – die Armen aber, die Hilfe am dringendsten bräuchten, gehen leer aus.

Die Kritik ist nicht neu. Einige ihrer prominentesten Vertreter sind der ehemalige Weltbank-Ökonom Bill Easterly, der von der US-Ostküste aus immer wieder die missionarische Haltung vieler Entwicklungshelfer und -ökonomen attackiert, die sambische Ökonomin Dambisa Moyo und ihr kenianischer Kollege James Shikwati . Geändert haben sie an der Praxis bislang freilich wenig.

Eine Fischfabrik für Nomaden, ohne Strom

Süßes Gift zeigt das Versagen der Helfer anhand von drei Beispielen aus Kenia , Mali und Tansania . In Kenia wollte man die Turkana, traditionell ein nomadisches Hirtenvolk, zu Fischern machen, um sie vor den Folgen einer Dürre zu bewahren. Mit norwegischem Geld wurde also eine Fischfabrik gebaut, um den Fang zu vermarkten. Doch es gab weder Strom, um die Fische zu kühlen, noch ausreichend sauberes Wasser, um sie zu reinigen. Die Fabrik nahm ihren regulären Betrieb nie auf.

ALEXANDRA ENDRES
Alexandra Endres ist Redakteurin im Ressort Wirtschaft bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier.

In der malischen Region Manantali finanzierte Entwicklungsgeld einen Staudamm, der dem Land und seinen Nachbarstaaten Elektrizität bringen sollte. „Strom ist Entwicklung“, sagt ein erfahrener Entwicklungshelfer im Film, und das stimmt ja auch. Aber die Bauern, die für den Damm umgesiedelt wurden, bereiten ihre Mahlzeiten bis heute über Feuerholz zu, und ihre Ernten sind magerer als zuvor. Die westlichen Unternehmen hingegen, die am Bau beteiligt waren, machten hohe Gewinne. Dem Land blieben die Schulden aus den Entwicklungskrediten, die den Bau finanzierten.

Dem tansanischen Dorf Muhenda wiederum sollte eine Baumwollfabrik Wohlstand bringen: mechanisierte Landwirtschaft, die Pflanzen durch Dünger und Pestizide auf hohe Erträge getrimmt. Maschinen und Chemikalien wurden importiert – bis der Weltmarktpreis für Baumwolle so weit fiel, dass die Kosten nicht mehr zu finanzieren waren, und die Regierung ihre Subventionen einstellte. Heute überleben die Kinder der damaligen Baumwollbauern mit ein paar Cents am Tag. „Wir erwarten gar nichts“, sagt eine Bäuerin aus Muhenda. „Aber ohne Hilfe schaffen wir es nicht.“

Afrikas Entwicklung könne nur aus Afrika kommen, sagen die Aktivisten

Peter Heller, der Regisseur von Süßes Gift , dreht seit 30 Jahren Filme in Afrika. In seinem neuesten Werk kriegen alle ihr Fett weg: die Helfer aus dem Westen ebenso wie die ehemaligen sozialistischen Brudervölker, auch die Afrikaner selbst. Heller zeigt nicht nur ein Hilfssystem, das vor allem seine Angehörigen am Leben hält – etwa 40.000 Mitarbeiter ausländischer Hilfsorganisationen sollen in Afrika beschäftigt sein. Er lässt auch die afrikanischen Bauern sprechen, die unfähig sind, begonnene Projekte nach dem Abzug der Helfer selbst in die Hand zu nehmen.

Daneben ergreifen die Vorkämpfer eines neuen afrikanischen Selbstbewusstseins das Wort: Antikorruptionsaktivisten, selbstkritische Entwicklungshelfer, Umweltschützer, Landwirtschaftsexperten, Wirtschaftsjournalisten und Ökonomen. Leider ist nicht immer klar, wer da gerade in welcher Funktion spricht.
Dennoch ist es ist eine Stärke des Films, dass hier vor allem Afrikaner zu Wort kommen – und ihre Botschaft könnte deutlicher nicht sein: Entwicklungshilfe zementiert die herrschenden Machtstrukturen, sie fördert Korruption, Verschwendung und Umweltzerstörung, sagen sie. Afrikas Entwicklung aber könne nur aus Afrika selbst kommen, durch bessere Bildung und mehr Investitionen in Landwirtschaft und kleine Betriebe, durch mehr lokale Wertschöpfung und freien Handel.

Manches davon ist freilich in der modernen Entwicklungshilfe schon angekommen. So wird beispielsweise das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen in Hellers Film hart für den Import von Nahrungshilfe aus den USA und Kanada in die Entwicklungsländer kritisiert. Doch auch das WFP deckt mittlerweile einen Teil seines Bedarfs auf regionalen Märkten, um die Bauern dort zu stärken – und sein Beispiel zeigt, wie dadurch neue Komplikationen entstehen können: Als 2011 eine Hungersnot am Horn von Afrika herrschte, trieben angeblich ausgerechnet die lokalen Einkäufe des WFP die Preise in die Höhe und verschlimmerten so den Hunger.

„Euer Land ist zum Leben geeigneter“

Am Ende von Süßes Gift sind wir wieder am Turkana-See, wo ein indischstämmiger Investor die alte Fischfabrik modernisieren will, um Viktoriabarsch für den Export vorzubereiten. Es ist ein profitables Geschäft, doch es hat anderen Regionen bisher keinen Segen gebracht . Die Turkana-Fischer wissen das nicht. Sie hoffen, der neue Betreiber der Fabrik werde sie aus ihrem Elend erretten. Zuerst aber müsse er ihnen Boote geben, Sprit und Eiskisten, verlangen sie, damit sie weiter draußen für ihn nach Viktoriabarsch fischen könnten.

Ein Kind aber, das auf den dürren Weiden in der Nähe die Ziegen hütet, sagt zu Hellers Kameraleuten: „Euer Land ist zum Leben viel geeigneter.“ Im Turkana-Gebiet gebe es nicht einmal mehr Regen, sagt es. Und dann: „Wenn Gott nicht alle Tiere tötet, werde ich hier heiraten. Wenn er sie umbringt, komme ich zu Euch.“

http://www.zeit.de/kultur/film/2012-10/film-suesses-gift-rezension/komplettansicht

Skandal – BASF, Nestlé, Coca Cola, Deutsche Bank u. v. m. sind Profiteure der Entwicklungshilfe

GIZIm Haushalt 2016 des Entwicklungsministeriums sind ausgerechnet bei der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ fast 50 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit Unternehmen eingeplant. Deutsche Unternehmen – versteht sich. Aber es ist nicht Aufgabe der Entwicklungspolitik, deutsche Unternehmen zu subventionieren, dafür ist das Wirtschaftsministerium zuständig.

Flüchtlinge sollen nicht fliehen, sondern ihre Lebensbedingungen vor Ort verbessern – wir helfen dann auch gern. So war es über Jahre immer wieder von führenden deutschen Politikern zu vernehmen. Doch was tut die deutsche Entwicklungshilfe wirklich, um die Lebensbedingungen von Menschen in deren Heimat zu verbessern?

In unserem Beitrag Trotz Rohstoffreichtum bettelarm – Wer profitiert vom Hunger? sind wir schon einmal der Frage nachgegangen. Aber wussten Sie, dass der deutsche Staat mit Konzernen wie Bayer, BASF und Co in einem Boot sitzt?  In der Entwicklungshilfe ist die Regierung Handlanger von Geschäftemachern. Statt Entwicklung fördert man vor allem die Interessen großer Unternehmen und Anleger.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist eine staatliche Entwicklungszusammenarbeitsorganisation der Bundesrepublik Deutschland.

Handys für Afrika, Bergbau in Honduras, mit der Allianz Re hat die GIZ für Kleinbauern in Asien Policen gegen Ernteausfälle entwickelt, mit der BASF arbeitet die GIZ bei der Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Vitamin A zusammen, mit TUI bei der Qualifizierung von Frauen im Tourismus.

Den Bock zum Gärtner machen – ist bei der GIZ die Devise. Wir Netzfrauen beschrieben bereits in unserem Beitrag  Mineralwasser – Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi beherrschen Weltmarkt, wie die Konzerne im  Umgang mit Wasser verfahren. Genau diese Konzerne sind an dem Projekt der GIZ-  International Water Stewardship Programme (IWaSP) beteiligt.  Der Auftraggeber: das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – ihr Chef ist Entwicklungsminister Müller.

Betroffen sind die Länder Kenia, Sambia, Südafrika, Tansania, Uganda; weitere Länder sind im Auswahlprozess – Der Politische Träger: Wasserministerien der Partnerländer; die Gesamtlaufzeit: 2013 bis 2018 mit dem Ziel: Die Anpassungsfähigkeit der Wassernutzer an die Auswirkungen des Klimawandels ist durch die Beteiligung des Privatsektors an der Reduzierung gemeinsamer Wasserrisiken zu erhöhen.

Auf der Webseite der GIZ erfahren wir, dass gerade Coca-Cola und Nestlé die Partner sind – und auch immer ein gern gesehener Gast ist der WWF.

Beispiel Südafrika: Als Koordinationsplattform zwischen der Privatwirtschaft und der Regierung wurde das Strategic Water Partners Network (SWPN) gegründet. IWaSP unterstützt SWPN dabei, Maßnahmen zur Reduzierung der größten Wasserrisiken voranzutreiben und zukünftiger Wasserknappheit vorzubeugen. Mittlerweile sind über 25 südafrikanische und multinationale Unternehmen mit Sitz in Südafrika, Regierungsinstitutionen und Nichtregierungsorgansationen an dem Netzwerk beteiligt, unter anderem Coca-Cola, AngloAmerican, Nestlé, SABMiller, WWF, WRG und das Ministerium für Wasser.

Es geht noch weiter – auch BASF ist mit dabei:

Beispiel Kenia: IWaSP unterstützt die Renaturierung und den Schutz des Naivasha-Sees durch eine Partnerschaft von Regierung, Privatsektor und Zivilgesellschaft. Das Wasserressourcenmanagement wird verbessert, Wasserqualität und -verfügbarkeit werden gesteigert und Konfliktpotenziale gemindert. – Klingt erstmal gut:

Ein runder Tisch, „Nairobi Water Roundtable“, mit den größten privaten Wassernutzern ermittelt mögliche Maßnahmen zum verbesserten Wasserressourcenschutz und effizienteren Wasser-Risikomanagement der Hauptstadtregion Nairobi. Partner wie Diageo, BASF, Coca-Cola, IUCN, Tetrapak und WWF nehmen bereits am Nairobi Water Roundtable teil. – Auch hier wird der Bock zum Gärtner.

Ausgangssituation
Durch zunehmendes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum übersteigt der Wasserbedarf in vielen Ländern immer häufiger die nachhaltig verfügbare Menge. Dadurch nimmt die weltweite Nachfrage nach Wasser, unverzichtbare Ressource in allen wirtschaftlichen Prozessen, rasant zu. Komisch – es wird nicht erwähnt – dass gerade Nestlé und Co. den Menschen das Wasser abgraben. Siehe  Wem gehört das Wasser?

Zum WWF sehen Sie auch: Video: Monsanto und der WWF – Der Pakt mit dem Panda

Auf dem Foto sehen Sie die Sponsoren:

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Haben wirtschaftliche Interessen im Ministerium höchste Priorität?

Die Frage ist berechtigt und kann mit JA beantwortet werden, denn eigentlich bejaht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) diese Frage selbsterklärend:

Die GIZ unterstützt im Auftrag des BMZ die Firmen unter anderem als Berater, „Türöffner“, Co-Finanzier und Projektmanager. Dieses Konzept trifft auf hohes Interesse in der Privatwirtschaft.

Unternehmen können die Beratungs- und Dienstleistungen der GIZ auch einkaufen. Der Bereich „International Services“ (IS) bietet öffentlichen Auftraggebern wie der UN, der Weltbank oder der EU, aber auch privaten Kunden ein breites Spektrum an attraktiven Leistungen an.

Wichtigster Auftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Darüber hinaus ist die GIZ für weitere Bundesressorts – vor allem das Auswärtige Amt, das Bundesumweltministerium und das Bundesministerium für Bildung und Forschung –, für Bundesländer und Kommunen sowie für öffentliche und private Auftraggeber im In- und Ausland tätig. Die GIZ kooperiert intensiv mit der deutschen Privatwirtschaft und trägt zu einem sinnvollen Zusammenspiel von Entwicklungs- und außenwirtschaftlichen Aktivitäten bei.

Die GIZ erschließt ihren Partnern in Entwicklungs- und Transformationsländern einen unmittelbaren Zugang zu technischen Innovationen und modernen Verfahren. Gleichzeitig fördert sie durch Personalentwicklung und Qualifizierung die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und unterstützt sie dabei, international erfolgreich zu agieren – man bedenke – wie viele Konzerne mit Frau Merkel und Co – auf „Reisen“ gehen.

AATIFDeutsche Bank und die Bundesregierung –  Innovative Public-Private-Finanzierungsstrukturen für Lebensmittelsicherheit in Afrika: Der Africa Agriculture and Trade Investment Fund (AATIF)

Über fragwürdige „Entwicklungs“-Fonds verteilt man großzügig Kredite an Investoren. Doch statt dadurch Hunger und Armut zu bekämpfen, sind die Folgen oft das genaue Gegenteil: Kleinbauern werden von ihrem Land vertrieben und von Bildung und medizinischer Versorgung ausgeschlossen. So werden am Ende diejenigen zu Opfern, denen eigentlich geholfen werden sollte.

Öffentlich-private Partnerschaft mit KfW und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Der Fonds ist als öffentlich-private Partnerschaft strukturiert. Über die KfW hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in die so-genannten C-Anteile investiert und öffentliches Kapital bereitgestellt, das Verluste als erstes auffängt. Dies dient als Risikopuffer. Dadurch können private Investitionen von institutionellen und privaten Anlegern in höherrangigere Anteilklassen gefördert werden. Die KfW und die Deutsche Bank haben in die Mezzanin-B-Anteile und verschiedene private Anleger in die A-Anteile investiert. – Klingt kompliziert – ist es auch – sonst könnte man ja nicht mauscheln.

Bundesregierung verteidigt Zusammenarbeit mit Deutscher Bank beim Entwicklungsfonds AATIF – Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Antwort – 18.07.2012

Die Bundesregierung sieht keinen Widerspruch zwischen „einer angemessenen risikoorientierten Rendite“ und den entwicklungspolitischen Zielen im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank beim „Africa Agriculture and Trade Investment Fund“ (AATIF). Die Bank habe im Rahmen eines transparenten Ausschreibungsprozesses der KfW-Bankengruppe das „überzeugendste Konzept“ zum Management des Fonds vorgelegt, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung (17/10286) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/10179). Zudem sei die Bank bereit gewesen, sich mit eigenen Mitteln beim AATIF zu beteiligen.

Dazu schreibt die Deutsche Bank-Fondsmanagerin Astrid Manroth 2015: „Unsere Erfahrung im Management von nachhaltigen Investmentfonds zeigt, dass innovative Public-Private-Finanzierungsstrukturen wie der AATIF, die zugleich strikte soziale und Umweltkriterien erfüllen, marktorientierte Renditen erwirtschaften und die Einkommen der privaten Haushalte im ländlichen Afrika steigern können“. Wir ergänzen – Rendite bedeutet Profit – und Anlage gleich Spekulation.

Manorth weiter: „Derartige innovative Finanzierungsstrukturen können ausgebaut werden, wenn die Regierungen die für die Zeit ab 2015 festgelegten nachhaltigen Entwicklungsziele erreichen wollen. Das Interesse der Anleger ist groß und es gibt in den Sektoren Landwirtschaft, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wasser, Abfallmanagement und anderen Bereichen zahlreiche rentable Marktchancen, die von einem Mix aus staatlichem und privatem Kapital profitieren würden. Wir wollen unsere Aktivitäten in diesem Bereich ausbauen.“ – Wir Netzfrauen ergänzen – auch als Greenwashing bekannt.

Hauptsache Gewinn?

Es sei die Frage erlaubt: Wenn das Bundesministerium 45 Mio Euro und die KfW und die Deutsche Bank jeweils 20 Mio Euro in diesem Fond investiert haben, also eine Gesamtsumme in Höhe von 85 Mio Euro, wer hält den restlichen Betrag in Höhe von 50 Mio Euro? Und wenn man in die nachhaltige Landwirtschaft in Afrika investiert hat, wieso wurde der Betrag mehr anstatt weniger, denn schließlich sollte doch die in der Landwirtschaft arbeitende Bevölkerung davon profitieren? Siehe :Deutsche Bank- Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino – und die Bundesregierung mischt mit!

INFOBOX

Zahlen und Fakten – 141 Mio US-Dollar Fonds­ver­mögen

Zum Start des Fonds investierten das Bundesministerium 45 Mio. Euro, KfW und Deutsche Bank jeweils 20 Mio. Euro. Unter der Verwaltung der Deutschen Bank wuchs das Kapital stetig: Im April 2015 umfasste der AATIF unter Beteiligung privater Investoren ein Fondsvermögen in Höhe von 141 Mio US-Dollar

Entwicklungshilfe – Bereichert sich die deutsche Wirtschaft auf Kosten der Armen?

Der Bundestag beschloss den Etat für Entwicklungshilfe für 2013 – 6,3 Milliarden Euro, um die Armut zu bekämpfen. Um hungernde Kindern zu ernähren, um Kranke zu behandeln, um Menschen Zugang zu Wasser zu ermöglichen. 6,3 Milliarden Euro – das ist das Budget des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für 2013. Mittel, die den Ärmsten zu Gute kommen sollten. Doch das stimmt nicht so ganz. Denn ein Teil der Entwicklungshilfe fließt direkt in die deutsche Wirtschaft.

Im März 2015 beschloss das  Bundeskabinett die höchste Steigerung und den höchsten Etat in der Geschichte des Entwicklungsministeriums. Minister Müller macht da weiter, wo sein Vorgänger Niebel aufhörte: „Der Entwicklungsetat soll im kommenden Jahr um 13,2 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro steigen. Auch für die Folgejahre sind bereits mindestens je 7,5 Milliarden Euro eingeplant. Damit wächst der Haushalt des BMZ im kommenden Jahr um rund 860 Millionen Euro. Dies ist ein starkes Signal im Entwicklungsjahr 2015!“  Wir Netzfrauen ergänzen: und ein tolle Nachricht für die Konzerne!

Ja, die GIZ ist ein reines Wirtschaftsunternehmen – im Namen der Entwicklungshilfe! Die GIZ ist Dienstleisterin für die gesamte Bundesregierung. Und auch kommen finanzielle Mittel aus direkten Aufträgen von ausländischen Regierungen wie der Saudi-Arabiens, von multilateralen Organisationen wie der EU oder von Privatunternehmen wie Shell.

Skandal – BASF, Nestlé, Coca Cola, Deutsche Bank u. v. m. sind Profiteure der Entwicklungshilfe

 

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Autor: demokratischewerkstatt

Ich mache bisher diese Seite allein, suche aber Partner, die ähnlich denken, die Zusammenarbeit. Ich möchte anregen aktiv zu werden und zur Belebung der Demokratie beizutragen, um Lösungen für die ungeheuren und hochgefährlichen Herausforderungen zu finden. Altes Denken reicht dazu nicht, aber wir können viel von ihm lernen, um die Möglichkeiten für neue Wege zu erkennen und zu öffnen. Ich setzt da auf die Methode der "Zukunftswerkstätten" von Robert Jungk, die er entwickelt hat, um mehr demokratische Mitwirkung zu erreichen. In Wanfried möchte ich so eine Zukunftswerkstatt mit Gleichgesinnten von überall schaffen und dann gemeinsam anregen, in mehr Städten und Regionen dies zu tun, zur Innenpolitik, Gesellschaftspolitik, zur Außenpolitik und Weltpolitik, denn letztlich spielen all die ineinander und sind nicht aus sich allein zu verstehen. Meldet Euch, wenn ihr es mit mir versuchen wollt, gemeinsam etwas voranzubringen. Tel: 05655-924981, Demokratische Werkstatt Wanfried (DWW)

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